Hitziges Linzer Derby bleibt ohne Sieger

Erste Liga

Hitziges Linzer Derby bleibt ohne Sieger

Vor über 10.000 Zuschauern trennten sich der LASK und Blau-Weiß mit 1:1.

Riesenstimmung im Linzer Stadion: Der LASK begann stark, schien Blau Weiß zu überrollen. Aber der Aufsteiger schlug zurück. Luiz Henrique und Nikolov flogen vom Feld.

Unverdorben sorgt mit Tor für Traumstart des LASK
Der LASK erwischte in diesem Derby einen Traumstart: 37 Sekunden sind gespielt, als sich der Brasilianer Luiz Henrique auf der rechten Seite durchsetzt und eine Flanke zur Mitte bringt. Dort steht Unverdorben goldrichtig, drückt den Ball zum 1:0 über die Linie. Um 18.31 Uhr, als viele Fans noch vor dem Stadion standen, bebte die Gugl zum ersten Mal.

Der LASK ging ersatzgeschwächt ins Match, doch die blutjunge Mannschaft bestimmte das Spiel. Von Blau Weiß war in der Anfangsphase so gut wie gar nichts zu sehen.

Ganz anders der LASK: Trainer Schachner hatte seine Elf hervorragend eingestellt. Nach 16 Minuten fast das 2:0. Da hat Blau-Weiß-Keeper Wimleitner bei Schüssen von Luiz Henrique und Barry Glück.

Die Blau-Weißen brauchten 22 Minuten, um erstmals halbwegs gefährlich zu werden: Freistoßtrick von Wawra, aber der Ball prallt von der Mauer ab.

Vier Minuten später wieder Aufregung im Strafraum von Blau Weiß: Kogler nimmt sich ein Herz, doch Wimleitner kann die Kugel wegfausten.

Hassler bringt Blau Weiß wieder zurück ins Spiel
Pech für Blau Weiß nach einer halben Stunde: Huspek muss verletzt vom Platz. Arapovic kommt.

Riesenwirbel in der 37. Minute: Luiz Henrique fliegt nach einer „Schwalbe“ raus – gelb-rote Karte. Mit einem Mann mehr gelingt Blau Weiß noch vor der Pause der Ausgleich. Hassler nützt eine Unaufmerksamkeit der LASK-Abwehr aus (44.).

Nach Henrique fliegt auch noch Nikolov vom Platz
Zündstoff pur auch nach dem Seitenwechsel: Referee Ouschan schloss den zweiten Spieler aus. Diesmal erwischte es Nikolov (52.).

Viel Hektik, viel Kampf und Krampf. Das Match wurde immer zerfahrener. Die Ordnung ging verloren. Keines der beiden Teams konnte sich einen echten Vorteil verschaffen. So war das 1:1 logisch und letztendlich auch gerecht. Ein hitziges Linzer Derby!

Christian Russegger

Altach schießt Austria Lustenau ab
Altach bleibt erster Verfolger von Spitzenreiter WAC/St. Andrä. Das Team von Adi Hütter feierte am Freitagabend im Schlager bei Cup-Finalist Austria Lustenau einen klaren 5:0-(2:0)-Triumph und damit den dritten Liga-Sieg en suite. Elfertore von Tomi (32., 36.) sowie Treffer von Patrick Seeger (59.), Philipp Hörmann (71.) und Mirnel Sadovic (92.) machten den Kantersieg perfekt. Die Gastgeber, die ihre erste Heimniederlage zu Kenntnis nehmen mussten, sind nun schon seit sieben Runden bzw. dem 3:2 am 29. Juli in Hartberg sieglos (vier Remis, drei Niederlagen) und in dieser Form alles andere denn ein Aufstiegskandidat.

Die Lustenauer, die am 19. Juli im ersten Saisonduell in Altach ein 1:1 erreicht hatten, waren vor 7.500 Zuschauern zunächst die bessere Mannschaft und hatten die große Chance auf die Führung, doch Honeck und Soares scheiterten an Schlussmann Kobras bzw. am vor der Linie rettenden Guem (beide 22.). Eine zu ungestüme Strafraum-Attacke von Innenverteidiger Kampel an Schick leitete die Niederlage der "Ländle"-Austria ein (31.). Den fälligen Elfer verwertete Tomi.

Nur zwei Minuten später entschied Schiedsrichter Michael Schmid erneut auf Penalty. Nach einem Zweikampf von Dürr gegen Seeger waren dem Lustenau-Kapitän wegen einer angeblichen "Schwalbe" seines Gegenspielers, der sich im Strafraum hatte fallen lassen, die Sicherungen durchgebrannt, da er den Altach-Stürmer kurz an die Gurgel ging. Der Referee wertete dies als Tätlichkeit im Sechzehner, schloss Dürr sofort mit Rot aus und zeigte auf den Punkt. Tomi verwandelte auch diesen Elfer, womit das Match entschieden war. Der 22-jährige Torjäger hält damit schon bei neun Liga-Treffern gegen Austria Lustenau.

Nach der Pause drängte der Tabellenvierte trotz Unterzahl aufs Anschlusstor, wurde dafür aber bestraft, denn nach einem blitzschnellen Konter, der von einem Sereinig-Pass auf Schöpf eingeleitet wurde, erhöhte Seeger auf 3:0. Nach einem Tomi-Stanglpass sorgte der eben erst eingewechselte Hörmann für das 4:0, den Endstand fixierte Neuzugang Sadovic aus einem Gestocher.

WAC kann wieder siegen
Spitzenreiter WAC/St. Andrä hat nach zuletzt zwei Remis wieder auf die Siegerstraße gefunden. Die Kärntner besiegten den FC Lustenau hochverdient 2:0 (2:0) und schickten die Gäste dadurch an das Tabellenende. Der WAC revanchierte sich damit für die 1:2-Heimniederlage gegen die Lustenauer am 3. März. Diesmal sorgte das Sturmduo Christian Falk (3.) und Mihret Topcagic (22.) früh für klare Verhältnisse, ein Ausschluss gegen Dennis Mimm (67.) besiegelte schließlich die achte Auswärtsniederlage der Vorarlberger in Folge.

Vienna verliert in Hartberg
Der TSV Hartberg befindet sich weiter im Aufwind und nicht mehr Tabellenschlusslicht. Die Steirer feierten am Freitagabend nach Treffern von Rexhe Bytyci (59.) und Fabian Harrer (71.) einen 2:0-Heimsieg über den Tabellenachten Vienna, der nur noch zwei Zähler Vorsprung auf Hartberg und den FC Lustenau hat, der aufgrund der schlechteren Tordifferenz nun Letzter ist.

St. Pölten siegt gegen AngstgegnerGrödig
St. Pölten hat den Bann gegen Grödig gebrochen, nach fünf Remis und drei Niederlagen landeten die Niederösterreicher gegen den "Angstgegner" mit einem 2:0 (1:0) den ersten Erfolg. Segovia per Kopf (13.) und Hofbauer (54.) erzielten auf dem Voithplatz die Treffer zum Heim-Erfolg. Damit zogen die nun seit fünf Partien ungeschlagenen St. Pöltener an den Salzburgern in der Tabelle vorbei auf Rang sechs.
 

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