5:0 - Rapid-Kantersieg beim WAC

Bundesliga

5:0 - Rapid-Kantersieg beim WAC

Hütteldorfer beenden WAC-Fluch. Austria und Salzburg trennen sich 1:1.

WAC - Rapid 0:5 (0:0)

Vier Tage nach dem ersten Sieg in Grödig hat Rapid Wien auch erstmals in Wolfsberg gewonnen. Der Vize-Meister deklassierte am Sonntag zum Abschluss der Fußball-Bundesligasaison den WAC in der Lavanttal-Arena mit 5:0 (0:0) und ist damit auch beste Frühjahrsmannschaft vor Meister Salzburg. Elf Siege und nur eine Niederlage haben die Hütteldorfer in den 17 Spielen dieses Jahres verbucht.

+++ Admira schafft Klassenerhalt +++

Louis Schaub mit einem Doppelpack (50., 93.) und Robert Beric mit einem Hattrick innerhalb von 22 Minuten (63., 83., 85.) erzielten die Tore, die Rapid im sechsten Anlauf erstmals einen Sieg in Wolfsberg brachten.

+++ Alle Ergebnisse und die Endtabelle +++

Barisic ließ kräftig rotieren
Für beide Teams ging es in der Tabelle um nichts mehr, zum Saison-Abschluss rotierten daher beide Trainer. Rapid-Coach Zoran Barisic schickte gegenüber der Grödig-Partie am Mittwoch gleich acht neue Spieler aufs Feld. Auch kräftig umgebaut machten die Wiener das Spiel, an den wenigen Chancen in der ersten Halbzeit herrschte allerdings ziemlich Gleichstand.

Beim WAC ging eine Hereingabe von Kapitän Joachim Standfest ins Leere (3.), Torhüter Jan Novota machte gegen Christopher Wernitznig einen Stellungsfehler wieder gut (15.). Auf der anderen Seite kamen Robert Beric und Schaub bei einem Pavelic-Stanglpass zu spät (21.), einen indirekten Freistoß aus sieben Metern schoss Thanos Petsos in die Mauer (21.).

Schützenfest in Halbzeit 2
Die Rapidler kamen stark aus der Kabine und schlugen früh in der zweiten Halbzeit zu. Nach schlechter Kopfball-Abwehr von Daniel Drescher zog Neo-Teamspieler Philipp Schobesberger auf, setzte Kapitän Steffen Hofmann ein und dessen flachen Querpass musste Schaub nur noch aus drei Meter ins leere Tor schieben (50.).

Sechs Minuten später kam auch der WAC zu einer Riesenchance, doch Wernitznig schoss aus einem Meter über das Tor (59.). Rapid machte es wieder besser, Beric besiegelte mit einem Hattrick die erste Heimniederlage des WAC nach zuletzt sechs Siegen.

Zunächst kombinierte er sich mit Hofmann per Doppelpass vor das Tor und verwertete die Vorlage des Kapitäns (63.). Im Finish traf er nach Stangl-Flanke per Kopf aus elf Metern (83.) und legte zwei Minuten später seinen 27. Saisontreffer nach. Den Schlusspunkt setzte Schaub in der 93. Minute.

Für die fünftplatzierten Wolfsberger heißt es nun Daumen drücken für Salzburg. Schafft der Meister im Cupfinale am Mittwoch gegen Austria Wien das Double, ist der WAC in der kommenden Saison auch im Europacup dabei.

WAC - SK Rapid Wien 0:5 (0:0)
Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 5.350, SR Jäger
Tore: Schaub (50., 93.), Beric (63., 83., 85.)

