Didi:

Krise im Nationalteam

Didi: "Habe die Ablöse erwartet"

Didi nur mehr Teamchef mit Ablaufdatum. Bis Mitte November soll ein Neuer her.


ABSTIMMEN: WER SOLL NEUER TEAMCHEF WERDEN?

Der Abgang von Dietmar Constantini als österreichischer Fußball-Teamchef ist am Mittwoch noch einmal aufgeschoben worden. Nach einem Gespräch des Tirolers mit ÖFB-Präsident Leo Windtner und einer anschließenden Sitzung des Verbands-Direktoriums wurde beschlossen, dass Constantini in den zwei ausständigen Partien in der EM-Qualifikation am 7. Oktober in Aserbaidschan und am 11. Oktober in Kasachstan noch im Amt bleiben darf. Sein mit Jahresende auslaufender Vertrag wird jedoch nicht verlängert.

Laut Windtner soll der Nachfolger bis spätestens Anfang November gefunden sein und am 15. November im Testspiel gegen die Ukraine sein Debüt geben. Sollte der neue Nationaltrainer früher feststehen, wäre auch ein Constantini-Abgang noch vor dem Aserbaidschan- und Kasachstan-Trip möglich. Allerdings: "Einen Nachfolger empfehle ich nicht", so der Noch-Teamchef.

"Kein Autoritätsverlust"
Vorerst deutet im Finish der EM-Qualifikation aber alles auf eine "Lame Duck" (US-Bezeichnung für Politiker, die noch kurz im Amt sind, aber nicht wiedergewählt werden) auf der ÖFB-Trainerbank hin. "Doch das bedeutet keinen Autoritätsverlust, weil ich der Meinung bin, dass Constantini - mit Ausnahme einiger Einzelfälle - die Spieler nach wie vor erreicht", sagte Windtner nach einem "konsensualen Gespräch" mit dem Teamchef und einem darauffolgenden einstimmigen Direktoriums-Beschluss, Constantini nicht längerfristig zu binden, ihn aber auch nicht sofort zu feuern. Das Direktorium bilden derzeit Windtner, Hans Rinner (Bundesliga-Präsident), Johann Gartner (Nö), Sepp Geisler (Tirol), Willi Prechtl (Oö) sowie Markus Kraetschmer, der diesmal allerdings nicht dabei war.

Verhältnis zum Team "intakt"
Als Grund für den Verbleib nannte Windtner unter anderem Constantinis angeblich gutes Verhältnis zur Mannschaft. "Es ist augenscheinlich, dass es keinen Bruch zwischen Trainer und Mannschaft gibt", behauptete der ÖFB-Boss. Deshalb habe es keine interimistische Lösung etwa mit ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner und U21-Teamchef Andreas Herzog gegeben. "Das wäre nur eine 'Loch auf, Loch zu'-Sache gewesen", vermutete Windtner.

Neues Teamchef-Profil
In den kommenden Tagen ist der 61-Jährige mit der Erstellung eines Teamchef-Anforderungsprofils beschäftigt, das "auf neue Beine" gestellt werden soll. Gesucht wird ein Nationaltrainer mit besseren Deutsch-Kenntnissen als Constantinis Vorgänger Karel Brückner, ansonsten gab sich Windtner relativ wortkarg.

Heimischer oder internationaler Trainer?
Eine österreichische Lösung sei möglich, allerdings könne auch ein namhafter Ausländer das Rennen machen. Der Verband sei auf jeden Fall bereit, für einen neuen Coach ziemlich tief in die Tasche zu greifen. "Wir werden auf Qualität schauen. Aber wir werden sicher nicht Millionen für einen prominenten Namen verballern", meinte der ÖFB-Präsident. Ein Aufstieg von Sportdirektor Ruttensteiner zum Teamchef ist laut Windtner "ausgeschlossen", Herzog hingegen befindet sich in einem "Pool" von Kandidaten.

