Russen schicken Olympia-Sieger Kanada heim
Russen schicken Olympia-Sieger Kanada heim

Eishockey-WM

Russen schicken Olympia-Sieger Kanada heim

Auch Deutschland, Schweden und Tschechien stehen im Halbfinale

Titelverteidiger Russland hat mit einem Sieg im Giganten-Duell gegen Olympiasieger Kanada das Traum-Halbfinale bei der Eishockey-WM gegen das deutsche Team gebucht. Der Rekord-Weltmeister bezwang den Erzrivalen am Donnerstag in Köln mit 5:2 (1:0,2:0,2:2), bekommt es nun allerdings mit den hochmotivierten Deutschen zu tun, die die Schweiz in einem "Krimi" mit 1:0 (0:0,1:0,0:0) besiegte. Das zweite Halbfinale bestreiten ebenfalls am Samstag Tschechien und Schweden.

Erfolg für Deutschland
Deutschland erlebt nach den Heim-Weltmeisterschaften im Fußball (2006) und der Handball (2007) derzeit ein weiteres sportliches Märchen. Erstmals seit 57 Jahren steht der WM-Gastgeber unter den besten Vier einer WM. Dort hat die deutsche Auswahl am Wochenende in Köln das erste Edelmetall seit Olympia-Bronze 1976 im Visier.

Philip Gogulla (31.) sorgte mit seinem ersten WM-Tor am Donnerstag in Mannheim im ersten deutschen Viertelfinale seit 2003 für riesige Euphorie auf dem EIs und außerhalb. Die Schweizer machten vor allem im letzten Drittel mächtig Druck auf die bisher so starke deutsche Defensive, in der Endras erneut ein fantastischer Rückhalt war. Trotz turbulenter Szenen vor dem Kasten des Augsburgers fiel der Ausgleich nicht aber nicht mehr. Auch nicht in der letzten Sekunde, die der Schiedsrichter trotz bereits jubelnder Deutscher und am Eis ausgelegter Teppiche ausspielen ließ. Nach der Schlusssirene entluden sich die Emotionen in einer Massenschlägerei, die Schweizer verabschiedeten sich wenig ruhmreich aus dem Turnier und wurden am Schluss vom Publikum gar verhöhnt.

Gegner Russland
Nun wartet auf die Deutschen Russland, das mit dem Sieg über Kanada den 26. Erfolg in Serie bei WM-Turnieren feierte und sich zugleich für die 3:7-Pleite gegen die Kanadier bei Olympia im Februar revanchierte. Zahlreiche Massen-Raufereien, krachende Checks und rasantes Eishockey machten die Rivalität ersichtlich. Die jungen Kanadier wehrten sich zwar mit allen Mitteln. Vor allem der einzige im Kader verbliebene Olympiasieger, Corey Perry, teilte ordentlich aus. Russland agierte allerdings souverän, die Nordamerikaner konnten durch Riesentalent John Tavares erst in der 54. Minute auf 1:4 verkürzen. Für Russland trafen Maxim Afinogenow (20.), Pawel Dazjuk (22.), Jewgeni Malkin (38., 57.) und Sergej Fjodorow (48.).

Tschechen im Krimi weiter
Tschechien bezwang bereits am Nachmittag in Köln Finnland nach Penaltyschießen mit 2:1 (1:0,0:0,0:1/0:0/1:0) und revanchierte sich damit für das Olympia-Out in der Runde der letzten Acht. Dank Jan Mareks Treffer im Shootout steht man zum ersten Mal seit vier Jahren wieder in der Vorschlussrunde. Dabei hatte der Olympia-Dritte Finnland einen perfekten Start erwischt und ging durch einen Treffer von Petri Kontiola schon nach 55 Sekunden in Führung. Die Tschechen drängten auf den Ausgleich, kurz nach Beginn des Schlussdrittels wurden sie belohnt, Jakub Klepis traf (42.). In der Verlängerung entwickelte sich ein packender Schlagabtausch, der 38-jährige Jagr hatte mehrfach die Entscheidung auf dem Schläger, auf der Gegenseite konnten die Finnen eine Überzahl nicht nutzen, daher musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen.

Dänen draussen
Die Schweden verlängerten mit einem 4:2 (1:0,2:1,1:1)-Sieg über die Überraschungsmannschaft Dänemark in Mannheim souverän ihr Halbfinal-Abo. Zum zehnten Mal in Serie steht der Olympiasieger von 2006 bei einer WM unter den besten Vier. Vor nur 3.487 Zuschauern brachte Marcus Nilson (15.) den Favoriten in einer niveauarmen Partie auf die Siegerstraße, Jonas Andersson (28.) und Rickard Wallin (33.) erhöhten auf 3:0. Kapitän Jesper Damgaard ließ die überfordert wirkenden Dänen mit dem 1:3 (34.) noch einmal hoffen. Linus Omark machte mit dem 4:1 (54.) in Überzahl alles klar, Morten Madsen (58.) gelang noch eine Ergebnisverbesserung.

Finnland - Tschechien 1:2 n.P. (1:0,0:0,0:1/0:0/0:1)

Köln. Tore: Kontiola (1.) bzw. Klepis (42./PP), Marek (entscheidender

Penalty)

Schweden - Dänemark 4:2 (1:0,2:1,1:1)

Mannheim. Tore: Nilson (15./PP), Andersson (28.), Wallin (33./SH),

Omark (54./PP) bzw. Damgaard (34.), Madsen (58./PP)

Russland - Kanada 5:2 (1:0,2:0,2:2)

Köln. Tore: Afinogenow (20.), Dazjuk (22./PP), Malkin (38./PP, 57.),

Fedorow (48.) bzw. Tavares (54.), Duchene (60.)

Schweiz - Deutschland 0:1 (0:0,0:1,0:0)

Mannheim. Tor: Gogulla (31.)

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