Bullen werden in CL-Gruppe Zweiter oder Dritter

Mutige Ansage

Bullen werden in CL-Gruppe Zweiter oder Dritter

Die ehemaligen Champions-League-Starter Marc Janko und Manuel Ortlechner trauen Salzburg das Überwintern in der Fußball-Königsklasse zu. Platz zwei oder drei sei in der Gruppe mit Liverpool, Napoli und Genk möglich, meinten die nunmehrigen TV-Experten anlässlich einer Medienrunde des Pay-TV-Senders Sky am Mittwoch. Der Startschuss fällt für Österreichs Meister am Dienstag daheim gegen Genk.

"Die Champions League ist auf Club-Ebene das Nonplusultra, da brauchen wir uns nichts vormachen. Zweiter oder Dritter ist für Salzburg drinnen. Ich glaube nicht, dass sie Letzter werden, dafür sind sie zu gut", meinte Janko über seinen Ex-Arbeitgeber. Von 2005 bis 2010 spielte der diesen Sommer aus dem aktiven Fußball zurückgetretene Angreifer für die Mozartstädter. In der Champions League trat er mit Twente Enschede (2010) und dem FC Basel (2016) an.

Die berühmten Klänge des Champions-League-Intros bleiben Janko im Gedächtnis. "Es ist eine tolle Erfahrung, als Österreicher diese Hymne zu hören. Meiner Frau sind damals auf der Tribüne die Tränen gekommen", erinnerte sich der nun 36-Jährige an denkwürdige Abende. Dem konnte Ortlechner nur beipflichten. "Die Hymne zu hören ist etwas Besonderes", sagte der Ex-Austrianer, der mit den Wienern 2013 die Qualifikation für die Gruppenphase schaffte.

Viel hängt von Auftaktspiel ab

Mit Genk baut sich im ersten Königsklassen-Auftritt der Salzburger Belgiens Meister als Auftaktgegner auf. "Es hängt viel vom Auftaktspiel ab, wie sie in der Gruppe reüssieren", mutmaßte Ortlechner. Platz eins werde es "eher nicht spielen", dahinter sei für die Mannschaft von Trainer Jesse Marsch aber alles möglich. "Salzburg ist die Mannschaft, der man es am ehesten zutraut, in einer starken und schwierigen Gruppe überraschen zu können", sagte Ortlechner.

Janko stufte die Salzburger als "europäische Topadresse" ein. Auf sich aufmerksam machen könnten Spieler wie Erling Haaland, Dominik Szoboszlai oder Maximilian Wöber. Über seinen "Nachfolger" Haaland meinte Janko: "Er wird nicht lange in Österreich spielen, wenn er so weitermacht." Acht Tore hat der 19-jährige Norweger in den bisher gespielten sechs Runden der Bundesliga-Saison geschossen.

Bullen dürfen nicht naiv sein

Nach Genk wartet für Salzburg am 2. Oktober der Antritt beim Titelverteidiger in Liverpool. Danach folgt das Heimspiel gegen Napoli (23.10.), Auswärtsauftritte in Süditalien (5.11.) sowie in Genk (27.11.) und zum Abschluss am 10. Dezember das Heimspiel gegen Liverpool. Janko schickte auch eine kleine Warnung voraus. Österreichs Ex-Teamkapitän erinnerte an das 3:5 im Test gegen Chelsea Ende Juli, als die Londoner die freien Räume, die sich durch Salzburgs Pressing boten, eiskalt ausnutzten. "Die Unbekümmertheit ist für Salzburg ein Vorteil, aber naiv darf man nicht agieren", meinte Janko. "Auf diesem Niveau wird das bestraft."

Sky zeigt vier der sechs Gruppenspiele der Salzburger live und exklusiv als Einzelspiel. Die Partien der "Roten Bullen" in Neapel (4. Spieltag) und zu Hause gegen Liverpool (6. Spieltag) werden in der Konferenz übertragen. Zu sehen sind sie in vollen Länge nur beim Streamingdienst DAZN. Sky-Österreich-Chef Uwe König gab an, die Salzburg-Spiele "dementsprechend groß zu besetzen". So setzt der Sender pro Partie auf 16 Kameras, über 80 Mitarbeiter sind in Salzburg vor Ort. Janko wird vom Spielfeld aus analysieren, Ortlechner als Co-Kommentator fungieren.

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