Windtner will "keinen Schnellschuss"
Eine Entlassung von Constantini zum jetzigen Zeitpunkt kam für Windtner nicht infrage: "Es bringt nichts, mit einem Schnellschuss alles zu entfernen." Damit stehen dem künftigen ÖFB-Coach nach dem derzeitigen Stand der Dinge die Länderspiele am 15. November in der Ukraine, am 29. Februar 2012 daheim gegen Finnland und die Termine am 1. Juni, 5. Juni und Mitte August zur Vorbereitung auf die WM-Qualifikation (ab September 2012) zur Verfügung.

Bei der Konferenz mit den Liga-Trainern hatte sich Constantini als Zugeständnis bereiterklärt, die Teamkicker für das November-Match nicht zum frühest möglichen Termin zu holen - dadurch könnte sein Nachfolger um eine rund drei Tage längere Vorbereitung umfallen. Allerdings ist in dieser Sache das letzte Wort noch nicht gesprochen. "Es hängt sehr stark vom neuen Teamchef ab, ob sich bei diesem Thema noch etwas tut", meinte Windtner.

Constantini bleibt gelassen
Der scheidende Teamchef nahm seinen bevorstehenden Abschied ziemlich gelassen. "Ich habe die Zeit genossen", meinte der 56-Jährige, der nach eigenen Angaben auf die Bitte von Windtner nach Aserbaidschan und Kasachstan reist. Dass einigen Spielern die Motivation fehlen könnte, mit einem baldigen Ex-Teamchef zu unangenehmen weiten Auswärtsspielen zu reisen, in denen es nur noch um die Verteidigung des vierten Platzes in Gruppe A geht, glaubt Constantini nicht. "Ich gehe davon aus, dass alle Profis sind und gerne dabei sind, und dass sich vorher so gut wie keiner verletzt. Alles andere wäre amateurhaft."

Für Constantini kam die Nicht-Verlängerung des Vertrags nicht überraschend. "Fakt ist, dass wir zu viele Niederlagen haben. Das ist der Grund, weshalb der Wechsel vollzogen wird. Spielerisch hat die Mannschaft zuletzt entsprochen, aber leider keine Tore erzielt. Es waren einfach keine Erfolge da, also ist diese Entscheidung die richtige", erkannte der 56-Jährige.

"Jeder macht Fehler"
Inwieweit die Misserfolge mit ihm selbst zu tun haben könnten, wollte Constantini nicht beurteilen. "Jeder Trainer macht Fehler, jeder Trainer macht eine Aufstellung, wo er sich nachher denkt, vielleicht wäre es anders besser gegangen", vermutete der Coach und beschrieb sein Verhältnis zur Mannschaft als "sehr gut. Es ist ein Kader mit extrem unterschiedlichen Typen, die muss man erst einmal zusammenbringen".

Tags zuvor hatte sich Constantini noch dafür gerechtfertigt, gegen die Türkei nicht mehr riskiert zu haben, um die letzte Chance zu nützen. Auf die Einwechslung eines zusätzlichen Offensiven hatte er verzichtet, weil er die Ordnung im Mittelfeld nicht gefährden wollte. Mit Sesselkleberei hätte dies aber ebensowenig zu tun wie seine Entscheidung, nicht freiwillig zu gehen und damit auch nicht freiwillig auf Geld zu verzichten. "Doch hier geht es nicht um Finanzen, sondern darum, dass ich Verträge immer eingehalten habe und das auch jetzt mache", behauptete der Noch-Teamchef, dessen Bilanz nach zweieinhalb Jahren und 23 Partien bei 7 Siegen, 3 Remis und 13 Niederlagen (Torverhältnis 30:42) steht.

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15.17 Uhr: Und hier ÖFB-Präsident Windtner im Interview.

15.02 Uhr: Sehen Sie hier, was Didi Constantini zu seinem Abgang zu sagen hat.

14.58 Uhr: Beim ÖFB kehrt nach den hektischen Stunden langsam wieder Ruhe ein. Präsident Windtner macht sich auf den Heimweg nach Linz. Alle Hebel wurden in Bewegung gesetzt, jetzt muss das "Werkl" noch ordentlich zu laufen beginnen. Man darf gespannt sein, wie schnell die Teamchef-Findung tatsächlich vor sich gehen wird.

