3:1! Austria schießt sich aus der Krise

Erfolg gegen Ried

3:1! Austria schießt sich aus der Krise

Admira feiert 2:0-Auswärtssieg gegen Sturm Graz.

Die Austria hat am Samstag einen ersten Schritt aus der Krise geschafft. Die Wiener setzten sich in der 8. Runde vor eigenem Publikum gegen die SV Ried mit 3:1 (2:1) durch, feierten damit den ersten Sieg in der Fußball-Bundesliga nach saisonübergreifend zehn Partien und verbesserten sich zumindest vorläufig vom Tabellenende auf Platz sechs. Neues Schlusslicht sind nun die Innviertler.

Zum Matchwinner für die Austrianer avancierte Omer Damari. Der Israeli traf in der 15. und 56. Minute und bereitete außerdem das dritte Tor der Veilchen durch Royer (37.) vor. Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Rieds neuer Stürmer Denis Thomalla (36.).

Damari erlöst Austria
Der Sieg der Gastgeber war verdient und nie wirklich gefährdet. Allerdings war den Austrianern in der Anfangsphase noch die Unsicherheit nach den jüngsten Misserfolgen anzumerken. Damari löste aber in der 15. Minute den gordischen Knoten. Nach Zuspiel von Markus Suttner zirkelte der Stürmer - jedoch aus abseitsverdächtiger Position - den Ball ins Kreuzeck.

Das 1:0 schien eine befreiende Wirkung auf die Favoritner zu haben. Die Violetten kontrollierten die Partie, fingen sich dann aber praktisch aus dem Nichts den Ausgleich ein. Nach einer Flanke von Stefan Lainer aus dem ersten ernst zu nehmenden Rieder Angriff zeigte sich die Austria-Innenverteidigung unsortiert, Thomalla stellte bei seinem Debüt aus kurzer Distanz auf 1:1 (36.).

Perfekte Antwort nach Ausgleich
Die Hausherren waren vom Gegentor jedoch alles andere als schockiert. Kurz nach dem Anstoß zog Damari auf und davon und schupfte den Ball am Rieder Goalie Thomas Gebauer vorbei. Royer beförderte den Ball ins leere Tor, kollidierte bei dieser Aktion allerdings mit der Torstange und wurde zur Pause wegen einer Hüftprellung ausgewechselt.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste zunächst den besseren Start - Austria-Goalie Heinz Lindner musste in der 47. Minute bei einem Schuss von Fröschl sein ganzes Können aufbieten. Neun Minuten später sorgte Damari für die Entscheidung. Der 25-Jährige war nach einer Flanke von Meilinger per Kopf zur Stelle, in der 89. Minute scheiterte Damari auf dem Weg zu seinem dritten Tor an Gebauer.

"Wembley-Tor" in Favoriten
Ansonten hatten Höhepunkte im Finish Seltenheitswert, eine Szene aber könnte noch länger für Diskussionen sorgen. In der 74. Minute prallte ein Schuss von Fröschl von der Latten-Unterkante ganz offensichtlich hinter der Torlinie auf, der Treffer wurde jedoch mangels Torlinien-Technologie nicht gegeben. So blieben die Rieder, die das Match nach Gelb-Rot für Trauner (73.) mit zehn Spielern beendeten, auch im elften Liga-Match in Folge gegen die Austria ohne Sieg und warten schon seit 26. März (2:0 beim WAC) auf einen Meisterschafts-Auswärtssieg

© APA

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Sturm Graz gegen Admira Wacker 0:2

Sturm Graz hat zwei Wochen nach dem sensationellen 3:2-Erfolg bei Meister Salzburg in der 8. Fußball-Bundesliga-Runde wieder einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Die Grazer verloren am Samstagabend gegen "Angstgegner" Admira Wacker zu Hause mit 0:2 (0:1). Während es für die Elf von Darko Milanic die vierte Saisonniederlage setzte, schoben sich die Südstädter auf den dritten Tabellenrang vor.

Das Match hatte im Vorfeld aufgrund starker Regenfälle gewackelt, rund eineinhalb Stunden vor Spielbeginn erklärte Schiedsrichter Robert Schörgenhofer den Platz jedoch für bespielbar. Stephan Zwierschitz (40.) und Lukas Thürauer (60.) sorgten mit ihren Toren für den dritten Saisonsieg der Niederösterreicher, die damit seit sieben Duellen mit Sturm unbesiegt sind.

Madl schramt an Rot vorbei

Die Grazer hatte die Partie vor den Augen von Jahrhunderttrainer Ivica Osim in der ersten Hälfte recht sicher im Griff und kombinierten sich immer wieder schön vor das Gäste-Tor. Marco Djuricin (9.) und Ex-Admiraner Thorsten Schick (15.) deuteten mit ihren Schüssen zumindest Gefahr an.

Zwischenzeitlich hatte Sturm-Abwehrchef Michael Madl als letzter Mann bei einem mit Gelb geahndeten Foul gegen den durchbrechenden Zwierschitz Glück, nicht schon in der Anfangsphase vom Platz gestellt zu werden (11.). Admira-Verteidiger Christoph Schösswendter rettete in der Folge bei einem Schick-Stanglpass vor dem einschussbereiten Simon Piesinger (29.).

Sturm verschläft Wiederbeginn
Auf der Gegenseite prüfte erst Eldis Bajrami Sturm-Torhüter Benedikt Pliquett. In der nächsten Szene schlugen die Südstädter zu: Zwierschitz beförderte den Ball nach einem Getümmel und drei abgeblockten Versuchen mit dem dritten Nachschuss über die Linie (40.).

Sturm-Coach Milanic dürfte in der Kabine nicht die richtigen Worte gefunden haben, denn seine Truppe kam lethargisch und offensiv harmlos aus der Kabine. Die Gäste hätten dies beinahe postwendend bestraft: Stephan Auer umkurvte zwar nach Bajrami-Lochpass Sturm-Goalie Pliquett, setzte den Ball aber aus fünf Metern an den Pfosten (54.).

Traumtor zum Endstand
Milanic reagierte mit einem Doppeltausch und einer Systemumstellung, Josip Tadic und David Schloffer ersetzten die blass gebliebenen Marko Stankovic und Daniel Beichler. Unmittelbar danach traf Thürauer mit einem schönen Weitschuss aus 25 Metern ins Kreuzeck zum 2:0-Endstand. Die enttäuschend auftretenden Grazer konnten in der Folge nicht mehr zusetzen, mehr als ein Kopfball von Simon Piesinger (67.) und vereinzelte Strafraumsituationen vermochten die Steirer nicht mehr heraus zu spielen.

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