1:1 - Rapid weiterhin im freien Fall

Bundesliga

1:1 - Rapid weiterhin im freien Fall

Rapid steckt weiterhin in einer schweren Krise. Die HĂŒtteldorfer erreichten am Samstag in der 27. Runde auswĂ€rts gegen den Abstiegskandidaten SKN St. Pölten nach Toren von Joelinton (22.) beziehungsweise Michael Huber (45.) nur ein 1:1 und sind damit in der Fußball-Bundesliga schon seit acht Partien sieglos. In der Tabelle liegt der Rekordmeister nach dem dritten Saisonviertel nur auf Rang sieben.

+++ Fan-Protest nach Remis: Damir Canadi droht das Aus +++

Der Druck auf Trainer Damir Canadi wird dadurch nicht kleiner. Unter dem frĂŒheren Altach-Betreuer halten die Wiener bei zwei Siegen, sechs Remis und sieben Niederlagen. Dass sich diese Bilanz nicht verbessern dĂŒrfte, hatte sich schon in der Anfangsphase abgezeichnet.

Rapid wirkte verunsichert, produzierte viele FehlpĂ€sse und wurde an den eigenen Strafraum gedrĂ€ngt - mehr als zwei FehlschĂŒsse durch Lukas ThĂŒrauer (8.) und Cheikhou Dieng (13.) schauten fĂŒr St. Pölten aber nicht heraus.

Joelinton sorgt fĂŒr die FĂŒhrung

Danach fanden die GĂ€ste besser ins Spiel. Mario Pavelic luchste Adi Mehremic den Ball ab, scheiterte jedoch aus relativ spitzem Winkel an Christoph Rieger (19.). Drei Minuten spĂ€ter war der SKN-Goalie geschlagen. Nach einer hohen Vorlage von Thomas Schrammel konnte sich Joelinton unbedrĂ€ngt von drei St.-Pölten-Verteidigern den Ball am Sechzehner zurechtlegen und ins lange Eck einschießen.

Mit der FĂŒhrung im RĂŒcken bekam Rapid mehr Sicherheit und hĂ€tte in der 30. Minute nachlegen können. ZunĂ€chst wehrte Riegler einen Joelinton-Schuss nur kurz ab, den abspringenden Ball brachte Giorgi Kvilitaia nicht aufs Tor. In der 33. Minute parierte Riegler einen Freistoß von Steffen Hofmann, davor hatte der Keeper knapp außerhalb des Strafraums den allein auf ihn zustĂŒrmenden Joelinton rotverdĂ€chtig umgesenst.

Rapid © GEPA

(c) GEPA

Die Niederösterreicher strahlten in dieser Phase nur bei Standard-Situationen Gefahr aus. So verfehlte Marco Perchtold in der 30. Minute Hubers Kopfball-VerlÀngerung eines Eckballs nur um Zentimeter. Kurz vor der Pause schritt der Innenverteidiger selbst zur Tat.

Rapid enttÀuscht nach Pause

Nach einer Freistoßflanke von Michael Ambichl stellte Huber per Kopf auf 1:1 und setzte damit Rapids schlechte Bilanz bei Standard-Situationen fort. Mehr als die HĂ€lfte der Liga-Gegentore in dieser Saison kassierte der trudelnde Rekordchampion aus ruhenden BĂ€llen. In der zweiten HĂ€lfte waren die Höhepunkte rar gesĂ€t - bis zur 87. Minute, als der eingewechselte St. Pöltener Manuel Hartl aus kurzer Distanz die Stange traf. Rapid hingegen spielte nach dem Seitenwechsel keine zwingende Torchance heraus.

Angesichts eines neuerlich enttĂ€uschenden Auftritts war es fĂŒr die GĂ€ste die beste Nachricht, dass der Drei-Punkte-Vorsprung auf den Achten St. Pölten gewahrt wurde. Die Gelegenheit zu einer besseren Leistung in der NV Arena haben die GrĂŒn-Weißen schon am Mittwoch im Cup-Viertelfinale. Drei Tage spĂ€ter geht es auswĂ€rts gegen die SV Ried und damit wieder gegen einen Abstiegskandidaten.

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