Salzburg blamiert sich gegen Kapfenberg

2:5-Klatsche

Salzburg blamiert sich gegen Kapfenberg

Tabellenführer Red Bull Salzburg blamiert sich im Heimspiel gegen Kapfenberg: Die Bullen verlieren 2:5.

Sensationelles Heimdebakel für Salzburg: Die Mozartstädter mussten sich am Samstag vor 9.700 Zuschauern dem Aufsteiger Kapfenberger SV mit 2:5 (1:3) geschlagen geben und würden damit am Sonntag die Tabellenführung verlieren, sollte Sturm Graz gegen Rapid gewinnen.

Kapfenberg mit toller Offensiv-Leistung
Kapfenberg machte die Räume rund um den Strafraum eng und wurde mit schnellen Gegenstößen immer wieder gefährlich, so etwa in der 10. Minute, als der wiedergenesene Ochs einen Erkinger-Schuss per Faustabwehr parierte. In der 18. Minute fiel ein Kopfball von Kozelsky nach einer Freistoßflanke von Liendl zu schwach aus, vier Minuten später verfehlte ein Weitschuss von Osoinik nur knapp das Ziel.

Die erste Salzburg-Chance ließ bis zur 24. Minute auf sich warten und wurde von Nelisse vergeben - seinen Kopfball wehrte KSV-Goalie Eisl an die Latte. Doch auch danach blieb beim Vizemeister alles im alten Trott, was in der 34. Minute auch erstmals bestraft wurde. Nach einem Eckball landete der Ball bei Taboga, der innerhalb des Strafraums abzog und via Latten-Unterkante traf. Sieben Minuten später erhöhte Osoinik nach schnellem Konter und Zuspiel von Kozelsky sogar auf 2:0 für die Kapfenberger, die vor vier Wochen in Wals-Siezenheim noch 3:7 untergegangen waren.

Nach Vorlage von Nelisse drückte Janko in der 43. Minute zwar den Ball aus kurzer Distanz zum Anschluss-Tor über die Linie, schon zwei Minuten später war aber der alte Abstand wieder hergestellt. Nelisse sprang der Ball nach einem Eckball an die Hand, den dafür verhängten Elfer verwertete Liendl sicher.

Nach der Pause brachte Coach Adriaanse mit Ngwat-Mahop, Vonlanthen und Tchoyi gleich drei neue Offensivkräfte, an der Charakteristik der Partie änderte sich aber nichts. Die Salzburger blieben harmlos und in der Defensive anfällig, wie auch ein unnötiges Elfer-Foul von Meyer an Osoinik bewies. Auch den zweiten Strafstoß schoss Liendl souverän ein (71.). Drei Minuten später folgte durch Zimmerman, der im Zuge eines Konters aus der eigenen Hälfte startete und Ochs umkurvte, der fünfte Kapfenberg-Treffer und damit die Entscheidung. In der 78. Minute durfte Janko vom Elferpunkt noch einmal sein Torkonto aufbessern, zuvor war Tchoyi von Fukal gelegt worden.

Red Bull Salzburg - Kapfenberger SV Endstand 2:5 (1:3).
EM-Stadion Wals-Siezenheim, 9.700, Drachta.
Torfolge: 0:1 (34.) Taboga, 0:2 (41.) Osoinik, 1:2 (43.) Janko, 1:3 (45.) Liendl (Elfer), 1:4 (71.) Liendl (Elfer), 1:5 (74.) Zimmerman, 2:5 (78.) Janko (Elfer)

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SV Ried bleibt gern gesehener Gast im Horr-Stadion
Die Wiener Austria feierte einen hart erkämpften, auf Grund der zweiten Spielhälfte aber verdienten 3:1 (1:1)-Heimerfolg gegen die Innviertler, die in bisher 24 Partien in der Austria-Heimstätte bei einem Sieg und vier Remis bereits 19 Mal verloren haben.

Blitzstart der Rieder
Die Gäste gingen mit ihrer ersten Offensivaktion in Führung. Nach Lexa-Kopfvorlage schlug Austrias Jung-Innenverteidiger Dragovic ein verhängnisvolles Luftloch, Nacho bedankte sich höflich und bezwang Safar zu seinem siebenten Saisontreffer (3.). Austria - mit dem 4-3-2-1-Erfolgssystem vom Wiener Derby - drängte auf den raschen Ausgleich, doch Standfest scheiterte alleine vor Gebauer (7.). Ein umstrittener Elfmeter brachte dann aber das 1:1, nach Krammer-Flanke soll Burgstaller laut Schiedsrichter-Assistent Moser den Ball mit der Hand abgefangen haben und Krassnitzer entschied daher auf Penalty.

