Blanc nach WM französischer Teamchef

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Blanc nach WM französischer Teamchef

Die Uhr von Raymond Domenech läuft nach der WM in Südafrika endgültig ab.

Laurent Blanc wird nach der Fußball-Weltmeisterschaft die französische Nationalmannschaft übernehmen. Wie Frankreichs Verband (FFF) am Donnerstag bekanntgab, wurde mit seinem bisherigen Arbeitgeber Girondins Bordeaux eine diesbezügliche Übereinkunft erzielt. Zwischen Girondins und dem FFF war zuletzt eine Kontroverse über die Details der Vertragsauflösung von Blanc entbrannt.

Ablöse für Bordeaux
Laut der Sport-Tageszeitung "L'Equipe" bekommt Bordeaux, wo der Erfolgscoach noch bis Juni 2011 am Trainersessel gesessen wäre, nun eine Ablösezahlung von 1,5 Millionen Euro. Der 44-Jährige, der von seinem Assistenten Jean-Louis Gasset begleitet werden wird, soll aber erst nach der Weltmeisterschaft offiziell als Coach der "Bleus" vorgestellt werden. Blanc wird laut Medienberichten einen Zweijahresvertrag bis zur EURO 2012 erhalten und 100.000 Euro pro Monat verdienen.

Hochs und Tiefs auf Club-Ebene
Blanc galt seit Monaten als Favorit auf die Nachfolge des umstrittenen Raymond Domenech. Im vergangenen Sommer hatte der Ex-Teamverteidiger mit Bordeaux die Meisterschaft und den Ligacup gewonnen. Der Weltmeister von 1998 wurde daraufhin auch zum "Trainer des Jahres" 2009 gewählt.

In der am Samstag beendeten Ligue 1 schaffte Bordeaux allerdings nach einer katastrophalen Rückrunde nur Platz sechs, verpasste damit sogar die Teilnahme an der Europa League. Dabei hatte der Titelverteidiger mit neun Punkten Vorsprung die inoffizielle Herbstmeisterschaft geholt. Der Club klagte daraufhin, dass das Handeln der FFF die Meisterschaft "zweifellos negativ beeinflusst" hätte und verlangte eine finanzielle Entschädigung.

Weltmeister 1998
Auch als Profi war Blanc sehr erfolgreich. "Le President", wie Fans und Medien ihn nennen, gewann mit Frankreich nicht nur dem WM-Titel 1998 im eigenen Land sowie auch zwei Jahre später die EM 2000 in Belgien und den Niederlanden. Als Aktiver spielte er für Barcelona, Olympique Marseille, Inter Mailand oder Manchester United.

Beschwerde vom aktuellen Teamchef
Dem aktuellen Teamchef war das Timing des Verbandes jedenfalls ein Dorn im Auge. Schon am Dienstag, kurz vor Beginn des WM-Trainingslagers in Tignes, hatte Domenech geklagt: "Das kann die Spieler destabilisieren". Seinem Nachfolger gab er schon damals eine Warnung mit auf dem Weg. "Laurent hat bewiesen, dass er eine Mannschaft führen kann. Aber die Nationalelf, das ist eine ganz andere Sache."

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