14.20 Uhr: Die möglichen Teamchef-Kandidaten - eine erste Analyse!

13.45 Uhr: Constantini hat genug von Wien. Der Tiroler hat seine Sachen gepackt und sich auf den Heimweg ins "heilige Land" gemacht.

13.25 Uhr: Bei den oe24-Usern kristallisiert sich ein erster Favorit auf den Teamchefposten heraus: Fast ein Viertel präferiert Ried-Coach Gludovatz als neuen Teamchef.

13.01 Uhr: Ein Blick auf die bisherige Bilanz von Constantini zeigt leider Schreckliches: In 23 Spielen stehen nur 7 Siege zu Buche, dafür setzte es gleich 13 Niederlagen, drei Mal wurde remisiert. Die ernüchternde Torbilanz: 30:42.

Diashow: Constantini bleibt bis Jahresende

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Constantini bleibt bis Jahresende
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12.43 Uhr: Es ist soweit. Constantini: "Ich habe das erwartet, wenn man sich nicht qualifiziert und mehr Niederlagen als Siege hat. Der Wechsel ist ok." Hätten Sie gerne weitergemacht? "Das kann man nicht planen. Der Erfolg war nicht da, also ist es die richtige Entscheidung und ich wünsche dem nächsten alles Gute. Ich ziehe mich auch gerne in die zweite Reihe zurück, wenn schneller ein Nachfolger gefunden wird. Ich setze mich sicher nicht zu zweit auf die Bank."

12.40 Uhr: In Kürze wird ÖSTERREICH-Reporter Christian Russegger das erste Interview mit Didi Constantini führen.

12.37 Uhr: Spekulationen sind jetzt natürlich Tür und Tor geöffnet. Wird Didi tatsächlich noch die beiden abschließenden Quali-Spiele gegen Aserbaidschan und Kasachstan coachen oder wird da schon ein neuer Teamchef dabei sein? Möglich scheint derzeit alles!

12.35 Uhr: Wir sind jetzt natürlich sehr auf die Reaktionen gespannt und werden Sie auch weiterhin hier am Laufenden halten.

12.32 Uhr: Damit ist die PK auch beendet. ÖFB-Pressechef Klinglmüller beendet offiziell den Termin.

12.32 Uhr: Constantini hat genug: "Ist es ok wenn ich jetzt gehe?" Der Teamchef steht auf und verlässt das Pult.

12.32 Uhr: Ist Herzog ein Kandidat? Windtner: "Herzog hat derzeit eine Aufgabe, die er gut ausfüllt." Vom aktuellen Team kann aber ausgeschlossen werden, dass es jemand wird - also Ruttensteiner, Zsak und Wohlfahrt.

12.30 Uhr: Wer wird das neue Teamchef-Profil erstellen? Windtner: "Sie können davon ausgehen, dass wir da keine Amateure einsetzen. Zum Beispiel sind Parits, Jancker usw. dabei."

12.29 Uhr: Constantini sitzt realtiv unbeteiligt neben seinem Präsidenten und malt auf einem Schreibblock.

12.28 Uhr: Rolle der Liga: Sie hat 2 von 6 Stimmen im Direktorium.

12.27 Uhr: Windtner zum neuen Teamchef: "Anforderungsprofil wird in diesen Tagen erstellt. In 10 Tagen sitzen wir wieder beisammen." Es wird Aufgabe des Präsidenten sein, seinen Vorschlag dann auch mit einer Mehrheit auszustatten.

12.25 Uhr: Windtner wehrt sich gegen "typisch österreichische Lösung" - "Für mich die optimale Lösung. Es gibt keine Bruchlinien zwischen Team und Teamchef, können ohne Interimslösung dieses Problem lösen."

12.24 Uhr: Was wenn es mit Ende September einen neuen Teamchef gibt? Übernimmt der dann schon die letzten beiden Spiele? Constantini lenkt ab: "Ich habe ja nicht gelitten, sondern genossen." Windtner: "Kann jetzt nicht auf solche Konjunktivfragen eingehen. Wir haben einen klaren Beschluss und den setzen wir jetzt um."

