Das sagen Rapid & Salzburg zur Auslosung

Europa League

Das sagen Rapid & Salzburg zur Auslosung

Rapid Wien hat in der ersten K.o.-Runde der Fußball-Europa-League einen ganz Großen vergangener Tage erwischt. Grün-Weiß trifft im Sechzehntelfinale auf den italienischen Spitzenclub Inter Mailand. Das ergab die Auslosung am Montag in Nyon. Rapid tritt als Gruppenzweiter am 14. Februar 2014 zuerst zu Hause an. Das Rückspiel folgt eine Woche später im 80.000 Zuschauer fassenden San Siro in Mailand.

"Die Italiener sind natürlich klarer Favorit, wir können nur überraschen und sollten die Herausforderung mit Freude annehmen", meinte Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer in einer ersten Club-Aussendung. Inter ist als Gruppendritter der Champions League in die Europa League umgestiegen. Hinter Pool-Sieger Barcelona schied Inter punktegleich mit Tottenham Hotspur nur aufgrund des direkten Duells aus. Die Truppe von Trainer-Fuchs Luciano Spalletti (59) kam im Entscheidungsspiel zuhause gegen Eindhoven nicht über ein 1:1 hinaus.

"Uns steht eine schöne Aufgabe bevor, wir treffen auf einen ganz großen Verein, der auch aktuell eine hervorragende Mannschaft stellt", sagte Kühbauer über den Liga-Fünften der Vorsaison, der derzeit in der Serie A 14 Punkte hinter Leader Juventus Turin auf Rang drei liegt. Für Kapitän Stefan Schwab erfülle sich mit der Reise ins weltbekannte Stadion "ein Kindheitstraum". "Ein Kräftemessen mit Inter Mailand ist natürlich eine sehr große Sache, ein tolles Los für uns und unsere Fans." Der 28-jährige Italien-Fan trumpfte mit kulturellem Fußballwissen auf: "Das Stadion San Siro, heute nach Giuseppe Meazza benannt, ist eine richtige Fußballkathedrale."

Icardi ist der große Star

Die sportlich erfolgreichsten Tage von Inter liegen einige Zeit zurück. 2010 gewann der Club unter Trainer Jose Mourinho die Champions League, der letzte der insgesamt 18 nationalen Meistertitel liegt ebenfalls acht Jahre zurück. Von 2006 bis 2010 durften sich die "Nerrazurri" Serienmeister nennen.

Auch wenn es in der Heimat zuletzt an Juventus, Napoli und Roma kein Vorbeikommen gab - der heutige Inter-Kader ist prominent besetzt. Die bekanntesten Akteure sind Goalgetter und Kapitän Mauro Icardi sowie die kroatischen Vize-Weltmeister Ivan Perisic, Marcelo Brozovic und Sime Vrsaljko. Dazu kommen etwa der belgische Abräumer Radja Nainggolan, "Uru" Matias Vecino oder der niederländische Internationale Stefan de Vrij.

Zwischen Rapid und Inter gab es bereits zwei Kräftemessen. 1990 endete das Erstrunden-Duell des späteren Pokalsiegers im UEFA-Cup mit Grün-Weiß mit einem Aufstieg nach Verlängerung. Inter drehte den 2:1-Heimsieg von Rapid im Rückspiel noch um. Jürgen Klinsmann entschied das Spiel mit seinem Treffer zum 3:1-Endstand zugunsten der Mailänder. Kühbauer erinnerte sich am Montag eigenen Aussagen zufolge "noch gut" an die 28 Jahre zurückliegenden Partien: "Die seinerzeitige Rapid-Mannschaft hat dem auch damals großen Favoriten alles abverlangt." Die Chance zur Wiederholung findet im Februar 2019 statt.

Salzburg Favorit gegen Brügge

Österreichs Fußball-Serienmeister Red Bull Salzburg trifft im Europa-League-Sechzehntelfinale auf den belgischen Champion Club Brügge. Dies ergab die am Montag vorgenommene Auslosung am UEFA-Sitz in Nyon. Das erste Match findet am 14. Februar (21.00 Uhr) im 29.062 Zuschauer fassenden Stade Jan Breydel in Brügge statt, das Rückspiel am 21. Februar (18.55 Uhr) in Wals-Siezenheim.

Brügge blickt auf eine bereits 127-jährige Club-Geschichte zurück, in der die größten internationalen Erfolge unter der Wiener Trainerlegende Ernst Happel gefeiert wurden. So scheiterten die Blau-Schwarzen 1976 im UEFA-Cup-Finale und 1978 im Meistercup-Endspiel jeweils an Liverpool. Heuer spielte Brügge in der Champions League, wurde in der Gruppe A hinter Borussia Dortmund und Atletico Madrid Dritter und stieg somit in die Europa League um. Neben einem klaren 4:0-Sieg beim AS Monaco wurden noch Punkte in Dortmund (0:0) sowie zu Hause gegen Atletico (0:0) und Monaco (1:1) in der Königsklasse geholt.

"Das ist ein spannendes Los, mit einem Gegner, auf den ich mich freue. Der belgische Meister hat eine Mannschaft, die sehr gut organisiert ist und über viel Tempo verfügt. Das zeigen auch die Ergebnisse aus der Champions League", betonte Salzburg-Trainer Marco Rose. Sein Linksverteidiger Andreas Ulmer pflichtete ihm bei: "Brügge ist ein Club, der aus der Champions League kommt, und schon deshalb über hohe Qualität verfügt. Da brauchen wir in jedem Fall zwei sehr gute Tage für den Aufstieg."

Brügge-Trainer eine Nacht in Haft

Dass Salzburg als Gruppensieger das Entscheidungsmatch über den Aufstieg zu Hause austrägt, wertete der 33-jährige Kapitän als Vorteil. "Ich persönlich spiele lieber das erste Spiel auswärts und das Rückspiel dann vor den eigenen Fans. Das haben wir ja auch vorige Saison schon sehr ordentlich gemacht", erinnerte Ulmer an die Vorsaison, als nach dem Gruppensieg erst im Europa-League-Halbfinale Endstation gewesen war.

"Generell bringt der belgische Fußball viele tolle Spieler hervor, es wird also sicherlich eine spannende, schwierige Aufgabe für uns", meinte Sportdirektor Christoph Freund zur Ausgangslage. Gleichzeitig wies der 41-jährige Salzburger auf das "fanatische Publikum" und die "vielen Fans" von Brügge hin.

Abseits des Spielfeldes sorgte der 15-fache belgische Meister, der aktuell nach 19 Runden in der Pro League sieben Zähler hinter Genk Zweiter ist, zuletzt aber auch für Negativ-Schlagzeilen. Im Zuge des belgischen Korruptionsskandals musste sogar Brügge-Trainer Ivan Leko eine Nacht in Untersuchungshaft verbringen. Der 40-jährige Kroate war bei einer Großrazzia am 10. Oktober festgenommen worden. Anklage wurde aber dann nur gegen Lekos Ex-Manager erhoben. Auch gegen Brügge liefen Ermittlungen, die wegen des Verdachts von manipulierten Spielen in der Pro League eingeleitet worden waren.

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