Fan-Chaos: Slovan-Anhang kündigt Krawalle an

Polizeischutz für Rapidler

Fan-Chaos: Slovan-Anhang kündigt Krawalle an

Auf Rapid wartet morgen in Bratislava ein ganz heißer Tanz - nicht nur auf dem Rasen, sondern auch auf den Rängen. Die Rivalität der beiden Fan-Lager ist groß, die Lage droht zu eskalieren. Grund: Die gewaltbereiten Slovan-Fans pf legen eine enge Verbindung mit dem rechten Teil der Austria-Szene ("Unsterblich Wien") - dem Erzfeind der Rapidler. Schon vor elf Jahren traf Rapid auf Bratislava, wüste Ausschreitungen in Wien waren die Folge. Brati-slava-Hooli-gans zündeten Teile der Tribüne an, die Feuerwehr musste ausrücken.

Schon 2007 gab es heftige Ausschreitungen

Kein Wunder also, dass die slowakische Polizei heuer auf Nummer sicher gehen will. Wie die Behörden mitteilten, werden am Spieltag "Ansammlungen von Rapid-Fans im Stadtzentrum nicht geduldet und infolgedessen aufgelöst." Zudem können Rapid-Fans keine Tickets für den neutralen Sektor im Slovan-Stadion erwerben.

"Offenbar sind Angriffe gegen unsere Fans geplant"

Die Grün-Weißen wollen freilich einen Fan-Krieg vermeiden. "Wir wissen von Ankündigungen, dass einige Slovan-Fans offenbar Angriffe gegen unsere Anhänger planen", so Geschäftsführer Peschek. "Aber wir gehen davon aus, dass die slowakischen Behörden ein friedliches Spiel gewährleisten." Selbst überlasst man nichts dem Zufall: Mit 20 Bussen fahren die Wiener Anhänger morgen Nachmittag per Bus-Konvoi geschlossen Richtung Bratislava. Von der Grenze werden sie von der Polizei zum Stadion eskortiert. Insgesamt machen sich 700 Fans auf die Reise.

Von diversen Schlagzeilen im Vorfeld der Partie lassen sich die Rapidler nicht aus der Ruhe bringen. "Das hat uns Spieler nicht zu tangieren. Man muss alles ausblenden. Wir sind zuständig dafür, am Platz Leistung zu bringen, was abseits passiert, liegt nicht in unserer Macht", erläuterte Abwehrspieler Mario Sonnleitner. Auch sein Coach Goran Djuricin wollte sich nicht mit Nebengeräuschen beschäftigen: "Meine Aufgabe ist es, sich auf das Sportliche zu fokussieren." Der Rest sei Sache anderer.

"Wir haben tolle Leute, die begabt sind in solchen Dingen", verwies der Wiener auf Club-Service-Leiter Andy Marek und Co. Mehr als 1.100 Fans reisen aus Wien an, mit 20 Bussen im Konvoi, der ab der Grenze von der Polizei zum Stadion und von dort wieder zurück eskortiert wird.

Gespielt wird im Stadion Pasienky, in dem Slovan diese Saison noch ohne Makel ist. In insgesamt sieben Saison-Pflichtspielen gab es nur beim 1:2 gegen Balzan in der 2. EL-Quali-Runde auf Malta keinen vollen Erfolg. Die mit zahlreichen Legionären gespickte Truppe von Trainer Martin Sevela scheint gut in Form zu sein. "Der Gegner ist ähnlich gestrickt wie wir, eher eine spielerische Mannschaft. Es wird nicht leicht, wir brauchen sicher zwei gute Halbzeiten, um dort zu bestehen", sagte Djuricin.

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