Krawalle beim Rom-Derby
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Krawalle beim Rom-Derby

Polizei musste Tränengas einsetzen, insgesamt gab es 30 verletzte Beamte und 10 Festnahmen.

Der 1:0-Derbysieg der AS Roma gegen Lazio in der italienischen Fußball-Serie-A am Sonntag ist von schweren Ausschreitungen überschattet worden. 30 verletzte Beamte und 10 Festnahmen waren die Folge. Bereits eineinhalb Stunden vor Anpfiff des 168. Stadtduells hatten rund 200 Lazio-Anhänger auf dem Weg zum Olympiastadion Polizisten mit Schlagstöcken, Rohren und Ketten angegriffen, worauf die Beamten Tränengas einsetzten.

Auch während der Pause kam es im Stadion noch zu kleineren Ausschreitungen. Polizisten stürmten auf die Tribüne, um Lazio-Fans von Roma-Anhängern zu trennen. Auch dabei wurde eine Person in Gewahrsam genommen. Alle Festgenommenen wurden umgehend mit Stadionverboten belegt, die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Roma macht Schritt aus der Krise
Das Spiel an sich wurde dadurch fast in den Hintergrund gedrängt. Dabei konnte sich die krisengebeutelte AS Roma eindrucksvoll zurückmelden. Nach dem 1:1 in Bologna punktete man erstmals in dieser Saison zweimal in Folge. "Das war die Wende", kündigte Trainer Luciano Spalletti nun eine Aufholjagd seines Teams an. Als Tabellen-17. ist der Vize-Meister (elf Punkte) aber weiter nur einen Platz von einem Abstiegsrang entfernt und liegt damit weit klar hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Enttäuschung bei Lazio
Als Tabellenfünfter hat Lazio (22 Punkte) den Lokalrivalen in dieser Saison bisher klar in den Schatten gestellt. Entsprechend enttäuscht zeigte sich Delio Rossi über die Derby-Pleite. "Wir haben uns von der Nervosität packen lassen", klagte der Lazio-Coach, dessen Team vier klare Torchancen vergab und nach dem Platzverweis für den Argentinier Cristian Ledesma (66.) lange zu zehnt auskommen musste. Das "goldene Tor" für die AS erzielte der Brasilianer Julio Baptista in der 50. Minute. Die knappe Führung rettete die Roma ins Ziel, obwohl auch die Gastgeber nach dem Platzverweis für Simone Perrotta in der 87. Minute am Ende nur noch mit zehn Spielern auf dem Platz standen.

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