12.22 Uhr: Constantini: "Es geht mir nicht um die Finanzen. Ich halte einfach meine Verträge ein. Das habe ich immer so gemacht und ist auch jetzt so." Was, wenn die Türken den Elfer gestern verwandelt hätten? "Das weiß ich nicht."

12.22 Uhr: Windtner will sich auf den finanziellen Spielraum nicht festnageln lassen, weicht diesen Fragen immer wieder aus.

12.21 Uhr: Windtner: "Sind gerade dabei, das Anforderungsprofil für den neuen Teamchef auf die Beine zu stellen. Das alte muss aktualisiert werden."

12.19 Uhr: Windtner: "Wollen uns Latte terminlich nicht so hoch legen, dass wir bei der Suche ein Problem bekommen."

12.18 Uhr: Neuer Teamchef theoretisch schon bei den letzten beiden Spielen als Begleitung dabei? Windtner und Constantini: "Nein".

12.16 Uhr: Ist der ÖFB bereit für einen Top-Mann Millionen in die Hand zu nehmen? Windtner: "Wir werden in erster Linie auf Qualität schauen. Das ist wichtig. Das Thema Finanzen bewegt uns sicherlich. Aber klar ist, dass uns die beste Infrastruktur nichts hilft, wenn es keinen sportlichen Erfolg gibt. Millionen für einen großen Namen zu verballern ist nicht unser Stil."

12.15 Uhr: Constantini: "Können uns mit Deutschland derzeit nicht vergleichen. Dort muss sich sogar der Götze hinten anstellen. Als ich gekommen bin, habe ich das Team sehr schnell umgestellt. Da sind einige junge Spieler reingekommen. Es macht nicht jeder Spieler den gleichen Weg, so wie der Alaba, der von Spiel zu Spiel besser wird. Andere heben ab, werden schwächer und brechen weg. Das hat man in jeder Mannschaft und kann man nicht ausschließen. Aber wir haben einige Junge, die sicher ihren Weg machen werden."

12.13 Uhr: Windtner: "Kann den Zeithorizont derzeit nicht abmessen, in der wir einen neuen Teamchef finden werden." Constantini will keine Tipps für die Suche nach seinem Nachfolger geben.

12.13 Uhr: Werden Spieler in den letzten beiden Spielen noch voll dabei sein? Didi: "Ich gehe davon aus, das sind alles Profis."

12.11 Uhr: Es wird definitiv 3 Testspiele im Jahr 2012 vor dem Start der WM-Quali geben. Windtner ist für jede Lösung in Sachen der Teamcheffrage offen - Österreicher oder Ausländer.

12.09 Uhr: Welche Fehler haben Sie gemacht, Herr Constantini? "Jeder Trainer macht Fehler, natürlich! Es gibt so viele Möglichkeit Fehler zu machen, bei jedem einzelnen Spieler den man aufstellt. Aber es hat jeder Trainer Pläne. Ich habe immer nach meiner Art aufgestellt. Es ist ein Kader mit extrem unterschiedlichen Typen. Daraus muss man erst einmal ein Kollektiv machen. Das stellt man sich leichter vor, als es ist. Mit wenigen Ausnahmen war es aber unheimlich schön, mit diesen Spielern zu arbeiten."

12.07 Uhr: "Mannschaft hat in den letzten Spielen nicht entsprochen, wir haben zu wenig Tore gemacht. Habe aber auch bei den Türken Sachen gesehen, wo bei uns gleich Skandal geschrien worden wäre."

12.06 Uhr: Jetzt spricht Didi. "Fakt ist: Wir haben uns nicht qualifiziert und das ist ein Grund für einen Trainerwechsel. Ich nehme das an. Bin ich enttäuscht? Irgendwo war das natürlich zu erwarten, also hält sich die Enttäuschung in Grenzen."

12.05 Uhr: Windtner wurde vom Direktorium beauftragt, die Teamchefsuche voranzutreiben.

12.04 Uhr: "Wir brauchen daher keine Interimslösung, aber wir werden uns ab sofort auf Teamchefsuche begeben. Möchte mich bei Constantini bedanken, dass er diese beiden Matches noch bestreitet. Das Ziel ist es, dass wir bis zum November - Deadline 18. November zur Terminkonferenz für die WM-Quali - einen neuen Teamchef gefunden haben."

