WAC beeindruckt mit 1:1 gegen AS Roma

Wolfsberger jagten Star-Ensemble

WAC beeindruckt mit 1:1 gegen AS Roma

Graz. Der WAC sorgt in der Fußball-Europa-League weiter für Furore. Nach dem 4:0-Auftaktsieg bei Borussia Mönchengladbach blieben die Kärntner auch am Donnerstag im zweiten Gruppe-J-Spiel gegen die AS Roma unbesiegt, erkämpften in der Grazer Merkur Arena nach einem 0:1-Rückstand ein 1:1-Remis. Die beiden Teams liegen damit mit je vier Punkten nach wie vor gleichauf an der Spitze der Tabelle.

Dahinter folgen Istanbul Basaksehir und der Stefan-Lainer-Club Gladbach mit je einem Punkt nach einem 1:1 im direkten Duell in der Türkei. Der Tabellenvierte der Serie A ging durch Leonardo Spinazzola (27.) glücklich, aber nicht unverdient in Führung. Michael Liendl (51.) sicherte den Hausherren mit einem herrlichen Weitschuss ins Kreuzeck aber noch den Punktgewinn. Der mittlerweile neun Pflichtspiele unbesiegte WAC überstand damit auch sein zweites Europacup-Gruppenspiel in der Club-Geschichte ohne Niederlage. Als nächste Hürde wartet am 24. Oktober (18.55 Uhr) Istanbul auswärts.

 

WAC in Bestbesetzung

Der in Bestbesetzung angetretene WAC hätte schon nach 20 Sekunden beinahe von einem zu schwachen Santon-Rückspiel profitiert, Tormann Antonio Mirante konnte aber noch vor Anderson Niangbo klären. Sonst taten sich die Kärntner zu Beginn schwer, die ersatzgeschwächten Römer machten mehr für das Spiel und kontrollierten vorerst das Geschehen. Lukas Schmitz rettete in extremis vor dem einschussbereiten Kluivert zur Ecke (13.).
 
Die Kärntner fanden nach nervösem Start und vielen Ballfehlern im Offensivspiel nach 20 Minuten besser hinein und versprühten das eine oder andere Mal auch Torgefahr. Liendl zielte etwa direkt auf Mirante, bei einem von Kapitän Federico Fazio noch leicht abgefälschten Ritzmaier-Kopfball (jeweils 22.) zeigte der 36-jährige Italiener eine starke Parade.
 
Ausgerechnet in der besten Phase der Heimischen fiel das 0:1. Den Italienern stand dabei viel Glück zur Seite. Spinazzola köpfelte Ritzmaier an, von dem sprang der Ball wieder auf den Kopf des Linksverteidigers und von dort ins Tor. Goalie Alexander Kofler und auch der ebenfalls auf der Linie stehende Mario Leitgeb konnten nicht mehr klären. Danach hätten die Gäste nachlegen können, Javier Pastore schoss deutlich drüber (31.) und ein Kalinic-Abschluss ging genau auf Kofler (35.).
 

11.169 Zuschauer in Graz

Auf der anderen Seite sahen die 11.169 Zuschauer in der 37. Minute die beste WAC-Aktion in Hälfte eins. Es fehlte allerdings wieder der krönende Abschluss, Shon Weissman traf den Ball aus acht Metern nicht so richtig, weshalb Mirante keine Mühe hatte. Nach Wiederbeginn scheiterte der starke Nicolo Zaniolo an Kofler (49.). Dadurch blieb der WAC im Spiel und sorgte aufgrund eines Genieblitzes von Liendl auch für den Ausgleich. Der Regisseur zog aus mehr als 20 Metern mit links ab und traf genau ins Kreuzeck.
 
Je länger die Partie dauerte umso mehr verschärften die Italiener den Druck, im Abschluss fehlte aber die Kaltschnäuzigkeit. Pastore (64.), Kluivert (71.) und Zaniolo (72.) verfehlten allesamt das Tor, bei einem weiteren Zaniolo-Abschluss zeigte Kofler eine Faustabwehr (75.). Die Kärntner stellten sich aber nicht nur hinten hinein und versuchten selbst Akzente zu setzen, der glücklose Ritzmaier schoss aber drüber (76.). In der 94. Minute musste der WAC noch eine Schrecksekunde überstehen. Kofler ließ eine Hereingabe des spät eingewechselten Aleksandar Kolarov aus, die Kärntner konnten den Ball aber wegschlagen.
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