Westduell: Altach und WSG Tirol trennen sich 1:1

Bundesliga

Westduell: Altach und WSG Tirol trennen sich 1:1

SCR Altach und WSG Tirol haben sich im Westduell der Fußball-Bundesliga mit einem leistungsgerechten 1:1 getrennt.

Im zweiten Spiel der Qualifikationsgruppe brachte Thanos Petsos (51.) die Gäste in Führung. Jan Zwischenbrugger gelang der Ausgleich (79.) für die Vorarlberger, die vor dem Dienstag-Duell mit der Austria (1:1 in St. Pölten) weiter zwei Punkte hinter den Wienern lauern.

Das Match hier im oe24-LIVE-Ticker zum Nachlesen

Statt Fan-Unterstützung war im West-Duell zunächst nur Donnergrollen zu hören. Bei anfänglichem Platzregen boten die Mannschaften eine ereignislose erste Hälfte. Gut aus Tiroler Sicht: Beim 0:5 am Dienstag gegen SKN St. Pölten stand es zu dieser Zeit bereits 0:3. Wattens, deren Trainer Thomas Silberberger nach seiner Beinverletzung infolge eines Motorradunfalls weiter fehlte und durch Sportdirektor Stefan Köck vertreten wurde, hielt die Altacher erfolgreich vom Tor weg.

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Noch besser wurde es aus Sicht der Gäste kurz nach der Pause: Eine abgefälschte Flanke von Kelvin Yeboah landete vor den Füßen von Petsos, der Altach-Goalie Martin Kobras mit einem Schuss zwischen die Beine bezwang (51.). Für den früheren Rapidler war es das erste Tor in der Bundesliga seit August 2015 (gegen Salzburg).

Wattens beinahe mit Vorentscheidung - dann klingelt es im eigenen Tor

Altach machte - insbesondere nach der Hereinnahme des deutschen Ex-Teamspielers Sidney Sam - deutlich mehr Druck. Fabian Koch packte gegen Simon Tartarotti die Notgrätsche aus (65.). Auf der Gegenseite stimmte bei Yeboah nach schöner Einzelaktion nur das Glück im Abschluss nicht (67.).

Wattens hatte Chancen auf die Vorentscheidung. Die beste fand Verteidiger Soares vor, der bei einem Eckball mit seinem Kopfballversuch an der Querlatte scheiterte (79.). Praktisch im Gegenzug glückte Altach der verdiente Ausgleich: Zwischenbrugger versenkte das Kunstleder von knapp außerhalb des Strafraums gefühlvoll im rechten Eck (79.). Kurz darauf hatte auch Sam mit einem Lattentreffer Pech (81.).

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Die Hausherren blieben im Finish überlegen, das Siegestor allerdings glückte nicht mehr. Schon am kommenden Dienstag geht es weiter. Altach gastiert im Qualigruppen-Spitzenduell bei der Austria. Die WSG, die die Rote Laterne an die Admira (0:2 Mattersburg) abgab, empfängt Mattersburg.

Stimmen zum Spiel:

Alex Pastoor (Altach-Trainer): "Wenn man breit und zurück spielt, dann wird das Spiel langsam und langweilig anzuschauen. Wir müssen versuchen, den Ball steiler zu spielen. Das geht nicht immer, aber wenn wir es nicht versuchen, dann passiert nichts. Das Zweite ist, dass sich die Spieler oft zu wenig eine kreative und mutige Lösung zutrauen. Sie treffen sichere Entscheidungen. Sicherheit habe ich gerne, aber am Ende des Platzes ist Aggressivität und Mut gefordert. In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, wie wir Fußball spielen können. Aber das kann auch einmal zu spät sein, das erwarte ich am Dienstag ab der ersten Sekunde."

Stefan Köck (Tirol-Sportdirektor):
"Das war die Reaktion, die ich sehen wollte. Und auch die Spieler, denn sie haben schon den Ehrgeiz und Willen zu zeigen, dass das nicht ihr Leistungsniveau war. Wir haben viele Räume zugemacht, den Matchplan hervorragend umgesetzt. Ich denke, nach einem 0:2 wäre Altach nicht mehr zurückgekommen. Aber man muss so fair sein und sagen, Altach war hinten raus schon die spielbestimmende Mannschaft und wir waren erleichtert, als der Schlusspfiff gefallen ist."
 

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