Nach Rauswurf: Ex-UEFA-Boss Platini glaubt an Verschwörung

Verleumdungs-Klage eingereicht

Nach Rauswurf: Ex-UEFA-Boss Platini glaubt an Verschwörung

Der ehemalige UEFA-Chef und FIFA-Vizepräsident Michel Platini hat in Frankreich Klage gegen ehemalige Funktionäre des Fußball-Weltverbandes wegen Verleumdung und krimineller Verschwörung eingereicht. Der frühere Weltklassespieler setzt damit den Kampf gegen seine Verbannung aus der Fußball-Welt mit juristischen Mitteln fort.

Platini für lange Zeit gesperrt

"Es gibt starke Hinweise auf eine Verschwörung mit dem Ziel, Michel Platini zu stürzen", sagte sein Anwalt William Bourdon der Nachrichtenagentur AP. Platini war im Jahr 2015 von der FIFA-Ethikkommission für acht Jahre gesperrt worden. Grund war eine Zahlung in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken durch den damaligen Weltverbandschef Joseph Blatter aus dem Jahr 2011. Laut Platini handelte es sich dabei um eine Entlohnung für Berater-Dienste in den Jahren 1998 bis 2002. Laut FIFA-Ethikhütern war es jedoch eine versteckte Vergütung ohne rechtmäßigen Hintergrund. Kurz nach der Zahlung hatte sich Platini für eine Wiederwahl Blatters als FIFA-Chef eingesetzt.

Sperre auf vier Jahre reduziert

Platini verlor durch die Sperre alle sein Posten. Laut dem Franzosen wurde die Information über die Zahlung aus FIFA-Kreisen publik gemacht, um seine Wahl zum FIFA-Chef als Nachfolger Blatters zu verhindern. Die Strafe wurde später auf vier Jahre reduziert und läuft im Herbst 2019 ab. Dann könnte der 63-Jährige in die Funktionärswelt zurückkehren.
 

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