Dortmund gewinnt irren Elfer-Krimi

Bayern out

Dortmund gewinnt irren Elfer-Krimi

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Der Triple-Traum von Bayern München ist seit Dienstag ausgeträumt. Zwei Tage nach dem fixierten Meistertitel verabschiedeten sich Münchner in einem völlig verrückten Halbfinale gegen Borussia Dortmund im Elfmeterschießen aus dem deutschen Fußball-Cup. Kein einziger der vier Bayern-Schützen brachte den Ball vor eigenem Publikum im Tor unter, am Ende hieß es 0:2.

+++ Irres Elfer-Drama der Bayern +++

Die Bayern waren ohne den verletzten ÖFB-Star David Alaba über weite Strecken spielbestimmend, verabsäumten aber eine frühere Entscheidung. Nach 120 Minuten und Toren von Robert Lewandowski (29.) bzw. Pierre Emerick-Aubameyang (75.) stand es 1:1.

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Kapitän Philipp Lahm tritt zum Elfer an...

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Und das Unglück nimmt seinen Lauf.

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Der Weltmeister rutscht aus

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Das Publikum ahnt schon Schlimmes

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Lahm kommt unsanft zu Fall

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Er kann dem verschossenen Elfer nur nachschauen

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Lahm schüttelt den Kopf, richtet sich die Stutzen

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Enttäuscht dreht er sich ab

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Bei Xabi Alonso exakt das selbe Spiel

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Unglaubliches Elferschießen
Dann nahm das Drama seinen Lauf: Bayern-Kapitän Philipp Lahm und Routinier Xabi Alonso rutschten jeweils aus. Mario Götze scheiterte an Dortmunds Ersatztorhüter Mitchell Langerak, Bayern-Schlussmann Manuel Neuer, der selbst einen Versuch von Mats Hummels pariert hatte, an der Latte.

Dabei hatten die Münchner mehr vom Spiel gehabt. Beim Führungstreffer nutzten sie einen Fehler der Dortmunder in der Vorwärtsbewegung. Shinja Kagawa verlor den Ball an Mehdi Benatia, dessen langen Ball verwertete der Ex-Dortmunder Lewandowski im zweiten Anlauf aus spitzem Winkel. Im ersten Versuch hatte der Pole noch die Stange getroffen.

Lewandowski traf ein weiteres Mal die Latte (55.), dazu übersah der Schiedsrichter danach ein klares Handspiel von Dortmund-Verteidiger Marcel Schmelzer gegen Thomas Müller. Zwei weitere Großchancen der Bayern durch Müller (48.) und Thiago Alcantara (57.) machte Dortmunds australischer Ersatzkeeper Langerak zunichte.

Schweinsteiger hat Entscheidung am Kopf
Es kam, wie es kommen musste: Der BVB schlug mit dem ersten gelungenen Angriff zurück. Einen klugen Pass von Jakub Blaszczykowski servierte Henrik Mchitarjan Stürmer Aubameyang. Die Abwehr von Bayern-Torhüter Manuel Neuer erfolgte klar hinter der Linie. Für den Rest der regulären Spielzeit drängte Dortmund. Ein Schuss des eingewechselten Mchitarjan rutschte Neuer beinahe ins Tor (80.), wenig später rettete er gegen Marco Reus (82.).

In der Verlängerung ließ Bastian Schweinsteiger zwei Matchbälle aus. Der eingewechselte Bayern-Routinier köpfelte erst über das Tor (108.) und scheiterte wenig später ebenso unbedrängt an Langerak (114.).

Kampl mit Kurzauftritt
Bei Dortmund sah der Ex-Salzburger Kevin Kampl nur 25 Minuten nach seiner Einwechslung Gelb-Rot (108.). Kürzer dauerte nur das Comeback von Arjen Robben nach seinem Bauchmuskelriss. Der Bayern-Star musste schon eine Viertelstunde nach seiner Einwechslung wegen einer Beinverletzung wieder ausgetauscht werden (84.) - nicht der einzige Rückschlag an diesem Abend.

Im Viertelfinale hatten die Bayern im Elfmeterschießen noch Bayer Leverkusen niedergerungen. Nun mussten sie sich vom ersten Titel in dieser Saison verabschieden. Kommende Woche folgt das Halbfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Barcelona.

Dortmund trifft im Finale am 30. Mai in Berlin entweder auf den Drittligisten Arminia Bielefeld oder den Tabellenzweiten Vfl Wolfsburg, die einander am Mittwoch gegenüberstehen. Für die Dortmunder wird es das letzte Spiel unter ihrem Erfolgscoach Jürgen Klopp, der den Club zu Saisonende nach sieben Jahren verlässt.

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