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3:0 gegen Admira - Bullen wieder furios

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FC Admira Wacker Mödling - Red Bull Salzburg Endstand 0:3 (0:1)
Maria Enzersdorf, BSFZ Arena, 3.950, SR Ouschan.
Tore: 0:1 (24.) Bruno, 0:2 (50.) Schwegler, 0:3 (74.) Sabitzer

Red Bull Salzburg bleibt in der Fußball-Bundesliga das Maß der Dinge. Am Samstag holte der Tabellenführer einen 3:0 (1:0)-Auswärtssoeg bei Admira Wacker Mödling und fuhr damit wie der zweitplatzierte WAC im fünften Saisonspiel den fünften Sieg ein. Trainer Adi Hütter gönnte einigen Stammkräften - allen voran dem Offensiv-Duo Kampl/Mane - eine Verschnaufpause. Die Admira fiel auf Rang fünf zurück.

Die Südstädter mussten vor eigenem Publikum zwar keine schmerzhafte Machtdemonstration über sich ergehen lassen, waren mit dem aggressiven Pressing der Salzburger aber dennoch überfordert. Die "Bullen", die im Kollektiv keine einzige Schwachstelle offenbarten, lachen damit weiter mit dem Punktemaximum und einer beeindruckenden Tordifferenz von der Tabellenspitze. 24 Treffern steht ein mageres Gegentor gegenüber. Vor dem Hinspiel im Champions-League-Play-off gegen Malmö FF läuft in der Bundesliga derzeit alles nach Wunsch.

Hütter schickte im Hinblick auf die erste Malmö-Begegnung am Dienstag wie angekündigt nicht seine A-Formation aufs Feld. Im Vergleich zum 8:0 gegen Grödig in der Vorwoche brachte der Salzburger Coach vier Neue: Franz Schiemer, Peter Ankersen, Massimo Bruno und Valentino Lazaro begannen für Andreas Ulmer, Christoph Leitgeb, Kevin Kampl und Sadio Mane.

In der vergangenen Saison schaffte es die Admira als erstes Team, die Salzburger zu besiegen und gewann in der 15. Runde mit 3:1. Dieses Mal setzte sich der Tabellenführer früh in der gegnerischen Hälfte fest und kam auch bald zu den ersten Chancen. In der siebenten Minute klatschte ein Weitschuss von Topscorer Jonatan Soriano an die Latte, kurz darauf versuchte es Marcel Sabitzer aus spitzem Winkel (9.). Zu zentral auf das Tor von Andreas Leitner kam in der 16. Minute ein Flachschuss von Naby Keita.

Was die Angelegenheit für die Admira noch schwieriger machte, war der Ausfall von Kapitän Richard Windblichler, dem seine Rückenprobleme offenbar ärger zu schaffen machten. Markus Katzer wurde in der 13. Minute für ihn eingewechselt. In der Offensive zeichnete Daniel Toth mit einem - allerdings ungefährlichen - Freistoß in der 21. Minute für die erste nennenswerte Aktion der Niederösterreicher verantwortlich.

In Minute 24 brachte Neuzugang Bruno die Bullen mit seinem zweiten Saisontor verdient in Führung. Nach einem Schupfer von Sabitzer über die Viererkette knallte der Belgier den Ball aus rund 15 Metern volley ins rechte Kreuzeck - ein Treffer der Marke Traumtor. Praktisch im Gegenzug vergab Issiaka Ouedraogo gegen Salzburg-Torhüter Peter Gulacsi die Chance auf den schnellen Ausgleichstreffer (25.).

Danach traute sich die Admira etwas mehr zu - das spielerische Übergewicht behielten trotzdem die Gäste. In der 50. Minute konnte Christian Schwegler nach einem Weber-Blackout mit einem Schuss aufs kurze Eck auf 2:0 erhöhen. Dass Goalie Leitner in der Folge nicht öfter hinter sich greifen musste, lag in erster Linie an der mangelhaften Salzburger Effizienz vor dem Tor. Sabitzer (55.), Lazaro (58.) und Soriano (70.) scheiterten bei mehr oder weniger guten Gelegenheiten. Ein Kopfballtreffer von Sabitzer nach Ankersen-Flanke sorgte dann aber endgültig für die Entscheidung (74.).

Die Admira, für die Ouedraogo im Finish noch die Chance auf den Ehrentreffer vergab (81.), wartet damit seit dem 4. Mai auf einen Heimsieg. Salzburg darf sich nun mit der viert-längsten Start-Siegesserie in der Bundesliga-Geschichte schmücken. Den Rekord hält Rapid mit acht Siegen zu Beginn der Saison 1987/88, gefolgt vom FC Tirol mit jeweils sieben Siegen in den Saisonen 1986/87 und 1999/2000.

Oberschenkelverletzung bei Hinteregger
Salzburg-Innenverteidiger Martin Hinteregger hat sich in der Endphase der Partie eine Oberschenkelverletzung zugezogen und verließ, obwohl das Austauschkontingent schon erschöpft war, das Spielfeld. Über die Art der Verletzung machte der Club keine Angaben. Er hoffe, dass Hinteregger für das Champions-League-Play-off-Spiel gegen Malmö am Dienstag fit werde, sagte Trainer Adi Hütter.

Admira: Leitner - Zwierschitz, Windbichler (13. Katzer), Schößwendter, Weber - Ebner, Toth (75. Knasmüllner) - Schick, Thürauer (46. Bajrami), Auer - Ouedraogo
Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Schiemer, Hinteregger, Ankersen - Lazaro (83. Kampl), Ramalho (72. Ilsanker), Keita, Bruno - Sabitzer, Soriano (73. Quaschner)

Gelbe Karten: Toth, Ebner, Ouedraogo, Zwierschitz bzw. Hinteregger
Die Besten: Leitner bzw. Hinteregger, Schwegler, Bruno, Soriano, Sabitzer
 

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