2:1! Rapid dreht zuhause WAC-Match

Bundesliga

2:1! Rapid dreht zuhause WAC-Match

SK Rapid Wien - WAC Endstand 2:1 (0:1)
Wien, Ernst-Happel-Stadion, 13.300, SR Ouschan.
Torfolge: 0:1 (20.) Wernitznig, 1:1 (66.) F. Kainz, 2:1 (81.) F. Kainz

Rapid bleibt die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Bundesliga. Trotz einer miserablen ersten HĂ€lfte feierte GrĂŒn-Weiß am Sonntag einen letztlich verdienten 2:1 (0:1)-Heimerfolg gegen den WAC. Ein Double von Florian Kainz (66., 81.) und starke zweite 45 Minuten ließen den mageren Start einer Rapid-B-Elf vergessen, nach drei Runden ist man mit dem Punktemaximum weiter TabellenfĂŒhrer.

Unbenannt-4.jpg

Acht Punkte haben die HĂŒtteldorfer bereits Vorsprung auf Meister Salzburg, seit 15 Partien sind sie in der Bundesliga saisonĂŒbergreifend ungeschlagen. Der WAC, der vor 13.300 Zuschauern im Happel-Stadion durch Christopher Wernitznig in FĂŒhrung gegangen war (20.), haderte nicht zuletzt mit Beric' Abseitsstellung beim zwischenzeitlichen Ausgleich Rapids und muss sich nach der zweiten Saisonniederlage weiter mit einem Punkt zufriedengeben.

Beide Teams setzten nach den Europacupstrapazen auf intensive Rotation. Bei Rapid gab Stefan Nutz sein PflichtspieldebĂŒt, Goalie Richard Strebinger sein MeisterschaftsdebĂŒt in GrĂŒn-Weiß. GegenĂŒber dem 3:2-Sieg bei Ajax Amsterdam rĂŒckten zudem Philipp Schobesberger, Stefan Schwab, Maximilian Hofmann und Michael Schimpelsberger (Comeback nach gut 15 Monaten) in die Mannschaft. Neben den etatmĂ€ĂŸigen KapitĂ€nen Steffen Hofmann und Mario Sonnleitner saßen so auch Goalie Jan Novota, Florian Kainz und Stephan Auer nur auf der Bank, Thanos Petsos fehlte angeschlagen.

Beim WAC waren Joachim Standfest, Jacobo, Roland Putsche (alle auf der Bank) sowie Silvio gegenĂŒber der Partie in Dortmund nicht von Anfang an dabei, dafĂŒr brachte KĂŒhbauer Peter Zulj, Peter Tschernegg, Thomas ZĂŒndel und Tadej Trdina.

Entgegen der Hoffnungen von Barisic war seine B-Elf vor der Pause aber völlig ĂŒberfordert und konnte nicht an die guten Leistungen der bisherigen Saison anschließen. Gerade in der Offensive fehlten Abstimmung und PrĂ€zision, Chancen waren demnach Mangelware. Zu misslungenen PĂ€ssen gesellte sich auch der grĂ¶ĂŸere Willen beim WAC, der in entscheidenden ZweikĂ€mpfen wesentlich engagierter zur Sache ging - obwohl man nach dem Europacup zwei Tage weniger Erholung als GrĂŒn-Weiß hatte.

Große Möglichkeiten fanden zwar auch die KĂ€rntner nicht vor, die einzige nutzten sie aber eiskalt. In der 20. Minute verlagerten die "Wölfe" den Ball aus dem Mittelfeld schnell nach links auf Wernitznig, den die passive Rapid-Abwehr gewĂ€hren ließ: Der Weitschuss des 25-JĂ€hrigen aus 23 Metern wurde von Schimpelsberger unhaltbar fĂŒr Strebinger zum 1:0 abgelenkt.

Barisic wollte dem Treiben zur Halbzeit nicht mehr zusehen, brachte Kainz fĂŒr Nutz, bzw. Auer fĂŒr Schimpelsberger. Kainz war es auch, der mit einem Freistoß die erste Chance fĂŒr M. Hofmann vorbereitete, dessen Kopfball aber zu schwach ausfiel (48.). Der Startschuss zur Aufholjagd war gefallen, der Wille zur Verbesserung deutlich sichtbar. Schneller, aggressiver, die gesamte Breite ausnutzend blieb es aber vorerst noch bei gefĂ€hrlichen Hereingaben. Erst Schobesberger sorgte nach 64 Minuten aus wenigen Metern fĂŒr das erste Ausrufezeichen, fand aber in Alexander Kofler seinen Meister.

Kurz darauf durfte der Rapidanhang dann jubeln. Schobesbergers Stanglpass fand via Auer Robert Beric, der aber im ersten Versuch scheiterte, noch einmal an den Ball kam und auf Kainz zurĂŒcklegte - der schoss trocken ein. Der Ausgleich kam angesichts der nun klar besseren Wiener weder unverdient noch ĂŒberraschend, hatte aber einen Schönheitsfehler: Beric war im Abseits gestanden - ein Umstand, den Dietmar KĂŒhbauer prompt auf die Palme brachte.

Dem WAC-Coach schwante wohl auch schon Böses, sein Team konnte sich kaum aus der Umklammerung lösen. Die einzige echte Chance hatte Wernitznig, dessen prĂ€zisen Freistoß Strebinger aber gerade noch ĂŒber die Latte drehte (78.). Auf der anderen Seite belohnte schließlich Kainz mit seinem zweiten Treffer den Kampf der Rapidler: Schobesberger spielte sich auf der Seite einmal mehr schön frei und spielte zurĂŒck auf den Offensivmann, der frei stehend einschießen konnte (81.). In der Nachspielzeit hĂ€tte Jacobo fast noch den Ausgleich erzielt, scheiterte aber an Strebinger.

Rapid: Strebinger - Schimpelsberger (46. Auer), Dibon, M. Hofmann, Stangl - Grahovac, Schwab - Schaub, Nutz (46. F. Kainz), Schobesberger - Beric (85. Prosenik)
WAC: A. Kofler - Berger, Sollbauer, HĂŒttenbrenner, Palla (70. Baldauf) - Tschernegg, M. Weber (46. Putsche) - ZĂŒndel, P. Zulj, Wernitznig (85. Jacobo) - Trdina

   Gelbe Karten: Grahovac, M. Hofmann, F. Kainz, Dibon bzw. Tschernegg, Berger, Jacobo

   Die Besten: F. Kainz, Schwab, Stangl bzw. Wernitznig, Tschernegg

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden
Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 9

Top Gelesen 1 / 9

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der BenutzerfĂŒhrung und der Webanalyse und helfen dabei, die FunktionalitĂ€t der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. NĂ€here Informationen finden Sie in unserer DatenschutzerklĂ€rung.
Impressum  
Hier anmelden
Dauert nur 10 Sekunden
Impressum
X