12.03 Uhr: Windtner: "Haben am 11. August beschlossen, dass Quali mit Constantini fertig gespielt wird. Dann wird darüber befunden und entschieden. Wir haben gestern letzte Chance nicht realisiert, damit hat sich die Situation verändert. Hatte heute ein sehr sehr gutes Gespräch mit Constantini. Von dem berichtete ich dann im Direktorium. Mit folgendem Ergebnis: Es ist absehbar, dass für eine Verlängerung des Vertrages zwischen ÖFB und Constantini keine Mehrheit erzielbar sein wird und daher der Vertrag mit 31.12.2011 auslaufen wird. Es wird aber gemäß einstimmigem Beschluss im Direktorium Constantini das Team im November noch betreuen. Hintergrund: Es ist mehr als augenscheinlich, dass es keinen Bruch zwischen Teamchef und Mannschaft gibt."

12.01 Uhr: Windnter eröffnet die PK: "Beginne mit positivem Aspekt - der betrifft die Fangemeinde. Haben in 5 Quali-Spielen 189.000 Zuschauer gehabt."

12 Uhr: Auch ÖFB-Präsident Leo Windtner sitzt schon am Pult.

12 Uhr: Der Teamchef wird von den Journalisten umringt.

11.59 Uhr: Es kommt Bewegung in den Saal, die Journalisten nehmen ihre Plätze ein. Und da ist auch schon Constantini.

11.57 Uhr: Die Spannung steigt - in wenigen Minuten geht es los. Unser Video-Livestream aus dem Hilton läuft übrigens schon - klicken Sie sich über den Link oberhalb rein!

11.41 Uhr: Kurios: Gestern Abend haben rund 100 türkische Fans nach der offiziellen PK nach dem Spiel lautstark den Abgang von Teamchef Guus Hiddink verlangt. Der Niederländer darf aus österreichischer Sicht diesem Wunsch gerne nachkommen und gleich in Wien bleiben.

11.39 Uhr: Einige Journalisten haben im PK-Saal des Hilton bereits Platz genommen. In 20 Minuten wird der Saal gerammelt voll sein.

11.35 Uhr: Die Teamspieler halten sich aus der ganzen Trainerdiskussion raus. Tatsächlich haben sie ja auch keinen Einfluss, wer der neue Coach werden soll. Statt dessen verweist man lieber schon auf die Quali für die WM 2014. Pauls Scharner: Ich bin sehr guter Dinge, weil Potenzial da ist und wir sehr gute junge Spieler haben, die sich auch was trauen."

11.30 Uhr: Noch eine halbe Stunde warten, dann haben wir Gewissheit. Um 12 Uhr startet die ÖFB-PK im Wiener Hilton am Stadtpark. Bei uns sind Sie dann im Ticker oder auch im LIVESTREAM dabei!

11.08 Uhr: Uns interessiert natürlich auch Ihre Meinung zur Krise im Nationalteam. Posten Sie Ihre Stellungnahme in unserem Forum!

10.50 Uhr: Ab 12 Uhr übertragen wir die ÖFB-PK zusätzlich zu unserem Liveticker auch im Livestream!

10.45 Uhr: Beim Courtyard Mariott bei der Wiener Messe, wo derzeit das ÖFB-Direktorium tagt, sickerte durch, dass Constantini gehen muss.

10.43 Uhr: Solange über die Zukunft von Constantini hinter verschlossenen Türen disktutiert wird, wenden wir uns lieber dem unumgänglichen Nachfolger zu? Neben den immer wieder genannten Daum, Foda und Gludovatz brachte sich zuletzt auch ÖSTERREICH-Kolumnist Toni Polster selbst ins Spiel. Einen Überraschungskandidaten hat die deutsche BILD an der Angel: Hoffenheims Ex-Coach Marco Pezzaiuoli (42) soll Interesse am ÖFB-Teamchef-Job haben. Der Deutsche würde immerhin perfekt ins derzeit so gehypte Bild der jungen, deutschen Erfolgstrainer wie Tuchel & Co passen. Mit der DFB-U17 holte Pezzaiuoli immerhin den EM-Titel.

