Skandal um Schiri hat ein Nachspiel
Skandal um Schiri hat ein Nachspiel

Die Liga reagiert

Skandal um Schiri hat ein Nachspiel

So eine Schiri-Besetzung wie bei Rapid - Austria (2:0) darf es nie wieder geben! Auch die Liga reagiert jetzt auf den Skandal beim Wiener Derby.

Alle fragen sich: Wie kann ein Ex-Rapidler beim Wiener Derby Schiri-Assistent sein – und warum muss das Schiedsrichter-Team überhaupt aus Wien kommen?

Liga-Chef Georg Pangl (44) spricht Klartext und gibt ganz offen zu: „Mehr Sensibilität wäre künftig nicht schlecht...“

Das nächste Derby pfeift ganz sicher kein Wiener
ÖSTERREICH erfuhr: Die skandalöse Besetzung hat ein Nachspiel! Und: Beim nächsten Match zwischen Rapid und Austria pfeift ganz sicher kein Wiener!

Noch immer reden alle über jene Szene, die das Traditionsderby entschied: Schiedsrichter-Assistent Alain Hoxha (36) zeigte ein Elferfoul an, nachdem der Rapidler Mario Konrad (27) vom Austrianer Jacek Bak (36) attackiert worden war. Referee Gerhard Grobelnik (34), so wie Hoxha Wiener, zeigte nach Rücksprache mit dem Assistenten prompt auf den Punkt!

Pangl: „Ich schweige, weil ich ein Gentleman bin...“
Nun kam heraus: Hoxha spielte von der U 14 bis zur U 18 bei Rapid – als Libero und im defensiven Mittelfeld. Schiefe Optik, Herr Hoxha? Der Controller in einer Bank schmettert die heftige Kritik zurück und sagt: „Für mich zählt nur: Foul oder nicht Foul? Und für mich hat Grün-Weiß gegen Violett gespielt, nicht Rapid – Austria...“

Liga-Chef Pangl meint: „Es ist kein Skandal, dass Hoxha vor langer Zeit bei Rapid gespielt hat. Jeder hat eine Vergangenheit. Doch zu der Entscheidung von ihm: Ich schweige lieber, weil ich ein Gentleman bin...“ Das sagt alles.

Die Aufregung versteht der Liga-Vorstand. Pangl: „Über diesen Elfmeter für Rapid wäre auf jeden Fall diskutiert worden – egal, ob der Schiri-Assistent jetzt aus Wien, Linz, Graz oder Salzburg kommt.“

Neue Vorwürfe gegen den Schiri-Assistenten Hoxha
Und damit nicht genug: Alain Hoxha soll auch noch herzlich gelacht haben, als der Austrianer Mamadou Diabang (31) den Ball aus kurzer Distanz nicht reinbrachte. Hoxha: „Blödsinn. Meine Mimik ist da falsch rüber gekommen.“ Auch ÖFB-Schiri-Manager Fritz Stuchlik (44) meint: „Alles böse Unterstellungen.“

Aber für Hoxha war‘s das letzte Wiener Derby!

"Das ist doch nur eine böse Unterstellung"

ÖSTERREICH: Herr Stuchlik, Sie sind Schiri-Manager des ÖFB, haben selbst 17 Wiener Derbys gepfiffen – war Alain Hoxha zum letzten Mal bei Rapid gegen Austria auf der Linie?
Fritz Stuchlik: Wie die Besetzung in Zukunft ausschaut, kann ich nicht sagen. Aber Hoxha hat kein Brandmal – das ist sicher!
ÖSTERREICH: Hoxha hat lange bei Rapid gespielt – viele meinen, dass es ein Skandal sei, wenn so ein Mann ausgerechnet beim Derby als Schiri-Assistent zum Einsatz komme...
Stuchlik: Das sind doch böse Unterstellungen. Er ist bei mir auch oft an der Linie gewesen und hat korrekt gehandelt. Kein Schiri macht gerne Fehler, weil er dann in der Öffentlichkeit als Volltrottel dasteht.
ÖSTERREICH: Warum überhaupt ein Wiener Schiedsrichter-Team bei Rapid gegen Austria?
Stuchlik: LASK gegen Ried wird auch oft von einem oberösterreichischen Schiri geleitet – und Sturm – Kapfenberg von einem Steirer.
ÖSTERREICH: Hätten Sie bei der Attacke von Bak gegen Konrad ebenfalls auf Elfer entschieden?
Stuchlik: Wenn mir das mein Assistent auch so angezeigt hätte – Ja!
ÖSTERREICH: Pfeift beim nächsten Derby wieder ein Wiener?
Stuchlik: Das ist offen – auch deshalb, weil es nur zwei Schiri-Teams aus Wien gibt.

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