Nächster Ultras-Eklat bei Frankfurt

Klub vor Zerreißprobe

Nächster Ultras-Eklat bei Frankfurt

Frankfurts Fans haben den Klub von Adi Hütter und Martin Hinteregger letzte Saison von Sieg zu Sieg getragen. Beeindruckender Fan-Support, Choreos und Sprechgesänge sorgten für Gänsehaut-Momente. Einige Fans der Eintracht haben vor allem mit ihrer Leidenschaft für Pyro aber auch immer wieder für Ärger gesorgt. Mehrfach wurde Frankfurt bestraft, der Support verboten oder eine empfindliche Geldstrafe ausgefasst.

Zuletzt durften keine Fans mit zum Europa-League-Spiel gegen Arsenal (2:1) reisen. Und auch beim Spiel gegen Standard Lüttich mussten die Frankfurter draußen bleiben.

Nun der nächste Eklat! Vor dem Spiel gegen Mainz brannten die Eintracht-Ultras wieder Pyro ab - und zwar nicht zu wenig - warfen Raketen aufs Spielfeld und protestierten damit gegen die DFB-Montagsspiele.

Ohrfeige nach Dialog

Frankfurts Verantwortliche sind am Verzweifeln, bisher setzen sie auf Dialog. Die neuerliche Entgleisung kann nur als "schallende Ohrfeige" empfunden werden, konstatiert die "Bild". Eintracht-Boss Axel Hellmann: "Da ist eine kleine Gruppe, die glaubt, sich ausleben zu müssen. Das besorgt mich sehr. Warum sie immer provozieren müssen, verstehe ich nicht. Wir müssen auf sie irgendwie einwirken. Das schadet Eintracht sehr. Es war ein Rückschritt."

Auch der bei den Eintracht-Fans hoch angesehene Sebastian Rode konnte die Fans nicht beruhigen. Als er vor der Partie in die Kurve geht und mit den Fans reden will, wird er wüst beschimpft und weggeschickt. Die Fernseh-Mikros fangen ein, wie er zum Schiri-Assistenten über seinen Kurven-Besuch sagt: "Sie haben selbst zu mir gesagt: 'Verpiss dich'!"

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Guten Morgen zusammen, nach unserer knappen Niederlage gestern in Mainz, muss ich nachträglich noch ein paar Worte über die Geschehnisse rund vor dem Anpfiff loswerden. Vorab sei zu erwähnen, dass ich Pyrotechnik nicht gut heiße. Diese Fans haben dem Verein damit leider einen Bärendienst erwiesen. Aber: Ein ,,verpiss dich“ von ein oder zwei Leuten auf einem Fußballplatz nehme ich nicht als Beleidigung von einer ganzen Fangruppe wahr. Ich glaube es tut allen gut, hier mal den Ball flach zu halten. Vor allem sollten Pressevertreter nicht immer aus einer Mücke einen Elefanten machen. Das musste man auch kürzlich bei dem Vorfall von David feststellen. Am Freitag haben wir schon das nächste wichtige Spiel und da müssen wir als Mannschaft und ,,ALLE“ Fans wieder eine Eintracht sein! Bis dahin, euer Sebastian

Ein Beitrag geteilt von Sebastian Rode (@rodesebastian) am

Rode beschwichtigt einen Tag später über seine Social-Media-Kanäle. Doch das Problem bleibt bestehen. Die Fan-Lager bei Frankfurt sollen gespalten sein, einige heißen die Krawalle gut. Die Aktionen seien eine gezielte Provokation Richtung DFB. So wurde im Eintracht-Block ein riesiges Banner gegen den DFB am Zaun befestigt ("Korrupte Bastarde"). Ein Protest gegen die Montagsspiele, die zur Saison 2021/22 ohnehin abgeschafft werden. Es soll viel um Aufmerksamkeit der jungen Ultras gehen. Die Strafen gegen den eigenen Klub werden als nebensächlich hingenommen.

Auf die Eintracht kommt die nächste Geldstrafe zu, womöglich auch noch ein Fan-Auschluss von einem Spiel. Die Beziehung zwischen Vereinsführung und Fans scheint nach den neuerlichen Vorkommnissen mehr als nur zerrüttet.

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