Acimovic trat an und verwertete souverän ins linke Eck (13.), auch für den Slowenen war es das siebente Saisontor. Zudem war es der 17. verwandelte Austria-Elfer in der Liga in Folge. Trotz der raschen Antwort taten sich die Austrianer schwer das Spiel unter Kontrolle zu bringen, Ried erwies sich als die erwartet harte Nuss und versteckte sich auch nicht. Okotie (22.) und Suttner (40.), dessen Kunstschuss am Kreuzeck vorbeirauschte, vergaben die besten Austria-Chancen zur Pausenführung, bei den Riedern hatten Lexa (28.) und Drechsel (45./Freistoß) Möglichkeiten auf die neuerliche Führung.

In den zweiten 45 Minuten war die Austria stärker, doch die Gäste haderten weiter mit den Schiri-Entscheidungen, nach Attacke von Standfest an Nacho blieb der Elferpfiff aus (50.). Auch beim 2:1 fühlten sich die Rieder benachteiligt, denn beim Bazina-Ballgewinn gegen Berger hätte man ohne weiteres auch auf Foul entscheiden können. Doch so verlängerte Glasner eine Standfest-Flanke unglücklich zu Okotie, dieser tanzte Hackmair aus und schoss das 2:1 (63.).

Okotie hätte den Sieg wenig später fixieren können (72.), doch so musste Austria-Coach Karl Daxbacher bei immer stärker werdendem Schneefall bis zum 3:1 von Acimovic nach Okotie-Pass zittern (84.). In der Nachspielzeit traf Nacho die Stange (93.). Für die Truppe von Ried-Trainer Paul Gludovatz war es im sechsten Saisonduell (inklusive Cup) mit den Wiener Clubs Austria und Rapid erst die zweite Niederlage, die zweite gegen die Violetten.

FK Austria Wien - SV Josko Fenster Ried Endstand 3:1 (1:1).
Wien, Franz Horr Stadion, 5.331, SR Krassnitzer.
Torfolge: 0:1 ( 3.) Nacho, 1:1 (13.) Acimovic (Hand-Elfmeter), 2:1 (63.) Okotie, 3:1 (84.) Acimovic

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Altach punktegleich mit Mattersburg
Mit einer souveränen Leistung hat der SCR Altach das Keller-Derby gegen Mattersburg in der Fußball-Bundesliga 4:1 (3:0) gewonnen. Die Vorarlberger ließen den Burgenländern im eingeschneiten heimischen Schnabelholz-Stadion keine Chance. In der Tabelle sind die Altacher weiter Schlusslicht, haben aber mit ihrem vierten Saisonsieg punktemäßig auf die ohnmächtig in den Abgrund taumelnden Mattersburger aufgeschlossen.

Mattersburg von Beginn an chancenlos
Die Gastgeber spielten ambitioniertes Pressing und wurden bereits in der 7. Minute mit dem Führungstreffer belohnt. Der brasilianische Stürmer-Star Ailton setzte sich auf der linken Seite durch, seinen Stanglpass drückte Dursun Karatay ins Tor. Nur zehn Minuten später revanchierte sich Karatay und spielte Ailton mit einem schönen Pass frei. Der Brasilianer hatte keine Mühe, Mattersburg-Goalie Thomas Borenitsch zu bezwingen.

Der groß aufspielende Karatay sorgte noch vor der Pause mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung. Er nützte in der 31. Minute Orientierungsschwierigkeiten in der Mattersburger Abwehr und überhob Borenitsch per Kopf. Die Gäste, die nach der Niederlage gegen Altach bereits zwölf Runden in Folge sieglos sind, hatten in der ersten Halbzeit keine nennenswerte Torchance. Ein halbgefährlicher Schuss von Anton Pauschenwein (2.) war die einzige Ausbeute.

