Belgien blamiert sich in Aserbaidschan

EM-Quali

Belgien blamiert sich in Aserbaidschan

Die Türkei feiert einen glücklichen Last Minute-Sieg gegen Kasachstan.

Belgiens Hoffnungen auf die Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft 2012 haben einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Die "Roten Teufel" kamen am Freitag in Baku gegen Aserbaidschan nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Nach acht Spielen hält die Mannschaft von Georges Leekens in der Österreich-Gruppe A somit bei zwölf Zählern und fällt damit hinter die Türkei auf Rang 3 zurück.

Nach einer torlosen ersten Spielhälfte brachte Timmy Simons Belgien mit einem verwandelten Foulelfmeter (55.) in Führung. Vier Minuten vor dem Ende gelang dem in Strafraum sträflich vernachlässigten Rauf Aliyev per Kopf aber der Ausgleich für den Außenseiter.

Last Minute-Sieg der Türkei
Die Türkei, nächste Gegner der ÖFB-Auswahl am kommenden Dienstag (20.30 Uhr) im Wiener Happel-Stadion, siegte gegen Schlusslicht Kasachstan 2:1, der entscheidende Treffer fiel erst in der 97. Minute. Die Türkei hält in Gruppe A hinter dem souveränen Spitzenreiter Deutschland nun bei 13 Zählern aus sieben Partien. Belgien folgt bei einem Spiel mehr mit 12 Punkten.

Der Heimerfolg der Türken war ein schwer erarbeiteter. Arda Turan erzielte für die im Finish nur noch zu zehnt spielenden Gastgeber erst in der siebenten Minute der Nachspielzeit per Freistoß das umjubelte Siegestor. Die Mannschaft von Star-Coach Guus Hiddink hatte sich fünf Minuten zuvor durch eine Rote Karte gegen Selcuk Inan selbst dezimiert.

Hauptdarsteller in der Heimarena von Galatasaray war zuvor Burak Yilmaz gewesen. Der Offensivspieler vom Champions-League-Teilnehmer Trabzonspor sorgte in der 31. Minute zunächst für das 1:0. Nachdem Kasachstan durch Ulan Konisbajev (55.) überraschend ausgeglichen hatte, fand Yilmaz die neuerliche Chance auf die Führung vor. Per Foulelfmeter traf er aber nur die Stange (62.). Danach rannte sich die Türkei in der kasachischen Abwehr fest, ehe Sekunden vor dem Schlusspfiff Turan zuschlug.

Griechenland macht Schritt Richtung EM
Griechenland ist der Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine ein großes Stück näher gekommen. Die Hellenen gewannen am Freitagnachmittag in Tel Aviv mit 1:0 (0:0) gegen Israel und festigten die Spitzenposition in der Gruppe F. Sotiris Ninis erzielte in der 60. Minute das Goldtor für den nach sieben Spielen weiterhin ungeschlagenen Europameister von 2004. Israels Chancen auf eine EM-Teilnahme in Polen und der Ukraine sind dagegen nach der dritten Niederlage im achten Spiel stark gesunken.

Glückiche Italiener auf den Färöern
Italien hat mit dem Pflichtsieg auf den Färöern einen großen Schritt in Richtung EM-Endrunde 2012 gemacht. Die Italiener gewannen dank eines frühen Treffers gegen den Fußball-Zwerg 1:0. Antonio Cassano profitierte nach elf Minuten von einem herrlichen Zuspiel von Andrea Pirlo. Danach verpasste es das Team von Cesare Prandelli das Torkonto zu erhöhen. Die Azzurri hatten sogar Glück, trafen die Färinger doch zwei Mal Metall...

Weil sowohl Slowenien (1:2 gegen Estland) als auch Nordirland (0:1 gegen Serbien) verloren, hat Italien nun acht Zähler Vorsprung auf den ersten Verfolger Serbien. Bereits am Dienstag in Florenz gegen Slowenien kann der vierfache Weltmeister die Qualifikation in Gruppe C perfekt machen.

Frankreich baut Siegesserie aus
Auch Frankreich baute seinen Vorsprung an der Spitze der Gruppe D auf drei Punkte aus. Die seit nunmehr zwölf Partien ungeschlagene "Equipe tricolore" siegte in Albanien 2:1. Schon nach 18 Minuten führten die Franzosen dank Toren von Karim Benzema und Yann M'Vila 2:0. Der Anschlusstreffer fiel Sekunden nach der Pause. Danach scheiterten die mit Rapid-Stürmer Hamdi Salihi eingelaufenen Albaner einige Male am starken französischen Keeper Hugo Lloris.

Erster Verfolger der Franzosen ist nun Bosnien-Herzegowina, das in Weißrussland zu einem 2:0-Erfolg kam. Die Bosnier trafen Mitte der ersten Halbzeit innerhalb von zwei Minuten zweimal.

Rückschlag für Montenegro
Einen weiteren Rückschlag in der EM-Ausscheidung musste das bisherige Überraschungsteam Montenegro einstecken. Die Mannschaft von Trainer Zlatko Kranjcar unterlag bei den zuvor punktlosen Walisern 1:2. Davon profitieren konnte England, die "Three lions" siegten in Bulgarien sicher 3:0 und liegen in Gruppe G nun drei Zählern vor Montenegro. Die Tore in Sofia schossen Gary Cahill (13.) und zweimal Wayne Rooney (21., 45.) bereits vor der Pause.

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