Rapid ringt Sturm kurz vor Schluss nieder

Bundesliga: Meister-Gruppe

Rapid ringt Sturm kurz vor Schluss nieder

Rapid gelingt die Wiedergutmachung nach dem Salzburg-Debakel. Die Hütteldorfer setzen sich 3:2 gegen Sturm durch und klettern auf Platz zwei.

Rapid ist in der Fußball-Bundesliga zurück auf Vizemeisterkurs. Die Hütteldorfer machten am Sonntagabend zum Abschluss der 30. Runde aus einem 0:2-Rückstand bei Sturm Graz noch einen 3:2-Last-Minute-Sieg und zogen damit um zwei Punkte am nun drittplatzierten LASK vorbei, der gegen den WAC eine 0:1-Niederlage kassierte. Für Sturm rückte die Europacup-Teilnahme in noch weitere Ferne.

Das Debüt von Interimstrainer Thomas Hösele brachte nicht den gewünschten Erfolg. Der 51-jährige Kurzzeit-Nachfolger von Nestor El Maestro konnte die vierte Niederlage in Folge der Steirer nicht verhindern. Eine ansprechende erste Hälfte, in der Stefan Hierländer (34.) und Otar Kiteishvili (45.+2) trafen, war am Ende zu wenig. Die Gäste legten nach der Pause mindestens einen Gang zu und belohnten sich durch Tore des nach einer Gehirnerschütterung wieder fitten Kelvin Arase (51.), Stefan Schwab (83./Elfmeter) und Ercan Kara (90.).

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Rapid gelingt Wiedergutmachung

Damit konnte man gerade noch nach dem historischen 2:7 gegen Salzburg eine positive Antwort geben und nach zwei Niederlagen en suite wieder jubeln. Untermauert wurde auch die eigene Auswärtsstärke mit dem zehnten Sieg im 15. Spiel.

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Hösele setzte in seiner ersten Partie auf eine Systemumstellung und mit Niklas Geyrhofer und Vincent Trummer in der Abwehr gleich auf zwei hoffnungsvolle Talente. In der Offensive rückte Jakob Jantscher in die Startformation, Bekim Balaj agierte als Speerspitze. Von Beginn an entwickelte sich eine flotte Partie mit vielen Zweikämpfen, wobei auf beiden Seiten die Passgenauigkeit fehlte. Und vorerst auch die Effizienz. Christoph Knasmüllners Abschluss aus guter Position fiel zu schwach aus (8.), auf der anderen Seite schoss Balaj daneben (12.). Knasmüllner hat auch in Minute 21 die Chance zur Führung, traf den Ball aus idealer Position aber nicht richtig. Zudem ging ein Kopfball von Maximilian Hofmann drüber (30.).

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In der 32. Minute rückte dann kurzzeitig die Sprinkleranlage in den Vordergrund, bewässerte ungewollt den Rasen in Tornähe. Nach kurzer Unterbrechung trat Jantscher zum Freistoß an und seine Hereingabe beförderte der völlig ungedeckte Hierländer mit dem Hinterkopf über die Linie. Rapid fehlte weiter das nötige Glück, bei einem leicht abgefälschten Schwab-Weitschuss fehlte nicht viel (42.). Die Grazer waren hingegen kaltschnäuziger. Nach einem Gegenstoß und idealer Despodow-Hereingabe traf Kiteishvili kurz vor dem Pausenpfiff in der Mitte per Kopf.

Sturm ging die Kraft aus

Nach Wiederbeginn waren die Wiener klar tonangebend und durften sich auch über einen Start nach Maß freuen. Nach einer Stojkovic-Außenristflanke beförderte Arase den Ball per Kopf über die Linie. Der Ausgleich lag gleich darauf in der Luft, wurde allerdings durch einen zweifachen stümperhaften Abschluss von Koya Kitagawa, der aus fünf und dann weniger Metern den Ball nicht ins Tor brachte, verhindert (54.). Doch auch Sturm blieb brandgefährlich: ein Drehschuss von Balaj hätte beinahe gepasst (60.).

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Je länger die Partie dauerte, umso mehr schwanden die Kräfte bei den Steirern. Sie konnten sich kaum mehr befreien und kassierten deshalb zurecht auch den Ausgleich. Eingeleitet wurde dieser durch ein unnötiges Foul von Ivan Ljubic an Melih Ibrahimoglu knapp innerhalb des Strafraums. Den verhängten Elfmeter verwandelte Schwab zwar nicht souverän, aber doch. Für Sturm kam es aber noch bitterer: "Joker" Kara zog nach Schick-Vorarbeit an Siebenhandl vorbei und traf ins leere Tor. Rapid hatte Glück, die Aktion war leicht abseitsverdächtig.

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Die Wiener sind nun bereits fünf Partien gegen Sturm ungeschlagen, im Gegensatz zum 4:0 am 7. Juni in Wien ging es diesmal allerdings deutlich enger zu. Rapid kann nun am Mittwoch gegen den LASK mit einem Sieg Platz zwei auf sportlichem Weg bereits fixieren. Zum Abschluss geht es noch auswärts gegen den WAC. Sturm trifft noch auswärts auf Salzburg und zu Hause auf Hartberg. Auf den steirischen Konkurrenten im Kampf um Platz fünf fehlen weiter vier Punkte.

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