Mattersburg-Coach Franz Lederer stellte in der Pause um, brachte Carsten Jancker und Mattias Lindström und stellte von einer 3-3-3-1-Formation auf 3-5-2 um. Die taktischen Veränderungen machten sich jedoch nicht bezahlt, in der 58. Minute stellte Mario Konrad nach Ailton-Zuspiel auf 4:0. Nachdem Michael Mörz Konrad im Strafraum umgeräumt hatte, hatte der eingewechselte Kai Schoppitsch die Chance auf das 5:0 auf dem Fuß, vergab den Foulelfmeter (76.) jedoch kläglich.

Die Altacher hatten das Spiel auch nach dem Seitenwechsel stets unter Kontrolle. Immerhin gelang den Gästen in der 82. Minute der Ehrentreffer durch Jancker. Dieser hatte alleinstehend vor dem Tor einige Mühe, den Ball an Schlussmann Andreas Michl vorbei ins Tor zu bugsieren.

Cashpoint SCR Altach - SV Mattersburg Endstand 4:1 (3:0).
Stadion Schnabelholz, 3.200 (offiziell), SR Einwaller.
Torfolge: 1:0 ( 7.) Karatay, 2:0 (17.) Ailton, 3:0 (31.) Karatay, 4:0 (58.) Konrad, 4:1 (82.) Jancker

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Trostloser LASK im Schneetreiben
Die tiefe Fall des LASK hat sich auch in der 19. Runde der Fußball-Bundesliga ungebremst fortgesetzt. Am Samstag unterlagen die Linzer vor eigenem Publikum Austria Kärnten mit 0:2 (0:2). Die Bilanz der Oberösterreicher ist erschreckend: Acht Niederlagen en suite stehen zu Buche, seit sieben Spielen warten die Schwarz-Weißen zudem auf einen Treffer.

Schneetreiben auf der Linzer Gugl, schütter besetzte Ränge - 4.900 Zuschauer bedeuteten Saison-Minusrekord - und eine neuerliche Schlappe: Der LASK agierte auch im fünften Spiel unter Neo-Trainer Klaus Lindenberger jenseits des heimischen Bundesliga-Niveaus, zahlreiche Fans verweigerten schon in den ersten zwanzig Minuten den Einzug ins Oval. Der "Siebener"-Sektor, "Wohnzimmer" des harten Fan-Kerns, war schließlich etwa zur Hälfte gefüllt.

Auch die Gäste gaben keine berauschende Vorstellung, wurden von den spielerisch überforderten Linzern aber nie in Bedrängnis gebracht. Ohne die gesperrten Mayrleb, Pichler, Saurer, die verletzten Wendel, Panis und Weissenberger sowie "Sonderurlauber" Baur waren die Linzer kaum in der Lage, Akzente zu setzen. Im Tor bot man zudem Zaglmair für den von Rückenschmerzen geplagten Cavlina auf, den 20-Jährigen traf freilich keine Schuld an der Schlappe.

Mit dem Kopfballtreffer von Nuhiu nach einem Junuzovic-Freistoß (28.) und Adis Tor zum 2:0 (41.) sind die Höhepunkte der ersten Hälfte schnell aufgezählt. Der LASK bemühte sich zwar kämpferisch, agierte spielerisch aber recht hilflos. Bitter für die Linzer, dass ausgerechnet der im Sommer ausgemusterte Brasilianer Adi mit einem Treffer nach Stanglpass von Prawda die durchaus verdiente Niederlage besiegelte.

Lindenberger verjüngte trotz ohnehin dünner Personaldecke das Team zur Halbzeit weiter, brachte Freudenthaler für Salmutter und Höltschl für Prager, der in den vergangenen Partien noch einer der besten LASK-Akteure gewesen war. Auf dem schneebedeckten Linzer Rasen agierten die kampflustigen Gastgeber in der zweiten Hälfte dennoch etwas besser, Kärnten beschränkte sich auf das Verwalten des sicheren Vorsprungs.

Zwar waren Vastic und Co. schließlich einem Treffer näher als in den vergangenen sechs Partien, Tor wollte aber dennoch keines gelingen. Beste Chance blieb ein Mijatovic-Freistoß in der 54. Minute, den Schranz mit einer guten Parade entschärfte. Im Finish kam beim LASK noch der 17-jährige Ivos zu seinem Bundesliga-Debüt.

LASK Linz - Austria Kärnten Endstand 0:2 (0:2).
Stadion der Stadt Linz, 4.900, SR Brugger
Torfolge: 0:1 (28.) Nuhiu, 0:2 (41.) Adi

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