So läuft das irre Transfer-Chaos bei Rapid

Wildes Hin und Her

So läuft das irre Transfer-Chaos bei Rapid

Rapid braucht dringend einen Stürmer. Das weiß auch Sportdirektor Fredy Bickel. Der Rekordmeister hält mit lediglich 17 Treffern in der Hinrunde den Minuswert zusammen mit Wacker Innsbruck und der Admira. Der als Goalgetter von Sturm zurückgeholte Deni Alar enttäuschte. Im Rapid-Dress scheint es für den Angreifer einfach nicht zu klappen.

Es besteht dringend Handlungsbedarf und Bickel bemüht sich nach Kräften in der Winterpause um Verstärkungen. Doch es geht nichts weiter. Der Transfer von Maurides Roque Junior von ZSKA Sofia zerschlug sich, angeblicher wegen mangelnder Fitness. Bickel bei "Rapid-TV": "Ich kann bzw. darf keine Daten herausgeben. Nur so viel: Es wurde alles vor seiner Ankunft abgeklärt. Doch in gewissen Dingen hat es Differenzen gegeben. Für uns ist wichtig, dass wenn wir jetzt eine Verpflichtung machen, alle dahinter stehen und es der richtige Spieler ist. Er muss uns ab sofort helfen."

Trainer Didi Kühbauer findet deutliche Worte: "Wir konnten im Voraus nicht in den Spieler hineinschauen und wie er körperlich in Schuss ist. Fakt ist: Wir können uns keine Fehlkäufe erlauben. Deshalb war das Risiko zu hoch, Maurides jetzt zu holen." Die Enttäuschung bei Rapid ist groß.

"Es wäre unser Wunsch gewesen, das Thema bereits Anfang Jänner oder spätestens zum Trainingslager hin abzuschließen. Doch das ist aus diversen Gründen nicht aufgegangen. Wir haben diverse Leute beobachtet. Die finanziellen Mittel sind aber nicht ganz so groß, wie bei anderen Vereinen in den Nachbarländern", sagt Bickel, der weiterhin hoffnungsvoll bleibt.

Nicht ins Trainingslager nach Belek wurden Ivan Mocinic, Jeremy Guillemenot, Aleksandar Kostic und Philipp Malicsek genommen. Alle vier haben unter Kühbauer keine Zukunft mehr. "Sie halten sich bei den Amateuren fit. Natürlich würde ich mir wünschen, dass alle vier einen Klub finden, bei dem sie sich wieder beweisen können. Ich habe ihnen klar und deutlich gesagt, dass es bei uns nicht reichen wird. Das ist das Los eines Fußballers. Jeder will spielen, aber es gibt nur bedingt viele Plätze. Ich glaube, dass sie ihr Glück woanders finden können und sollen", so der Rapid-Coach.

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