WAC: A. Kofler - M. Berger, Hüttenbrenner, Drescher, Baldauf - M. Weber, Tschernegg (78. Seebacher) - Standfest, Seidl (60. Trdina), Wernitznig (67. Kerhe) - Silvio

Rapid: Novota - Pavelic (81. Graovac), Dibon, M. Hofmann, Stangl - Petsos, Behrendt (62. Schwab) - Schaub, S. Hofmann, Schobesberger (68. Alar) - Beric

Gelbe Karte: Hüttenbrenner

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Austria Wien - RB Salzburg 1:1 (0:0)

Die Wiener Austria hat im Heimspiel der 36. und letzten Fußball-Bundesliga-Runde ein 1:1 (0:0) gegen Meister Red Bull Salzburg erreicht, der am Mittwoch im Cup-Finale in Klagenfurt erneut Gegner der Favoritner ist. "Joker" Philipp Zulechner hatte die Gastgeber (69.) in Führung gebracht, doch Marco Djuricin (76.) erzielte noch den Ausgleich zum leistungsgerechten 1:1.

Ogris: 10 Punkte in 10 Spielen
Damit holte Austria-Interimscoach Andreas Ogris, der im Sommer vom Deutschen Thorsten Fink abgelöst und diesem künftig als einer von zwei Co-Trainern zur Seite stehen wird, in seinen zehn Liga-Spielen nur zehn Punkte (2 Siege bei je 4 Remis und Niederlagen). Am Ende der katastrophalen Meisterschaftssaison schaute für den Champions-League-Teilnehmer von 2013 mit 43 Punkten nur Rang sieben heraus. Die erfolgreichen Titelverteidiger aus Salzburg beendeten die Liga dagegen mit 73 Zählern und 99 Toren.

Keine echte Generalprobe für Cup-Finale
Aufgrund der bevorstehenden wichtigeren Partie am Mittwoch in Kärnten, wo die Austria die Saison mit einem Finalsieg und der damit verbundenen Europa-League-Qualifikations-Teilnahme noch retten kann, war das Match mehr ein "Schattenboxen" als eine echte Generalprobe fürs Endspiel. Bei den Wienern wurden vor dem Match mit Tormann Heinz Lindner, Christian Ramsebner, Manuel Ortlechner, Florian Mader und Daniel Royer - diese fünf standen aber alle in der Startformation -, Sascha Horvath und James Holland gleich sieben Akteure, die den Club am Saisonende verlassen, verabschiedet.

Salzburg spielte ebenfalls wie angekündigt mit einer Überraschungself. So saßen mit Tormann Peter Gulacsi, Rechtsverteidiger Christian Schwegler, Mittelfeldspieler Naby Keita sowie den beiden Torjägern Jonatan Soriano und Marcel Sabitzer gleich fünf Stammkräfte der "Bullen" (zunächst) nur auf der Bank. Meistercoach Adi Hütter wollte ebenso wie Ogris seine Karten vor dem Cup-Finale nicht aufdecken.

Fink schaute nicht zu
Das Match bot den 8.505 Zuschauern - Fink war noch nicht dabei, er schaut erst am Mittwoch beim Cup-Finale zu - in der Generali Arena trotzdem von Beginn weg gute Unterhaltung mit zahlreichen Chancen, die aber bis auf zwei allesamt ungenützt blieben. Zu Beginn war Salzburg am Drücker, so scheiterte Nils Quaschner nur kurz nach Anpfiff an Lindner (2.), der sich fünf Minuten später bei einem Schmitz-Freistoß, den er übers Kreuzeck in den Corner lenkte, erstmals auszeichnete. Marco Djuricin kam in der 21. Minute aus guter Position zum Kopfball, der aber hoch übers Tor segelte.

Im Gegenzug hatte dann die Austria ihre erste Topmöglichkeit, doch Marko Kvasina köpfelte genau auf Salzburg-Schlussmann Walke (22.). Veilchen-Kapitän Markus Suttner setzte einen Freistoß knapp neben das Tor (25.), ebenso Royer wenig später einen Kopfball (27.). Und auch Meilinger brachte den Ball vom Fünfer aus nicht im Salzburg-Gehäuse unter (29.). Auf der Gegenseite verfehlte ein Kopfball von Stefan Ilsanker sein Ziel nur knapp (31.), auch beim Austrianer Rotpuller fehlte nicht viel (33./Kopf).