Mitreden: Ihre Meinung zu Teamchef Constantini?

10.33 Uhr: Im Präsidium wird weiter heiß über Constantini diskutiert. Ebenso wie unter den Journalisten im Teamhotel.

10.15 Uhr: ÖFB-Präsident Windtner hat für die PK um 12 Uhr sein Kommen angekündigt. Das deutet nun schon sehr klar auf einen Abschuss von Didi Constantini hin.

10.13 Uhr: Wie ÖSTERREICH erfuhr findet die Direktoriums-Sitzung nicht im Hilton sondern im Mariott bei der Wiener Messe statt.

10.09 Uhr: Unvermittelt erschien vor wenigen Minuten wieder Constantini in der Hotel-Lobby und setzte sich in den Nichtraucherbereich des Cafes. Nach 5 Minuten ging Constantini wieder, hält sich aber nach wie vor im Hotel auf. Der Teamchef wirkt plan-, rat- und ruhelos.

10.06 Uhr: Einzig der Tiroler Verbandspräsident Sepp Geisler gilt als glühender Constantini-Fan. Auch kein Wunder, schließlich ist er sein Landsmann. Geisler ging sogar so weit zu Protokoll zu geben, dass er dafür sei, den Vertrag von Constantini zu verlängern...

10.03 Uhr: Der oberösterreichische Landespräsident Willi Prechtl gilt klarerweise als Gefolgsmann seines Landsmanns Windtner.

10.01 Uhr: Im Detail: Zwischen ÖFB-Boss Windtner und Teamchef Constantini entstanden schon kurz nach Didis Bestellung zum Teamchef erste Risse. Der Grund: Eine der ersten Aktionen Constantinis war die Absetzung von Roger Spry als Konditionstrainer der Nationalelf. Spry war aber eine "Erfindung" von Windtner und dessen Intimus Willi Ruttensteiner. Schon früh gab Windtner zu Protokoll, dass es "zwischen einem sturen Tiroler und einem Oberösterreicher mal krachen kann."

9.57 Uhr: Schauen wir uns einmal das ÖFB-Dirketorium, das über das Schicksal von Constantini entscheidet näher an. Wie teilt sich dieses sechsköpfige Gremium in pro und contra Didi auf?

Kurz gesagt: Nur der Tiroler Landespräsident ist uneingeschränkt für Constantini. Windtner, Liga-Präsident Rinner, Liga-Aufsichtsrat Kraetschmer und der OÖ-Landespräsident gelten als Constantini-kritisch, bzw. als Gegner des Tirolers. Der Landespräsident aus NÖ gilt als neutral.

9.51 Uhr: Die Implikationen der Verschiebung sind klar: Im ÖFB-Präsidium herrscht Uneinigkeit, wie man nun mit Constantini weiter verfährt. Bis Mittag stehen also noch heiße Diskussionen an.

9.48 Uhr: Die Pressekonferenz des ÖFB wurde soeben von 10.30 Uhr auf 12 Uhr verschoben!

9.44 Uhr: Im ÖSTERREICH-Interview legt auch Ex-Teamchef Josef Hickersberger ordentlich los. Hicke kritisiert Constantinis Aufstellungen und Sturheit, nicht über den eigenen Schatten zu springen. Das komplette Interview lesen Sie hier!

9.34 Uhr: Constantini hat seinen Kaffee fertig getrunken und begibt sich zurück aufs Zimmer um seine Sachen zu packen. Danach wird ausgecheckt und der schwere Weg zur vielleicht letzten Teamchef-PK ins Hilton angetreten. Constantini trägt Jeans, schwarzes Polo und dunkles Sakko.

9.25 Uhr: Während ÖSTERREICH schon seit früh morgens live vom Nationalteam berichtet, trifft erst jetzt das erste Kamerateam im Intercontinental ein. Die Herrschaften von Puls4 blitzen beim Teamchef aber ab. Den ÖFB-Präsidenten haben sie sowieso schon längst verpasst.

