Cup-Finale: Rapid will nicht im Austria-Stadion spielen

Stadionfrage geklärt

Cup-Finale: Rapid will nicht im Austria-Stadion spielen

Das Finale des ÖFB-Cups zwischen Red Bull Salzburg und Rapid Wien findet also doch in der Generali Arena der Austria Wien statt, entschied der ÖFB am Donnerstag nach längerem hin und her. Das birgt besondere Brisanz. Ausgerechnet Rapid soll im Stadion des Erzrivalen spielen. Da ist für Diskussionsstoff gesorgt – dessen ist sich der ÖFB offenbar bewusst. Rapid-Präsident Krammer sprach sich nämlich öffentlich für eine Verlegung der Partie aus. 

Schon bei der Vergabe des Endspieles im Juni 2018 sei klar gewesen, dass eine potenzielle Beteiligung von Rapid im Stadion des Erzrivalen zu einem erhöhten organisatorischen Aufwand führen würde, hieß es in einer Stellungnahme des Verbandes. 
 
Man sei auch nach den Ereignissen beim Wiener Derby im Dezember - damals waren mehr als 1.300 Rapid-Fans in Wien-Favoriten bei der Anreise von der Polizei festgehalten worden - nach einem intensiven Dialog mit der Austria zur Überzeugung gelangt, dass ein Finale mit Rapid-Beteiligung planmäßig abgewickelt werden könne, teilte der ÖFB mit. Man befinde sich im Austausch mit beiden Finalisten, der Austria, dem Innenministerium und der Polizei.
 
Rapid trifft im Endspiel in einer Neuauflage des Finales von 2017 auf Meister Salzburg. Die Generali-Arena, die im ÖFB-Cup wegen des Sponsornamens Viola Park genannt wird, fasst 17.500 Zuschauer. Das ÖFB-Präsidium hatte das Endspiel am 8. Juni 2018 für vier Jahre an die Austria-Heimstätte vergeben.

Stadt Klagenfurt bot Stadion fĂĽr das Finale an

Die Stadt Klagenfurt und das Land Kärnten hatten noch am Donnerstagvormittag angeboten, das Cupfinale zwischen Rapid und Salzburg am 1. Mai nicht in der Generali Arena, sondern im Wörthersee-Stadion auszutragen.

"Unser Angebot an den Ă–FB ist weiterhin aufrecht, als neutraler Austragungsort fĂĽr das Cupfinale zu fungieren", sagte Sportreferent und VizebĂĽrgermeister JĂĽrgen Pfeiler (SPĂ–) zur Thematik. "Der Termin am 1. Mai ist fĂĽr sie reserviert." Das ist nun wohl obsolet.

Auch Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) sprach sich für das Finale in Klagenfurt aus: "Unser Wörthersee-Stadion steht bereit und wäre sicher die perfekte Wahl für das Cupfinale - auch, weil hier tatsächlich der Fußball im Mittelpunkt stehen würde!"

Überlegt wurde auch eine Austragung im Happel-Stadion. 

Rapid-Präsident Krammer für Happel-Stadion

Rapid-Präsident Michael Krammer hatte sich am Donnerstagvormittag für die Verlegung des Finales des ÖFB-Cups ins Ernst-Happel-Stadion ausgesprochen. Rapid trifft nach dem 4:3-Sieg im Elfmeterschießen gegen den LASK am 1. Mai im Endspiel auf Salzburg. Geplant war, dass die Partie in der Generali-Arena von Rapids Erzrivale Austria stattfindet. Der ÖFB diskutierte am Donnerstag über mögliche Szenarien.
 
"Mein Appell an den ÖFB: Bitte verlegen wir das ins Happel-Stadion, das wäre ganz wichtig und eine gescheite Idee", sagte Krammer gegenüber "Radio Wien". Eine Austragung im Prater-Oval wäre laut Krammer "in doppelter Hinsicht besser. Erstens, um die Sicherheit des Zugangs zu gewährleisten, zweitens, um möglichst vielen Fußballfans die Möglichkeit zu geben, das Spiel zu sehen." Er setze bei den handelnden Personen auf eine "gewisse Flexibilität".
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