Neuer TV-Deal bringt 75 Millionen

Donnerstag alles fix

Neuer TV-Deal bringt 75 Millionen

Die TV-Revolution: Am Donnerstag sollen die Vereine grünes Licht für den Fernsehvertrag geben. 75 Millionen Euro sind schon fix. Eine Sensation!

Am Dienstag um 14 Uhr tagte in der Liga-Zentrale in der Wiener Rotenberggasse das TV-Gremium. Der Gipfel dauerte über drei Stunden. Morgen wird das Konzept den Klubchefs vorgelegt. Die Mitglieder des Fernsehgremiums sind zu Verschwiegenheit verpflichtet. So viel kann LASK-Boss Peter-Michael Reichel (56) aber verraten: „Es fließt mehr Geld als je zuvor!“

Servus TV hat die Vereine schon so gut wie überzeugt
Dietrich Mateschitz (65) garantiert den Vereinen in den nächsten fünf Jahren 75 Millionen Euro, wenn Servus TV die Liga-Rechte bekommt. Das Angebot des Senders aus dem Bullen-Imperium gilt jedoch nur bis morgen. Mateschitz will eine Entscheidung!

Am Montag kam es auf dem Salzburger Hangar 7 zu einem Treffen mit den Klubs. Da präsentierten die beiden Geschäftsführer von Servus TV das Konzept: Erste Liga am Freitag, am Samstag drei Bundesliga-Spiele um 16 Uhr, eines um 18 Uhr und am Sonntag ein Match um 16 Uhr. Servus TV würde am Samstag live übertragen, der ORF am Sonntag. 72 Live-Spiele im Free-TV – so viele wie noch nie zuvor! Dazu gibt es eine große Bundesligashow am Samstag in Servus TV. Offen ist noch, ob und in welcher Form Sky künftig mitspielt. Auch das wird bei der Präsidentenkonferenz am Donnerstag geklärt.

Schweizer Rechte-Agentur bietet auch noch voll mit
Dort treten vier Anbieter auf: Servus TV, der ORF, Sky und die Kentaro-Group, eine Sportrechte-Agentur aus der Schweiz mit Sitzen auch in Hamburg, London, Stockholm und Göteborg. Kentaro möchte Internet- und Auslandsrechte, hat schon Gespräche mit den TV-Sendern geführt. Eine gänzlich neue Variante!

Hinter den Kulissen ist jedoch bereits alles so gut wie fix: Servus TV und der ORF sollen den Zuschlag der Vereine bekommen. Dann bricht ein neues Fernsehzeitalter in der Bundesliga an!

LASK-Boss und TV-Gremium-Mitglied Peter-Michael Reichel im Interview.

ÖSTERREICH: Ist der neue TV-Vertrag schon unter Dach und Fach, Herr Reichel?

Peter-Michael Reichel: Ich bin Mitglied des TV-Gremiums, darf dazu nichts sagen. Wir sind zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet.

ÖSTERREICH: Aber dafür plaudern andere Klubchefs – etwa über das Treffen auf dem Salzburger Hangar 7 mit den Servus TV-Bossen.

Reichel: Ja, die haben ihr Konzept präsentiert. Hochinteressant.

ÖSTERREICH: Haben Sie als Vereinspräsident und nicht als TV-Gremium-Mitglied ein Problem damit, wenn Bullen-Chef Mateschitz die Liga-Rechte bekommt?

Reichel: Nein. Er möchte den Sender entscheidend weiterentwickeln und macht bestimmt nicht den Fehler, das eigene Team zu bevorzugen.

ÖSTERREICH: Klingt, als wäre mit Mateschitz bereits alles fix?

Reichel: Noch einmal: Ich muss schweigen. Aber es ist sehr gut möglich, dass am Donnerstag die Klubs grünes Licht für den TV-Vertrag geben …

ÖSTERREICH: 15 Millionen Euro kassierten die Vereine bisher pro Saison – können Sie wenigstens verraten, ob diese Summe übertroffen wird?

Reichel: Ja, kann ich. So, wie’s ausschaut, fließt mehr Geld als je zuvor. Doch es geht nicht nur ums Geld. Es geht um die Reichweite. Wenn die nicht stimmt, habe ich nicht die entsprechende Werbung.

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