Austria schießt Rapid in Mega-Krise

Rapid - Austria: 0:2

Austria schießt Rapid in Mega-Krise

Showtime in HĂŒtteldorf! Das große Wiener Derby elektrisierte wieder ganz Fußball-Österreich. Die Fans sahen eine effziente und abgebrĂŒhte Austria und eine unglĂŒckliche Rapid. Austria gewinnt auswĂ€rts gegen Rapid mit 2:0 und versetzt dem Erzrivalen einen bitteren Nackenschlag. Rapid ist damit seit sechs Pflichtspielen ohne Sieg und kassiert die erste Liga-Niederlage im neuen Stadion. 

Raphael Holzhauser (37. Minute), der trotz einer BĂ€nderverletzung im Knöchel das Vertrauen von Austria-Coach Thorsten Fink bekam, brachte die Violetten mit einem souverĂ€n verwandelten Elfmeter in FĂŒhrung. Vorausgegangen war ein umstrittener Pfiff von Schiedsrichter Harald Lechner, der ein Foulvergehen von Mario Sonnleitner an Alexander GrĂŒnwald gesehen hatte.

Rapid vergibt zahlreiche Top-Chancen
Der Rekordmeister war in der ersten HĂ€lfte das klar bessere Team und vergab zahlreiche Torchancen. Nach dem 2:0 durch GrĂŒnwald (48.), bei dem die ersatzgeschwĂ€chte Rapid-Defensive regelrecht vorgefĂŒhrt wurde, erfing sich die Truppe von Trainer Mike BĂŒskens jedoch nicht mehr. Die viertplatzierte Austria, die im fĂŒnften Pflichtspiel en suite ungeschlagen blieb, brachte den Vorsprung ĂŒber die Zeit. Es war der erste Derby-Erfolg seit 25. Oktober 2015 (2:1), also seit fast exakt einem Jahr.

Austria sieben Punkte hinter Sturm
In der Tabelle verringerten die "Veilchen" den RĂŒckstand auf TabellenfĂŒhrer Sturm Graz auf sieben ZĂ€hler. Rapid, das die vergangenen drei Derbys gewonnen hatte, hat als FĂŒnfter zwölf Punkte weniger auf dem Konto als die Steirer. Die Niederlage war Rapids sechste Partie in Folge in Meisterschaft und Europa League ohne Sieg.

Es war das erste Derby im neuen Weststadion - Und es war höchst brisant. Das 319. Aufeinandertreffen der Wiener Großklubs hatte bereits vor der Partie fĂŒr jede Menge Aufregung gesorgt

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Die Hausherren begannen mit einer fast komplett erneuerten Abwehr. Sonnleitner und Maximilian Hofmann bildeten anstelle der verletzten Christopher Dibon und Christoph SchĂ¶ĂŸwendter die Abwehrzentrale. FĂŒr Sonnleitner war es der erste Einsatz in einem Pflichtspiel in dieser Saison. SchĂ¶ĂŸwendter, bei dem eine BĂ€nderverletzung im Sprunggelenk diagnostiziert worden war, saß ĂŒberraschend auf der Bank. Links ĂŒbernahm Auer fĂŒr Thomas Schrammel, dem am Donnerstag gegen Sassuolo ein Eigentor unterlaufen war.

Fink stellt zweifach um
Fink wartete mit zwei Änderungen gegenĂŒber dem 3:3 in der Europa League gegen AS Roma auf: Statt des verletzten Robert Almer stand Osman Hadzikic im Tor, in der Innenverteidigung nahm der in Rom gesperrte Lukas Rotpuller anstelle von Patrizio Stronati Aufstellung.

Nach einer ersten gefĂ€hrlichen Situation im Rapid-Strafraum bei einem Kayode-Stanglpass (3.) ĂŒbernahmen die HĂŒtteldorfer in der ausverkauften HeimstĂ€tte allmĂ€hlich das Kommando. Im Angriff fehlte es vorerst an Dynamik. Ein Fernschuss von Joelinton (15.) war nicht mehr als ein erstes Lebenszeichen.

Konkreter wurden die GrĂŒn-Weißen in der 30. Minute. ZunĂ€chst setzte Arnor Ingvi Traustason Joelinton mit einem Heber in Szene, dessen Schuss fiel aber harmlos aus. Zwei Minuten spĂ€ter wurde der Brasilianer von Christoph Martschinko entscheidend beim Kopfball gestört. Der Ex-Austrianer Thomas Murg (34.) verzog daraufhin im Strafraum, Louis Schaub (35.) kam nach weiter Murg-Vorlage nicht an den Ball.

Austria-Tor in Rapid-Drangphase
In diese stĂ€rkste Phase der Rapidler fiel der Gegenstoß, der zur Austria-FĂŒhrung fĂŒhrte. GrĂŒnwald ging mit weit gesenktem Kopf zum Ball, diesen traf auch Sonnleitner, wie die TV-Bilder belegten. Lechner entschied sofort auf Strafstoß.

Die grĂ¶ĂŸte Rapid-Chance ließ in der 43. Minute Schaub nach Joelinton-Pass aus. Mit dem rechten Fuß scheiterte er an Hadzikic. Beim Nachschuss verletzte sich KapitĂ€n Schwab und wurde noch vor dem Pausenpfiff durch Tamas Szanto ersetzt. Auer knickte zu Beginn der zweiten HĂ€lfte um und musste ebenfalls vom Feld.

Blitzstart fĂŒr Austria
Totale Unordnung in der Rapid-Heimmannschaft forderte das zweite Tor geradezu heraus. Sonnleitner musste sich nach einem missglĂŒckten Abschlag von TorhĂŒter Richard Strebinger alleine um Kayode kĂŒmmern, GrĂŒnwald stand in der Mitte völlig frei und schob zu seinem fĂŒnften Saisontor ein. Anschließend rettete Strebinger mit dem Fuß gegen Felipe Pires (50.).

Rapid gab sich nicht auf, scheiterte aber vor dem Tor weiter klĂ€glich. Sonnleitner jagte einen Schuss (73.) von der Strafraummitte ĂŒber das Tor, und nach einem Stangentreffer von Szanto setzte Schaub den Abpraller völlig unbedrĂ€ngt neben das GehĂ€use. In der Nachspielzeit rettete Hadzikic gegen Hofmann.

Bei der Austria war in der 66. Minute Rom-Held Dominik Prokop fĂŒr Holzhauser gekommen, dem seine Verletzung offenbar doch schwerer zu schaffen machte. Er durfte mithelfen, den 60. Austria-Sieg in einem Bundesliga-Derby ĂŒber die Zeit zu bringen.

Hier die besten Bilder:

Diashow Die besten Bilder Rapid - Austria

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