Die bewegende Story des Louis Schaub

Offenes Interview

Die bewegende Story des Louis Schaub

Mit seinem Hattrick bei Trencin wurde Louis Schaub seinem Ruf als "Mr. Europacup" einmal mehr gerecht. 15 Tore in 23 internationalen Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Der 21-Jährige ist auf dem besten Weg, in die großen Fußstapfen seines Vaters zu treten.

Rückblick: Der 22. April 2003 wird Louis für immer in Erinnerung bleiben. Als damals Achtjähriger ist er mit Vater Fred, Europacupsieger mit Eintracht Frankfurt 1980, auf dem Weg nach Österreich. Nahe Fulda, der Stadt, in der Rapids "Nummer 10" 1994 geboren wurde, kracht der Kleinwagen der Familie in einen Lastwagen.

"DafĂĽr bin ich ihr ewig dankbar"

Fred Schaub verstirbt an der Unfallstelle, Louis erleidet einen Schlüsselbeinbruch. Ein Schicksalsschlag, von dem an er alles dem Fußball unterordnete. Über die Admira kommt der Bayern-Fan im Alter von zwölf Jahren zu Rapid.

Seit seinem Debüt für die Grün-Weißen im Alter von 17 Jahren ist Schaub trotz vieler Verletzungen eine echte Größe. Trotz Angeboten aus dem Ausland bleibt er in Wien. Schaub ist ein Familienmensch. Im Interview verrät er mehr.

Ă–STERREICH: Louis, Sie sind momentan in der Form Ihres Lebens. Sieben Tore in den letzten vier Spielen sprechen fĂĽr sich oder?

LOUIS SCHAUB: Natürlich bin ich mehr als glücklich, wie es zurzeit läuft, aber ohne die Auflagen meiner Mitspieler würde ich auch nicht treffen. Wir sind auf einem guten Weg, wollen jetzt so weitermachen.

Schaub Scheichl © ÖSTERREICH/Artner

(c) ÖSTERREICH/Artner - Schaub (r.) im Gespräch mit Reporter Philipp Scheichl

Ă–STERREICH: Wo schalten Sie am besten ab, wenn Sie gerade nicht am FuĂźballplatz stehen?

SCHAUB: Ich versuche, viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Meine groĂźe Schwester hat jetzt ein Baby bekommen, von dem bin ich Patenonkel. Und sonst natĂĽrlich viel mit meiner Freundin Verena, mit der ich seit vier Jahren zusammen bin und auch schon fast drei Jahre gemeinsam wohne.

Ă–STERREICH: Sie haben einmal gesagt, Ihre Mutter spielt eine groĂźe Rolle in Ihrem Leben - inwiefern?

SCHAUB: Die Familiensituation, als mein Vater verstorben ist, war nicht leicht. Da war sie meine erste Ansprechperson. Sie hat mich immer unterstĂĽtzt und zum Training gebracht. DafĂĽr bin ich ihr ewig dankbar.

ÖSTERREICH: Zurück zum Sportlichen: Bei Euch läuft es ja zurzeit sehr gut, was sind Ihre kurzfristigen und langfristigen Ziele bei Rapid?

SCHAUB: Kurzfristig einmal die Europa-League-Gruppenphase. Langfristig will ich hier natĂĽrlich Titel feiern.

Ă–STERREICH:
Ihr Vertrag in Wien läuft im Sommer 2017 aus - werden Sie verlängern?


SCHAUB: Die Verhandlungen sind jedenfalls schon mal aufgenommen worden. Man wird sehen, was rauskommt. Aber zur zeit fĂĽhle ich mich sehr wohl hier.

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