Rinner bleibt Liga-Präsident
Rinner bleibt Liga-Präsident

Trotz Sturm-Abschied

Rinner bleibt Liga-Präsident

Abschied mit Tränen in den Augen: "Mission ist erfüllt".

Hans Rinner hat am Mittwoch bei der offiziellen Bekanntgabe seines Abschieds als Präsident von Sturm Graz einen emotionalen Auftritt hingelegt. Dem Steirer versagte auf der Pressekonferenz im Trainingszentrum in Messendorf beinahe eine Minute lang die Stimme, ehe er mit Tränen in den Augen über die Gründe seines überraschenden Rückzugs sprach. "Ich sehe meine Mission als erfüllt an. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um zu gehen", sagte der Steirer, dem sein ehemaliger Vorstandskollege Gerald Stockenhuber nachfolgt.

Österreichischen Fußball-Bundesliga
Die Funktion als Präsident der österreichischen Fußball-Bundesliga will Rinner bis zum Auslaufen der Periode Ende 2013 ausüben, eine Kandidatur für eine weitere Amtszeit schloss er nicht aus. Beim ÖFB-Cupsieger hingegen wird der 47-Jährige nicht mehr in der Führungsetage zu sehen sein. "Ich bin nur noch einfaches Sturm-Mitglied", sagte Rinner, dessen Rücktritt beim Verein keine rechtlichen Auswirkungen auf seinen Job als Liga-Boss hat.

Das war keine kurzfristige Entscheidung
Rinners Mandat bei den Grazern wäre im Jänner 2011 beendet gewesen. Da der Steirer nach eigenen Angaben über diesen Zeitpunkt hinaus nicht mehr als Chef tätig sein wollte, entschloss er sich zu einem vorzeitigen Abgang, um eine geordnete Übergabe zu ermöglichen. "Das war keine kurzfristige Entscheidung. Die Überlegung dahinter war, dass der neue Vereinsvorstand ab Beginn der neuen Saison arbeiten kann."

Budget von neun Millionen Euro
Am 18. Jänner 2007 übernahm der Unternehmer offiziell die Geschicke des damals finanziell schwer gebeutelten Vereins und sorgte für eine schnelle Sanierung. "Heute ist Sturm schuldenfrei, wir haben sogar noch ein kleines Sparbuch. Für die kommende Saison gibt es ein Budget von neun Millionen Euro", berichtete der scheidende Clubchef.

Rinner bezeichnete als "Baumeister"
Rinner bezeichnete sich mit Hinweis auf die wirtschaftliche Gesundung von Sturm sowie auf die Fertigstellung des Trainingszentrums in Messendorf als "Baumeister". "Aber jetzt gehört ein Innenarchitekt für die Feinarbeiten her, und dazu fühle ich mich nicht berufen."

Entscheidung über Rücktritt
Die endgültige Entscheidung über seinen Rücktritt habe er am 16. Mai unmittelbar nach dem Cup-Sieg auf der Heimfahrt von Klagenfurt nach Graz getroffen. Der Vorstand wurde schon am vergangenen Donnerstag unterrichtet, Trainer Franco Foda (Rinner: "Er wollte mich zum Bleiben überreden") wusste seit Dienstag bescheid.

Für die Liga positiv
Bundesliga-Vorstand Georg Pangl führte mit dem Steirer am Mittwochvormittag ein erstes Telefonat nach dessen Abgang. "Zur Situation bei Sturm kann ich nichts sagen, für die Liga sehe ich es positiv, weil sich Rinner vielleicht noch besser auf die Arbeit in der Bundesliga konzentrieren kann", meinte der Burgenländer.

Viel diskutierte Doppelfunktion
Dass Rinners Abschied als Club-Funktionär für die Liga eine Erleichterung bedeuten könnte, weil damit die viel diskutierte Doppelfunktion wegfällt, wollte Pangl nicht bestätigen. "Diesen Umstand möchte ich nicht kommentieren", sagte der Vorstand.

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