4:2 über St. Pölten: Bullen jubeln über Double

Baumgartners Serie gerissen

4:2 über St. Pölten: Bullen jubeln über Double

Zweitligist St. Pölten hält gut mit, kann aber nicht überraschen.

Das zweite Double für Red Bull Salzburg nach 2012 ist perfekt. Am Sonntag krönte Österreichs Fußballmeister seine erfolgreiche Saison im Cupfinale von Klagenfurt mit einem 4:2-(2:1)-Erfolg über Sensationsfinalist SKN St. Pölten. Die "Bullen" bereiteten ihrem zu Bayer Leverkusen wechselnden Coach Roger Schmidt damit einen gelungenen Abschied.

Florian Klein (35.), Kevin Kampl (42.) und Jonatan Soriano (63., 67.) trafen vor 11.600 Zuschauern im Wörthersee Stadion für Salzburg. Für den Zweitligisten hielten Jano (40.) und Gary Noel (70.) die Niederlage im Rahmen. Für SKN-Trainer Gerald Baumgartner war es im 15. Cup-Spiel die erste Niederlage. Diese bedeutet auch, dass St. Pölten in der Qualifikation zur Europa League in der zweiten Runde antreten, Vizemeister Rapid erst im Play-off einsteigen muss. Im Falle eines St. Pöltner Cupsiegs hätte sich das umgekehrt verhalten.

Klein eröffnet Torreigen
Die als insgesamt zehnter Zweitligist im Cup-Endspiel stehenden Niederösterreicher begannen gegen den haushohen Favoriten engagiert. Die "Wölfe", die im Viertel- und Halbfinale die SV Ried bzw. Sturm Graz eliminiert hatten, versuchten die Salzburger mit deren Mitteln zu bekämpfen. St. Pölten attackierte früh und bereitete Salzburg damit Probleme im Spielaufbau.

Wenn der bis auf den gesperrten Sadio Mane in Paradeformation eingelaufene Meister gefährlich wurde, dann über Kampl. Der slowenische Internationale fand Alan, SKN-Torhüter Patrick Kostner verwehrte dem Brasilianer aber sein siebentes Cup-Tor (34.). Eine Minute später war die Torsperre der Blaugelben schließlich Geschichte. Mittelfeld-Abräumer Stefan Ilsanker bewies in der Offensive Qualitäten, legte auf Klein ab und der künftige Stuttgart-Profi traf per Außenrist zum 1:0.

Soriano-Doppelpack bringt Entscheidung
Salzburg schien auf Kurs. Die lauffreudigen St. Pöltner schlugen aus einer Standardsituation aber einigermaßen überraschend zurück. Der für den am Knöchel verletzten Peter Brandl eingewechselte Lukas Kragl holte einen Eckball heraus. Diesen verwertete der unbewachte Spanier Jano per Kopf zum Ausgleich - der wiederum nicht lange halten sollte. Den zweiten Gegentreffer schossen sich die St. Pöltner jedoch praktisch selbst. Nach einem Jano-Rückpass schoss Torhüter Kostner den attackierenden Klein an, Kampl stand goldrichtig.

Nach der Pause legte Salzburg entscheidend nach. Soriano scheiterte zunächst an Kostner, sechs Minuten später senkte sich sein von St. Pöltens Kapitän Tomasz Wisio leicht abgefälschter Schuss aber über den Schlussmann. Nach einem Fehler des vorjährigen Cup-Siegers Martin Grasegger legte Salzburgs Torjäger weiter nach.

Noel-Treffer zu wenig

St. Pöltens kurz nach Seitenwechsel eingewechselter Halbfinal-Held Noel sorgte per Kopf schließlich noch für Ergebniskorrektur. Mehr war für den Erste-Liga-Vertreter nicht mehr drinnen. Nach Schlusspfiff durften sich die in heimischen Gefilden heuer konkurrenzlosen Salzburger über eine mehr als gelungene Saison freuen. Adi Hütter tritt nun das durchaus schwere Erbe von Schmidt an.

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Seite 2: Die Meinungen zum Cup-Finale

Die Meinungen zum Cup-Finale

Roger Schmidt (Trainer Salzburg): "Es geht etwas Großartiges zu Ende. Wir haben eine super Saison gespielt, das war die Krönung. Dass es keine Selbstverständlichkeit war, hat man gesehen. St. Pölten war ein würdiger Gegner. Ich bin sehr stolz, dass wir das geschafft haben. Wir sind immer klarer Favorit, egal wo wir spielen. Aber wir haben das ausgeblendet. Wir werden jetzt würdig feiern, ich denke, die Mannschaft wird es richtig krachen lassen. Sie hat es sich auch verdient."

Florian Klein (Torschütze Salzburg): "Das ist ein perfekter Abschluss. Das ist für uns alles super, auch für mich persönlich. So klar war der Sieg nicht, es war schon schwierig. Der Gegner hat alles gegeben, aber wir haben das super gemeistert."

Kevin Kampl (Torschütze Salzburg): "Wenn man als Favorit ins Spiel geht, ist nicht so leicht. Im Pokal kann alles passieren. Die Saison war auch sehr lang, aber der Sieg war verdient, wir hatten die besseren Chancen. Bei einigen Toren hatten wir auch Mithilfe vom Gegner. Aber nun können wir einmal feiern."

Gerald Baumgartner (Trainer St. Pölten): "Eine Enttäuschung ist es nicht wirklich, wir waren knapp dran, die Jungs haben das gut gemacht. Wir haben uns wenigstens zwei Tore selbst geschossen, aber Salzburg ist eine brutal starke Mannschaft. Gratulation an Salzburg zum Double. Wir haben alles rein gehauen. Aber in einzelnen Positionen hat Salzburg extrem gute Qualität. Andere Mannschaften hätten gerne nur 2:4 gegen Salzburg verloren."

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