Admira dank später Tore Tabellenführer

ADEG-Liga

Admira dank später Tore Tabellenführer

Admira siegte dank eines späten Hanikel-Doppelpacks mit 2:0. Die Red Bull Juniors gegen Innsbruck zu einem 2:2 Unentschieden.

Admira - Gratkorn 2:0 (0:0)
Die Admira hat zumindest bis am Samstag, an dem Magna Wr. Neustadt auswärts auf die Austria Amateure trifft, die Tabellenführung in der Ersten Liga übernommen. Die Niederösterreicher feierten vor 1.000 Zuschauern in der Südstadt dank eines späten Doppelpacks von "Joker" Marcus Hanikel gegen den FC Gratkorn einen 2:0-(0:0)-Heimsieg. Damit gingen bei den Südstädtern zwei eindrucksvolle Serien weiter: die Truppe von Coach Walter Schachner ist schon zehn Spiele ungeschlagen und hat die vergangenen fünf Spiele allesamt gewonnen.

Lange Zeit sah es in Maria Enzersdorf nach einem Unentschieden aus, ehe Gratkorns Dominic Hassler die Gäste sechs Minuten nach seiner Einwechslung selbst schwächte. Nach einer Tätlichkeit gegen Almedin Hota wurde der Stürmer ausgeschlossen und leitete damit die Wende mit ein. Zum Matchwinner aufseiten der Hausherren avancierte mit Hanikel auch ein Wechselspieler. Der Angreifer drückte den Ball nach einer kuriosen Situation über die Linie (81.) und staubte nach einem herrlichen Friesenbichler-Stangenschuss ohne Probleme eine Minute später zum 2:0-Endstand ab (82.).

Der 25-jährige fünffache Saisontorschütze avancierte damit endgültig zum "Gratkorn-Schreck", auch beim 4:2-Auswärtssieg im August hatte er einen Doppelpack erzielt. Bei der damaligen Partie hatte Schachner sein Debüt auf der Admira-Trainerbank gegeben. Seither hat seine Truppe in zwölf Spielen 31 Punkte geholt (10 Siege/1 Remis/1 Niederlage) und führt daher in der "Schoko-Tabelle" klar vor Wr. Neustadt (24 Punkte/7/3/1 bei einem Spiel weniger) und St. Pölten (21/7/2/3).

Bei den Gratkornern, die zum zweiten Mal hintereinander verloren, hatte vor allem Joachim Parapatits (22./49.) zweimal die Chance auf die Führung ausgelassen.

Tore: Hanikel (80., 83.)
Rot: Hassler (68./Gratkorn)

Nächste Seite: Salzburg Am. - Innsbruck

Salzburg Am. - Innsbruck 2:2 (1:0)
Dass sich in der Salzburger EM-Arena am Freitagabend mit den Red Bull Juniors Salzburg und Wacker Innsbruck zwei aufgrund der vergangenen Runden völlig verunsicherte Mannschaften gegenüber standen, hat man in den neunzig Minuten nicht gemerkt. Die Salzburger, die in den letzten acht Runden nur einen Sieg feiern konnten, schauten lange wie die sicheren Sieger aus, doch im Finish konnte Innsbruck noch zum 2:2 (1:0) ausgleichen. Für Innsbruck, bis zum 31. Oktober noch stolzer Tabellenführer in der ADEG Erste Liga, gab es nur zwei Punkten in den vergangen sechs Runden und den Absturz ins Mittelmaß der Liga.

Die erste Chance hatte Wacker, doch Kaltenhauser im Salzburger Tor konnte den Kopfball von Perstaller halten. Die Salzburger kamen aber mit Fortdauer immer besser ins Spiel. Bereits nach sieben Minuten deutete Vujic mit einem Schuss die Gefährlichkeit der Hausherren an, Winkler klärte knapp vor der Linie. In der 26. Minute gingen die "Jung-Bullen" nach einem schweren Abwehrfehler der Tiroler in Führung: Schrott verfehlte zuerst per Kopf das Leder, um nach einem Schuss von Routinier Kitzbichler beim Rettungsversuch den Ball unglücklich über die Linie zu schieben.

Nach 57 Minuten hätten die Salzburger mit 2:0 in Führung gehen können. Doch Wacker-Schlussmann Grünwald wehrte den umstrittenen Elfmeter von Vujic ab, nachdem zuvor Schrammel Minoretti von den Beinen holte. In der 68. Minute fälschte Riegler einen Traoui-Freistoß aus 30 Metern unhaltbar für den Wacker-Goalie zum 2:0 ab. Nach einem Durchbruch hätte Unterrainer den Anschlusstreffer erzielen müssen, traf aber nur die Außenstange (74.). Hektik pur in der Schlussphase, als die Innsbrucker alles nach vorne warfen. Zuerst erzielte Gstrein aus kurzer Distanz den Anschlusstreffer (82.), drei Minuten später netzte Winkler nach einem Sara-Freistoß ein. Im Finish hatte Innsbruck durch Unterrrainer und Schrott sogar noch zwei Chancen zum Siegestor.

