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"Ein Idol"

USA im Beckham-Fieber

Verpflichtung von David Beckham führt in den USA zu totaler "Soccer"-Mania.

Fußball-Star David Beckham wechselt zwar erst im August von Real Madrid zu Los Angeles Galaxy in die amerikanische Major League Soccer (MLS), doch die Vorfreude auf den Superstar ist bereits riesig. Wenige Stunden nachdem bekannt wurde, dass "Becks" einen Fünf-Jahresvertrag über 250 Millionen Dollar unterzeichnet hat und somit zum Großverdiener im US-Sport wird, ist die "Beckham-Mania" ausgebrochen.

Einfluss auf US-Fußball
"Er ist eine Ikone des Sports und des Marketing. Selbst Leute, die nicht wissen, was für ein großartiger Fußballer er ist, kennen ihn. Sei es auf Grund seines Aussehens oder wegen seiner Frau", sagte Vereins-Präsident Alexi Lalas. "Beckham wird einen größeren Einfluss auf den Fußball in Amerika haben, als es je ein anderer Athlet auf den Sport in der ganzen Welt hatte", prognostizierte gar Timothy Leiweke, Präsident der Anschutz Entertainment Group, dem Eigentümer der Los Angeles Galaxy. Beckham sei der einzige Mensch, der eine Brücke zwischen dem Fußball in Amerika und der restlichen Welt bauen könne.

Wie Tiger Woods
Mit David Beckham hat die US-amerikanische Fußball-Liga endlich wieder einen Superstar, der als einziger europäischer Sportler mit "Helden" wie Tiger Woods, Wayne Gretzky oder Michael Jordan verglichen wird. Ähnlich prominent wie der 31-Jährige waren zuletzt Franz Beckenbauer und Pele, die Ende der Siebziger, Anfang der achtziger Jahre in Amerika gespielt hatten.

"Dass Beckham auf dem Höhepunkt seiner großartigen Karriere in unsere Liga wechselt, zeigt, dass Amerika mit der Major League Soccer vorneweg auf dem besten Weg ist, eine echte Fußball-Nation zu werden", sagte MLS-Commissioner Don Garber erfreut, und Vizepräsident Ivan Gazidis ergänzte: "Die Frage, was das amerikanische Spiel ist, stellt sich jetzt neu. Dieser Transfer schafft die Möglichkeit das amerikanische Publikum zu erreichen wie nie zuvor. Ich erwarte einen sprunghaften Anstieg der Fußball-Fans, auch deshalb, weil die TV-Gesellschaften in Amerika dabei sind, dem Fußball durch entschlossene Promotion zu einem Status zu verhelfen, den dieser Sport in den Staaten noch nie hatte."

Keine Gehaltsobergrenze mehr
Der Ligaverband hat erst kürzlich die Regeln geändert und die bisher festgesetzte Gehaltsobergrenze aufgehoben. So war es Beckham möglich, seinen lukrativen Vertrag zu unterschreiben, der ihm pro Woche eine Million Dollar (pro Jahr 50 Millionen Dollar) einbringt, exklusive diverser Werbeverträge. Im Vergleich dazu hat der britische "Flankengott" bei Real "nur" 7,7 Mio. Euro plus etwa 15 Mio. Euro aus Verträgen mit Pepsi, Motorola, Adidas und Gillette verdient. Mit dem neuen Gehalt wird Beckham ab August einen Sprung nach oben auf der Liste der weltweit bestverdienenden Sportlern machen. Diese Liste wird nach wie vor von Tiger Woods (98 Mio. Euro im vergangenen Jahr) angeführt.

Real verliert Geld
Auf Geld verzichten wird in Zukunft wohl Real Madrid müssen, das einen beträchtlichen Teil seiner Werbemillionen von 290 Mio. Euro im Jahr 2006 der Anziehungskraft des jetzt in Amerika gefeierten Briten zu verdanken hat, wie der Klub am Freitag bekannt gab. Allein der Verkauf von zwei Millionen Trikots mit der Rückennummer "23" brachte 140 Millionen. Dass Real Madrid zum reichsten Fußballverein der Welt aufstieg, war somit auch ein Verdienst Beckhams.

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