9.22 Uhr: Ähnlich aufgewühlt hatte zuvor auch der ÖFB-Präsident gewirkt. Windtner hatte das Intercontinental im dunkelblauen Sakko und hellblauen Hemd Richtung Hilton am Stadtpark verlassen. Windtner wirkte sehr unruhig, die nahende Entscheidung scheint schwer am Oberösterreicher zu nagen.

9.19 Uhr: Constantini trägt ein graues Sakko, trinkt im Hotel-Cafe einen kleinen Braunen. ÖSTERREICH-Reporter Christian Russegger stellt den Teamchef, fragt ihn: "Was ist bei dem Gespräch rausgekommen?" Constantini wirkt nachdenklich, antwortet nur kurz: "Kann ich nicht sagen, will ich nicht sagen. Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt. In einer Stunde ist Pressekonferenz."

9.17 Uhr: Jetzt lässt sich auch der Teamchef in der Hotel-Lobby blicken!

9.14 Uhr: Allem Anschein nach scheint Constantini auf stur zu schalten und NICHT von sich aus zurücktreten zu wollen. "Didi, siehst du Perspektiven?" hat Windtner seinen Teamchef gefragt, woraufhin der nur antwortete: "Ich habe einen gültigen Vertrag, den möchte ich erfüllen." Ein konstruktives Gespräch sieht wohl anders aus.

9.11 Uhr: In der nächsten Stunde wird das sechsköpfige ÖFB-Präsidium über die Zukunft von Didi Constantini entscheiden. Im Hilton am Stadtpark tritt dieses Gremium nun zusammen, bestehend aus: ÖFB-Präsident Windtner, Bundesliga-Präsident Rinner, Bundesliga-Aufsichtsrat Kraetschmer, sowie den ÖFB-Landespräsidenten aus Oberösterreicher, Niederösterreich und Tirol.

9.06 Uhr: Das Gespräch zwischen Windtner und Constantini dauerte eine knappe halbe Stunde!

9.04 Uhr: Das Frühstück ist beendet - soeben hat ÖSTERREICH-Reporter Christian Russegger ÖFB-Boss Windtner getroffen. Der Präsident gab sich sehr einsilbig. Tritt Constantini zurück? "Das werden Sie in einer Stunde erfahren!"

8.51 Uhr: Constantinis Vertragsauflösung wird jedenfalls zum Krimi, denn wie so oft geht es in Wirklichkeit nur um eines: Geld. Didi steht noch bis 31. Dezember im ÖFB-Sold, würde sich eine vorzeitige Kündigung wohl teuer abfinden lassen. Der ÖFB will aber sparen. Insider schätzen, dass Constantini mit einer Abfindung zwischen 50.000 und 70.000 Euro rechnen kann.

8.40 Uhr: Windntner hatte sich gleich nach dem Match mit den wichtigsten Direktoriumsmitgliedern über die Zukunft Constantinis abgesprochen. Sein ehrlicher Kommentar danach: "Ich weiß noch immer nicht, wie es weitergehen wird." Viel, wenn nciht alles, wird also vom heutigen Vieraugen-Gespräch zwischen ÖFB-Boss und -Teamchef abhängen.

8.34 Uhr: Windtner und Constantini waren heute Nacht noch bis ca. 1 Uhr im Stadion, der ÖFB-Boss verließ das "Happel" dann kurz vor dem (Noch-)Teamchef.

8.28 Uhr: ÖSTERREICH-Reporter Christian Russegger ist für Sie live vor Ort.

8.25 Uhr: Der Termin von Windntner und Constantini wurde vorverlegt. Die beiden treffen sich bereits um 8.30 Uhr im Hotel Intercontinental zum Frühstück.

8.20 Uhr: Bereits für 9 Uhr ist ein Arbeitsfrühstück von Constantini mit ÖFB-Boss Windtner angesetzt. Für 10.30 Uhr ist dann die übliche ÖFB-PK nach einem Ländermatch geplant. Vielleicht wird dort ja schon der Rauswurf/Rücktritt Constantinis vermeldet.

8 Uhr: Guten Morgen und herzlich willkommen. oe24 begleitet Sie heute durch den vielleicht letzten Tag von Didi Constantini als Teamchef der ÖFB-Elf.

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