Tore: Schrott (26./ET), Riegler (68.) bzw. Gstrein (82.), Winkler (85.)

Nächste Seite: Austria Lustenau - Leoben

A. Lustenau - Leoben 2:1 (1:0)
Der SC Austria Lustenau hat dank eines verdienten 2:1-(1:0)-Heimerfolgs gegen den DSV Leoben in der 17. Runde erstmals in dieser Saison die Abstiegszone der ADEG-Erste Liga verlassen. De Oliveira (33.) und Daniel Sobkova (61.) erzielten die Treffer für die spielbestimmenden Vorarlberger, den Steirern gelang durch Gernot Suppan (59.) nur der kurzzeitige Ausgleich. Die Lustenauer Austria (20 Punkte) überholte dank dem sechsten Saissonerfolg, dem zweiten in Serie, nicht nur die nun elftplatzierten Donawitzer (18), sondern zogen auch an Aufsteiger Grödig (18) vorbei auf Rang neun.

Vor 3.200 Zuschauern im Reichshofstadion erwiesen sich die Hausherren in einer Partie zweier am Dienstag siegreicher Mannschaften als spielbestimmend. Nachdem der agile Sobkova zweimal angeklopft hatte, sorgte De Oliveira mit einem von Leoben-Verteidiger Friess abgefälschten Schuss für die fällige Lustenauer Führung. Leoben wachte erst nach der Pause auf, nachdem Rauter die Latte getroffen hatte, staubte Suppan zum 1:1 ab. Der Schock wärte bei der "Ländle"-Elf jedoch nicht lange: Sobkova traf mit einem platzierten Volley-Schuss nur zwei Minuten später zum umjubelten Siegestreffer.

Tore: Oliveira (33.), Sobkova (62.) bzw. Suppan (59.)

Nächste Seite: Grödig - FC Lustenau

Grödig - FC Lustenau 1:1 (0:0)
Das Kellerduell der 17. Runde der Fußball-ADEG-Erste-Liga zwischen SV Grödig und FC Lustenau ging am Freitagabend mit einem schwachen 1:1 (0:0) zu Ende. Durch das Remis in Salzburg bleiben die Lustenauer auswärts sieglos (drei Remis, sechs Niederlagen) und weiter Tabellenletzter. Grödig, das in neun Heimspielen bisher nur einmal verloren hat, bleibt auf Rang zehn und damit ebenfalls in der Abstiegszone.

Die 400 Fans in der Unterbergsarena sahen lange Zeit Abstiegskampf pur, viel Kampf und Kraft sowie die Angst vor dem Verlieren prägten auf Kosten von spielerischen Höhepunkten das Geschehen. Die erste große Chance fanden die Hausherren kurz nach der Pause vor, ein abgefälschter Kopfball von Thiago landete an der Stange (47.). Für die glückliche Führung der Gäste sorgte Regis, der nach Cengiz-Zuspiel wuchtig ins kurze Eck traf (78.). In der 90. Minute vermieden aber die Hausherren den Rückfall auf den zwölften und letzten Rang, nach Csandl-Foul an Viana verwertete der Gefoulte den Elfmeter souverän.
Tore: Viana (Elfer/ 90.); Regis (77.)
Gelb-Rot: Pürcher (86./Grödig)

Nächste Seite: St. Pölten - Vöcklabruck

St. Pölten - Vöcklabruck 1:1 (1:1)
Aufsteiger St. Pölten hat nach dem 0:2 bei FC Lustenau auch in der 17. Runde der Ersten Fußball-Bundesliga am Freitag enttäuscht. Zu Hause mussten sich die Niederösterreicher gegen den Abstiegskandidaten Vöcklabruck mit 1:1 (1:0) zufriedengeben und liegen damit drei Punkte hinter Tabellenführer Admira. Gewinnt am Samstag Wr. Neustadt, würde der Rückstand auf die Spitze auf vier Zähler anwachsen. Die Oberösterreicher sind in der Fremde zwar weiter sieglos, konnten aber das vierte Auswärts-Remis erspielen.

St.-Pölten-Stürmer Wojtanowicz brachte in der 24. Minute die Hausherren mit 1:0 in Führung, allerdings befand Schiri Braunschmidt den Treffer wegen Abseitsverdachts erst nach Rücksprache mit seinem Assistenten für regelkonform. Zuvor hatten freilich Steiner und Obermair zwei gute Möglichkeiten für die Gäste vergeben, die eine Partie mit wenig spielerischen Höhepunkten erst offen hielten, im Finish sogar optisch überlegen waren.

Lange Zeit schien es so, als könne Vöcklabruck die Schwächen St. Pöltens, das mit neu formierter Innenverteidigung antrat, aber nicht ausnützen. Erst in der 87. Minute erlöste Stanisavljevic die Oberösterreicher: Nach einem Schnitzer seiner Vorderleute ließ Goalie Vollnhofer den harmlosen Schuss passieren.

Tor: Wojtanowicz (24.); Stanisavljevic (88.)

Diese Website verwendet Cookies

Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer   Datenschutzerklärung .