Peter Stöger neuer Austria-Trainer

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Peter Stöger neuer Austria-Trainer

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Der neue Trainer der Wiener Austria heißt Peter Stöger. Der langjährige Spieler der Violetten unterschrieb am Mittwoch einen Vertrag über zwei Jahre. Stöger startet mit der vom Verein festgelegten Vorgabe einer Platzierung unter den Top-Zwei in die Saison. Für seinen "Traum" legte sich der "sehr stolze" 46-Jährige ordentlich ins Zeug: Er führte in der vergangenen Woche selbst die Verhandlungen mit seinem bisherigen Arbeitgeber SC Wiener Neustadt, um die Weichen für die Rückkehr zur Austria zu stellen.

ABSTIMMEN: Ist Stöger der richtige Trainer für die Austria?

Für Stöger ist es sein zweites Engagement als Betreuer bei seinem Ex-Club, für den er 267 Spiele absolvierte und 64 Tore erzielte. Als Trainertandem gemeinsam mit Frenkie Schinkels war er bereits von Mai bis Dezember 2005 am Werk. Danach als Sportdirektor tätig, holte er mit den Favoritnern 2006 das Double, ehe er im Oktober 2006 entlassen wurde.

"Traum geht in Erfüllung"
Nun will der Ex-Internationale an die erfolgreichen Zeiten anschließen. "Für mich geht ein Traum in Erfüllung, dass ich nach einigen Jahren wieder diese Chance bekomme. Ich habe viel gelernt seit damals. Ich will den Verein wieder dort zurückbringen, wo ihn viele Menschen erwarten", sagte der in Violett gewandete Stöger bei seiner Antrittspressekonferenz.

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Europacup verpasst
Die Austria hatte in der abgelaufenen Saison als Vierter das Minimalziel Europacup-Startplatz verpasst. Die Amtszeit von Ivica Vastic war damit nach einem halben Jahr zu Ende. Mit Stöger soll nun der richtige Mann für das Liga-Comeback gefunden sein. "Er hat auch mit seiner Austria-Vergangenheit bei uns optimal ins Profil gepasst. Wir wollten einen österreichischen Trainer", sagte Sport-Vorstand Thomas Parits. Stöger zu überzeugen war offenbar nicht das Problem: "Er wollte unbedingt zur Austria kommen, das hat man in den Verhandlungen gesehen."

Stöger "kein Notnagel"
Die Austria hatte ob der missglückten Bestellung von Wunschkandidat Franco Foda - der Deutsche ging schließlich zum 1. FC Kaiserslautern - Kritik einstecken müssen. Als Notnagel bezeichnet werden kann Stöger trotzdem nicht. Laut Parits habe man schon vor der Absage von Foda bei Stöger angefragt. Dieser hatte bei Wiener Neustadt eine Ausstiegsklausel, sollte die Austria anklopfen. Die Verhandlungen mit den Niederösterreichern führte dann auch Stöger selbst. Als dahingehend alles klar war - über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart - erfolgte die Einigung mit den Favoritnern.

Austria bricht mit Vertragstradition
"Im Endeffekt hat er die Verhandlungen mit Wiener Neustadt geführt, wir haben uns erst Ende der Woche eingeschaltet und heute finalisiert", berichtete Parits. Bei der Vertragssituation von Stöger brach die Austria auch mit einer in den jüngsten Jahren liebgewonnenen Tradition. Der neue Coach erhielt laut Parits einen Kontrakt "ohne Wenn und Aber". Bei Vastic sowie auch dessen Vorgänger Karl Daxbacher war die Verlängerung eines Einjahres-Vertrags noch stets an eine erfolgreiche Teilnahme am Europacup geknüpft worden. "Wie haben gesehen, dass diese Konstellation auch Nachteile bringt", meinte Parits nun.

Europacup-Platz muss her
Gemessen werden wird Stöger dennoch an der Endplatzierung der kommenden Saison. Da ab der Saison 2013/14 zwei Startplätze in der Qualifikation zur Champions League vergeben werden, ist die Vorgabe des Vereins auch klar abgesteckt. Der ehemalige Offensivspieler ist sich seiner Aufgabe auch bewusst. "Ein Jahr, in dem die Austria international nicht dabei ist, darf sich nicht wiederholen. Die Zielsetzung ist klar nach oben orientiert", sagte der 65-fache Ex-Teamspieler, der seine Arbeit mit Trainingsstart am 11. Juni aufnimmt.

Schmid bleibt Co-Trainer
Bis dahin will sich Stöger ein detailliertes Bild über den Kader machen. Als Informant dient dabei Ex-Mitspieler Manfred Schmid, der weiter als Co-Trainer fungieren wird. "Es ist wichtig zu erfahren, was allgemein nicht funktioniert hat. An sich ist die Qualität des Kaders so angesiedelt, dass es über die Europacup-Teilnahme keine Diskussionen hätte geben müssen", erklärte Stöger.

Linz-Situation wird geklärt
Unruheherde wie die Situation um Roland Linz wolle er erst nach eine genauen Analyse der Lage beurteilen. Eins ist für Stöger dennoch klar: "Wenn ein Spieler der Mannschaft mehr schadet als hilft, kann er nicht Teil der Mannschaft sein. Das trifft auf alle gleich zu."

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