(c) AP   Platini (l.) und Johansson

UEFA-Kampf

Johansson attackiert Platini

Duell um den UEFA-Chef-Posten wird immer härter: Noch-Präsident Johansson erwidert Kritik von Kandidat Platini.

Knapp zehn Tage vor der Kampfabstimmung um das Präsidentenamt der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hat sich der Ton zwischen den beiden Kandidaten weiter verschärft. Amtsinhaber Lennart Johansson kritisierte in einer am Montagabend verbreiteten Stellungnahme die "persönlichen Attacken" seines Herausforderers Michel Platini.

Alter Schwede
Der 77 Jahre alte Schwede zeigte sich "betrübt" über Platinis Kommentare zu seinem Alter und seinem Wohnort. "Das war eine hinterhältige Kritik und ich musste mich sehr zurückhalten, nicht darauf zu antworten", sagte Johansson. Die UEFA hat ihren Sitz in Nyon, Johansson seinen Wohnsitz in seinem Heimatland Schweden.

"Ich habe niemanden persönlich angegriffen und musste mir kürzlich auf die Zunge beißen, als ich gewisse Dinge gelesen habe", sagte Johansson vor der Wahl am 26. Jänner beim UEFA-Kongress in Düsseldorf. Der 51 Jahre alte Platini hatte zuletzt auf das Alter des seit 16 Jahren amtierenden Johansson hingewiesen und es als "nicht richtig" bezeichnet, dass dieser mit 77 Jahren wiedergewählt werden könne. Zudem hatte der Europameister von 1984 Johansson wiederholt mangelnde Präsenz im UEFA-Hauptquartier in Nyon vorgeworfen.

Auch Blatter für Johansson
Johansson zeigte sich zudem "etwas überrascht" von den Kommentaren des FIFA-Präsidenten Joseph Blatter, der sich in der vergangenen Woche für Platini ausgesprochen hatte. Der Präsident des Fußball-Weltverbandes habe ihn gedrängt, sich zur Wiederwahl zu stellen. "Damals hat er mir seine Unterstützung zugesagt und sich für Kontinuität an der Spitze der UEFA ausgesprochen", sagte Johansson.

Platini wirbt
Unterdessen setzte Platini seine Werbetour fort und traf zu einer seiner letzten Stationen am Montagabend in Rom ein. Der frühere Profi von Juventus Turin traf sich mit dem Präsidenten des italienischen Fußball-Verbandes Luca Pancalli. "Ich habe meine Philosophie, die eine europäische ist. Deshalb habe ich die Tour durch Europa gestartet. Ich werde mich mit Luca Pancalli unterhalten und dann wird Italien entscheiden, wen es wählen wird", sagte der Franzose.

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