Kapfenberg ist der neue Winterkönig

Erste Liga

SV Kapfenberg ist Winterkönig

Der SV Kapfenberg wurde am Dienstag zum Winterkönig der Red Zac Erste Liga. Austria Lustenau landete auf Platz 2.

Nach dem 4:1-(3:1)-Sieg bei Bad Aussee und der gleichzeitigen 0:6-Niederlage der Austria Amateure in Gratkorn geht Kapfenberg (41) mit fünf Punkten Vorsprung auf die hartnäckigsten Verfolger Austria Lustenau und Austria Amateure (jeweils 36) in die Winterpause.

Die routinierteren Kapfenberger kontrollierten stets das Spiel. Andreas Lienharts frühes Führungstor aus einem Kopfball (5.) glich zwar Perreira ebenfalls mit dem Kopf (12.) aus, jedoch war von den Ausseern danach nicht mehr viel zu sehen. Diego Rottensteiners Edelroller (21.) und erneut Lienhart (38.) sorgten vor dem Pausenpfiff für klare Verhältnisse.

In der zweiten Hälfte beschränkte sich Kapfenberg auf Konterfußball und ließ Aussee anrennen. Phillip Schnabl hatte mit einem Stangenschuss (50.) Pech. Nach Abstimmungsfehlern in der Ausseer Abwehr stellte Daniel Reiter (65.) den 1:4-Endstand her.

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Wie ausgewechselt hat sich der FC Gratkorn am Dienstag seinen Fans präsentiert und die Austria Amateure mit einer 6:0-Packung in die Winterpause geschickt. In drei Heimspielen zuvor hatten die Steirer gegen die Wiener nur einmal gewonnen, nun stellten sie durch Treffer von Hassler (3), Wemmer (2) und Strafner ihren höchsten Sieg in der Erste Liga ein (zuvor gegen Wörgl 2004/05).

Die Austria Amateure erlebten hingegen einen Schwarzen Tag, kein Spieler fand zur Normalform, der Rückstand auf Spitzenreiter Kapfenberg wuchs nach der höchsten Niederlage in der Red-Zac-Liga auf fünf Punkte an. Wemmer (6.) und Hassler (17.) hatten die auch nicht in Bestbesetzung angetretenen Steirer früh in Führung gebracht. Sie spielten auch nach einer 4:0-Pausenführung weiter auf Angriff und hätten sogar noch höher gewinnen können.

Nächste Seite: Leoben nach 0:1-Heimpleite gegen Schwadorf auf Abstiegsplatz

DSV Leoben hat auch das abschließenden Heimspiel vor der Winterpause verloren. Die Donawitzer unterlagen am Dienstag Trenkwalder SK Schwadorf in der 20. Runde der Red Zac Liga mit 0:1 (0:1). Die Steirer mussten ihre zweite Heimniederlage in Folge hinnehmen, wobei beide Niederlagen gegen direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt zu beklagen waren. Nach dem 0:2 gegen Bad Aussee waren die Steirer auch gegen die Niederösterreicher wenig überzeugend und wurden von den Schwadorfern, die nun Rang acht einnehmen, auf den ersten Abstiegsplatz verdrängt.

Die Niederösterreicher gingen gleich aus dem ersten Angriff in Führung. Stürmer Egharevba (15.) verwertete eine Lederer-Zuspiel aus elf Metern. Die behäbig wirkende Heim-Elf verzeichnete erst in der 30. Minute den ersten Torschuss. Auch danach waren wenige Offensivaktionen der Steirer zu sehen, ein Stangenschuss von Rauter aus kurzer Distanz in der Schlussminute der ersten Spielhälfte sorgte noch für Aufregung.

Nach Wiederanpfiff versuchten die Steirer ihr Möglichstes, der Ausgleich wollte aber trotz zweier guter Einschussmöglichkeiten nicht gelingen. Egharevba vergab noch eine hochkarätige Chance auf sein neunten Saisontor. Die Leobener bezogen die bereits fünfte Heimpleite der Saison.