Nach dem Wechsel landete ein Kopfball-Aufsetzer von Salzburg-Innenverteidiger Asger Stromgaard Sörensen, der sein Bundesliga-Debüt gab, an der Latte (48.). In der 61. Minute zeichnete sich wieder einmal Lindner aus, als Ilsanker nach einer Freistoß-Flanke von Schmitz - allerdings aus nicht geahndeter Abseitsposition - zum Kopfball kam. Dazwischen scheiterte Austria-Stürmer Kvasina an Walke (58.).

Der erst wenige Minuten zuvor eingewechselte Zulechner machte es dann besser und erzielte nach einem schweren Schnitzer des künftigen Leverkusen-Spielers Andre Ramalho, der dem Austria-Stürmer genau in den Lauf spielte, die Führung für die Gastgeber. Diese hielt aber nur sieben Minuten, denn einen schnellen Konter verwertete Djuricin zum Endstand.

FK Austria Wien - FC Red Bull Salzburg 1:1 (0:0)
Wien, Generali Arena, 8.505, SR Kolleger
Tore: Zulechner (69.); bzw. Djuricin (76.)

Austria: Lindner - F. Koch, Rotpuller, Ortlechner, Suttner - Ramsebner - Royer, Mader (75. M. Leitgeb), A. Grünwald (57. Holzhauser), Meilinger - Kvasina (63. Zulechner)

Salzburg: Walke - Ankersen, Caleta-Car (88. Soriano), Sörensen (68. Schwegler), Schmitz - Minamino, Ilsanker, Ramalho, Pires - Quaschner, Djuricin

Gelbe Karten: Mader, Grünwald, Ramsebner bzw. Schmitz, Minamino

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Sturm Graz - SV Ried 0:0

Sturm Graz hat das Saisonziel mit dem Erreichen des internationalen Startplatzes erreicht, das Rennen um Rang drei in der Fußball-Bundesliga aber verloren. Die Steirer mussten sich am Sonntag in der letzten Runde daheim gegen die SV Ried mit einem torlosen Remis begnügen und wurden noch von Altach (1:0 in Wr. Neustadt) überholt.

Ex-Meister Sturm schloss damit wie 2013 auf dem vierten Rang ab, einen Punkt hinter Altach und 15 Zähler hinter Meister Salzburg, und stellte die beste Platzierung seit dem Titelgewinn 2011 ein. Ried beendete die Saison an sechster Stelle, einen Punkt vor Austria Wien.

Sturms gute Bilanz gegen Ried mit zuletzt vier Siegen in Folge erhielt in der 36. Runde eine Delle. Vor mehr als 13.000 Zuschauern ließen die Grazer im Angriff die letzte Konsequenz vermissen. Es fehlten die Ideen, um die gut gestaffelte Abwehr der Oberösterreicher zu überwinden.

Die besten Möglichkeiten hatte die stark ersatzgeschwächte Foda-Elf vor dem Wechsel gehabt. Doch Tadic scheiterte zweimal (16./Flugkopfball drüber, 37.) und auch Schick traf nach Solo nicht (40.). Ein Avdijaj-Freistoß (68.) blieb eine der wenigen Möglichkeiten nach der Pause. Sturm fand trotz optischer Überlegenheit vor dem gegnerischen Strafraum kein Rezept. Ried stand hinten sehr kompakt, tat aber selbst wenig für die Offensive.

SK Sturm Graz - SV Ried 0:0
Graz, UPC-Arena, 13.178, SR Weinberger

Sturm: Schützenauer - Schick, Madl, Kamavuaka, Klem - Hadzic, Lovric (86. Akiyoshi) - Schloffer (86. Scharifi), Offenbacher (64. Beichler), Avdijaj - Tadic

Ried: Gebauer - Reifeltshammer, Trauner, Pichler - Lainer, Streker (77. Janeczek), Polverino, Kragl, Elsneg (67. Th. Fröschl) - Walch (67. Murg), Thomalla

Gelbe Karten: Hadzic bzw. Reifeltshammer

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