Keine Lizenz? Das sagt Klinsmann

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Keine Lizenz? Das sagt Klinsmann

Darf Jürgen Klinsmann am Sonntag gegen die Bayern auf der Berliner Trainerbank Platz nehmen?

Wie die "Bild" berichtet hat Hertha-Coach Jürgen Klinsmann aktuell keine gültige Trainer-Lizenz mehr vorliegen. Nun stellt sich die Frage ob der Starcoach am Sonntag gegen die Bayern seine Hertha auf der Bank überhaupt betreuen darf.

Aber wo ist die Trainerlizenz? Klinsmann beschwichtigt: "Die liegt irgendwo in meinem Häuschen in Kalifornien in irgendeiner Schublade. Die werden wir schon wieder finden und die Dinge, die der DFB an Informationen braucht, die habe ich ihm schon zugemailt. Das hat alles seine Ordnung, alles kein Problem."

Schon früher am Mittwoch hatte Klinsmann gesagt: "Das ist kein Problem, das ist schon fast alles geregelt. Ich kriege zwei, drei Zertifikate, eins von der Soccer League und noch aus anderen Ländern. Das Problem ist, dass alles dann aus Amerika geschickt wird. Wenn hier demnächst solche Fortbildungs-Kurse sind, da nehme ich unheimlich gerne daran teil. Ich finde solche Lehrgänge unheimlich interessant. Mit eine Strafe oder irgendwas anderem rechne ich nicht.“

Bis zum Wochenende soll nun alles geklärt sein. Co-Trainer Alexander Nouri: "Da mache ich mir überhaupt keine Gedanken. Es wurde ja klar gesagt, dass das bis zum Wochenende noch geklärt ist."

Auch für Klinsmann gelten klare Regeln

Eine Trainer-Lizenz muss in Deutschland alle drei Jahre mit 20 Fortbildungsstunden erneuert werden. Seinen Schein hatte Klinsmann bereits 2000 gemacht. Der Ex-DFB-Coach erklärte dazu zuletzt: "Als ich Ende November in den Flieger Richtung Berlin gestiegen bin, hatte ich nicht gedacht, dass ich meine Trainerlizenz und die Fortbildungsnachweise benötige, denn da wusste ich noch nicht, dass ich Hertha-Trainer werde. An Weihnachten habe ich die Unterlagen schlichtweg vergessen. Aktuell ist bei uns in Kalifornien niemand im Haus, da sich meine Frau am Studienort unserer Tochter aufhält. Ich bin aber dabei, alle notwendigen Unterlagen beizubringen."

Tobias Haupt, Leiter der DFB-Akademie, zu "Bild": "Jürgen ist ein Vollblut-Trainer, hat sich für den deutschen Fussball sehr verdient gemacht und ist unser Ehrenspielführer. Aber natürlich gelten auch für ihn bestimmte Regeln. Das wird jetzt geprüft. Wir wissen, dass er sich in den letzten Jahren immer wieder weitergebildet hat, zum Beispiel in Mexiko und Brasilien, wo aber weniger auf Zertifikate geachtet wurde. Gemeinsam mit der DFL und Jürgen werden wir konkrete Maßnahmen besprechen, über die Jürgen die Lücken wieder schließen kann, zum Beispiel durch seine Teilnahme an der internationalen Elite-Cheftrainer-Fortbildung im Februar in Mainz."

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