Nächste Seite: Schwanenstadt beendete mit 2:1 gegen Lustenau Negativserie

Der SC Schwanenstadt ist nach sechs sieglosen Runden mit einem 2:1-(1:0)-Erfolgserlebnis gegen den FC Lustenau in die Winterpause gegangen. Während die um den Aufstieg kämpfenden Vorarlberger als Fünfte weiter Punkte auf Kapfenberg einbüßten, setzte sich der weiter siebentplatzierte Vizemeister der abgelaufenen Saison etwas von den Abstiegsrängen ab. Pamminger (24.) sorgte für die verdiente Führung der Hausherren, nach knapp einer Stunde erhöhte Bammer (59.) auf 2:0. Gartler (91.) gelang nur noch Resultatskosmetik.

Der Heimerfolg der Oberösterreicher war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Nachdem Pamminger den besten Lustenauer, Torhüter Marco Knaller, mit einem Freistoß überrascht hatte, vergaben Vishaj und Bammer sechs Minuten vor dem Seitenwechsel im Doppelpack die große Chance auf die Zwei-Tore-Pausenführung.

Doch auch nach dem Seitenwechsel blieb die von Manager Helmut Nussbaumer interimistisch betreuten Schwanenstädter spielbestimmend. Nach einem Schriebl-Freistoß sorgte Bammer mit seinem 11. Saisontor für die Vorentscheidung. Für die auch in der zweiten Spielhälfte schwach spielenden Lustenauer kam den Anschlusstreffer durch Gartler (91./12. Saisontor) zu spät.

Nächste Seite: Austria Lustenau musste gegen Parndorf am Ende zittern

Austria Lustenau hat am Dienstag in der Red Zac Erste Liga einen am Ende noch knappen 3:2-Erfolg über Parndorf gefeiert und geht als neuer Tabellen-Zweiter mit weiter fünf Punkten Rückstand auf Kapfenberg in die Winterpause. Thiago (16.), Friesenbichler (20./11. Saisontor) und Ribeiro (58.) hatten nach einer Stunde für scheinbar klare Fronten gesorgt, doch die Burgenländer machten es im Finish noch spannend.

Für Parndorf gab es im ersten Auswärtsmatch unter Trainer Heraf zunächst nichts zu holen. Das Tempo der gut kombinierenden Vorarlberger war den Burgenländern 60 Minuten lang zu hoch. Einzige Ausbeute bis zur Pause war ein Lattenschuss von Marcelo (42.), erst in den letzten 20 Minuten waren die Gäste ebenbürtig. Da spielte Lustenau nur noch auf Halten des Resultats und das rächte sich. Kurtisi brachte die Gäste mit einem Doppelschlag heran (78. und 82./Elfer), im Finish kam die Abwehr der Lustenauer gehörig ins Wanken.

Nächste Seite: Juniors überwintern nach 2:1 gegen Kärnten auf Rang sechs

Aufsteiger Red Bull Juniors überwintert nach einem 2:1-(1:0)-Heimsieg gegen den FC Kärnten auf dem sechsten Tabellenplatz, während das akut abstiegsbedrohte Schlusslicht hingegen nun schon zwölf Zähler hinter einem Nicht-Abstiegsrang hat. Keil (24.) brachte die Mozartstädter vor 300 Zuschauern im EM-Stadion Wals-Siezenheim in Führung, nach dem Ausgleich durch König (65.) sorgte Vasilj (66.) unmittelbar nach Wiederanpfiff für den Siegestreffer.

Gegen stark ersatzgeschwächte Kärntner, bei denen der gesperrte Spielertrainer Bjelica unmittelbar neben der Trainerbank auf der Tribüne stehend die Anweisungen gab, präsentierten sich die Jungbullen in den ersten 45 Minuten als stärkere Elf. Nachdem Ngwat-Mahop eine Flanke noch knapp verfehlt hatte (17.) sorgte Keil nach einem sehenswerten Solo des Mannes aus Kamerun für das 1:0 der Hausherren.

Nach Seitenwechsel drängten die Gäste auf den Ausgleich. Nachdem Miksits noch die Stange getroffen hatte, staubte König zum 1:1 ab. Die Kärntner konnten sich jedoch nicht einmal eine Minute über das Tor freuen. Unmittelbar nach dem Ankick führte eine schöne Kombination der Salzburger zum Siegestreffer durch den kurz zuvor eingewechselten Vasilj.

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