LASK feuert Trainer Helmut Kraft

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LASK feuert Trainer Helmut Kraft

Der kriselnde LASK hat nach den anhaltend schwachen Leistungen die Reißleine gezogen. Nach dem Absturz ans Tabellenende der Fußball-Bundesliga und dem Aus im ÖFB-Cup trennte sich der Club am Mittwoch einvernehmlich von Trainer Helmut Kraft. Der Entscheidung vorausgegangen war ein Gespräch des Tirolers mit Präsident Peter Michael Reichel. Für die Nachfolge von Kraft stehen die Linzer gemäß einer Aussendung mit vier Kandidaten in Kontakt.

Neuer Coach soll kommende Woche vorgestellt werden 
Der neue Coach soll "wenn alles nach Plan läuft" in der kommenden Woche vorgestellt werden. Glaubt man medialen Berichten, soll Georg Zellhofer der heißeste Kandidat sein. Auch Co-Trainer Michael Baur wurde immer wieder als möglicher Nachfolger von Kraft genannt. Wer das Schlusslicht am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Wacker Innsbruck interimistisch betreut, steht laut Auskunft des Clubs noch nicht fest. Für das Spiel gegen Wacker steht am Donnerstag eine Pressekonferenz (12.00 Uhr) auf dem Programm.

"Ich sehe mich nicht als Bauernopfer"
 Eine alte Fußballweisheit lautet, dass in Zeiten des sportlichen Tiefs der Trainer das schwächste Glied in der Kette ist. Für Kraft war dies jedoch nicht das ausschlaggebende Argument. "Ich sehe mich nicht als Bauernopfer. Wenn ich Vereinsverantwortlicher bin, dann kann man eine gewisse Zeit zuschauen. Aber dann muss man eine Entscheidung treffen und mit dem Wechsel eines Trainers vielleicht versuchen, einen Impuls zu setzen", meinte der Tiroler. Er sehe sich vom Präsidium keinesfalls im Stich gelassen.

Vertragsauflösung 
"Ich glaube, der Präsident hat alles unternommen, um mich zu halten. Leider haben die Ergebnisse und die Leistung seine positive Haltung nicht rechtfertigen lassen", erklärte der 52-Jährige, dessen bis Sommer 2011 laufender Vertrag aufgelöst wurde. Kraft hatte den LASK als Nachfolger des Deutschen Matthias Hamann am 5. Februar dieses Jahres übernommen.

 Aus im Cup-Achtelfinale
Nach Rang sieben in der Vorsaison war der LASK zuletzt ins sportliche Tief gerutscht. Acht Punkte in 14 Runden stehen zu Buche. Nach dem Absturz ans Tabellenende ließen die Athletiker zuletzt mit drei herben Liga-Niederlagen in Serie sowie dem Aus im Cup-Achtelfinale gegen die SV Ried am Dienstag (0:1) keine Besserung erkennen. Bereits in der Vorwoche hatte Kraft mit einer Aussage über einen "mausetoten" LASK für Aufsehen gesorgt.

Erster Bundesliga-Trainer 
"Es war schwierig, weil ich nie gemerkt habe, dass eine klare Steigerung da ist. Ich habe mir immer viel mehr erhofft", sagte Kraft, der als erster Bundesliga-Trainer der Saison seinen Hut nehmen musste, nun. Enttäuscht sei er nur dahingehend, "dass ich mit dem LASK nicht das erreicht habe, was ich mir vorgenommen habe".

Kritikpunkt 
Ratschläge für seinen Nachfolger habe er nicht parat. Wichtig sei, dass die Kicker den Ernst der Lage erkennen würden. "Es ist wichtig, dass die Spieler die Situation richtig erkennen und sich noch mehr reinhauen", meinte Kraft. Ein Kritikpunkt, dass in punkto Kaderplanung im Sommer vielleicht Fehler passiert seien, wollte er nicht leugnen. "Man hat im Nachhinein auch gesehen, dass der eine oder andere Spieler die Erwartungen nicht erfüllt hat."

 

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