Neues Stadion wird zu Festung

10:0-Tore in drei Spielen

Neues Stadion wird zu Festung

Rapid nahm Schodsina-Hürde in Europa League-Quali souverän.

Das neue Rapid-Stadion scheint zur neuen Festung von Fußball-Rekordmeister Rapid zu werden. Auf das Test-2:0 gegen Chelsea und das Liga-5:0 gegen Altach folgte am Donnerstag beim Drittrunden-Qualifikations-Rückspiel zur Europa League ein 3:0 gegen Weißrusslands Cupsieger Torpedo Schodsina. Die erste von zwei Hürden auf dem Weg in die Gruppenphase wurde damit doch noch souverän genommen.

"Noch nichts erreicht"
"Es ist großartig, dass wir 3:0 gewonnen haben. Wir haben aber noch nichts erreicht, denn unser großes Ziel ist die Gruppenphase", sagte Mittelfeldspieler Ivan Mocinic. Einen Selbstläufer werde es auf dem Weg dorthin nicht geben. "Wir haben noch zwei harte Spiele vor uns", wusste der Kroate nach seinem Startelfdebüt.

Gäste nur zu Beginn mutig
Die Rapidler mussten vor 18.600 Zuschauern nur in den ersten 20 Minuten, in denen die Gäste überraschend mutig auftraten, etwas zittern, dann lief das Spiel wie auf einer schiefen Ebene. "Wir hatten zu Beginn ein paar Probleme, den Rhythmus zu finden. Nach 20 Minuten haben wir aber die Kontrolle übers Spiel bekommen und haben absolut dominiert", resümierte Rapid-Coach Mike Büskens.

Mocinic gewöhnt sich ein
Das war bei der Europacup-Premiere in der neuen Arena natürlich nach seinem Geschmack. "Viele Jungs haben einen sehr guten Job gemacht", so Rapids Neo-Coach. Dazu zählte auch Mocinic, der mit Stefan Schwab im Zentrum agierte. "Er hat ein paar Minuten gebraucht, um sich einzugewöhnen, und es dann sehr gut gemacht. Er hatte Passsicherheit, hat auch sehr gut gegen den Ball gearbeitet. Wir werden noch viel Freude mit ihm haben", sagte Büskens.

Außenverteidiger treffen
Im Gegensatz zum torlosen 0:0 im Torpedo-Stadion gelang den Wienern diesmal mit den Fans im Rücken schon vor der Pause die Vorentscheidung. Dass mit Mario Pavelic (26.) und Thomas Schrammel (36.) ausgerechnet die beiden Außenverteidiger als Torschützen in Erscheinung traten, freute Büskens. "Sie machen einen hervorragenden Job, sind defensiv sehr konzentriert, haben eine wahnsinnig hohe Laufbereitschaft und geben immer wieder Impulse für unser Offensivspiel", lobte der Deutsche.

Schaub setzt Schlusspunkt
Nach dem Seitenwechsel hätten die Gastgeber einen Kantersieg einfahren können, mussten aufgrund mangelnder Chancenauswertung aber bis zur 92. Minute auf das 3:0 von Louis Schaub warten. Der 21-Jährige besserte seine Europacup-Bilanz auf 12 Tore in 22 Spielen auf.

Chancenverwertung mangelhaft
"Wir haben es verpasst, ihre Moral komplett zu brechen, sind in einigen Aktionen fahrlässig mit unseren Möglichkeiten umgegangen", war sich Büskens bewusst. Er hätte sich ein früheres 3:0 auch im Hinblick auf den bevorstehenden Ligaschlager gegen die Austria am Sonntag gewünscht. "Dann hätten wir noch ein paar Körner sparen und früher wechseln können", so Büskens.

Austria müde?
Durch die "Überstunden" der Austria in Trnava ist Rapid aber auch so von der körperlichen Belastung her leicht im Vorteil. "Sie haben aber natürlich auch dieses Erfolgserlebnis", wollte Büskens das nicht überbewerten. Auch Schaub sah das so: "Sie sind auch Profis, haben eine gute Kondition, das sollte kein Problem sein."

Sonntag: Wiener Derby
Das Wiener Derby ist das erste große nationale Highlight in der laufenden Saison. Die Rapidler treten im Happel-Stadion und damit an jenem Ort an, der in den vergangenen beiden Jahren noch ihre Heimstätte war. "Es war unser Heimstadion, jetzt wollen wir dort auch als Auswärtsmannschaft treffen", gab Schaub die Marschroute vor. Ein Auswärtstor ist den Wienern allerdings diese Saison bisher nur bei der Cup-Pflichtaufgabe gegen Karabakh Wien gelungen, in Schodsina und auch zuletzt Altach (0:1) nicht.
 

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