Nagelsmann äußert sich zu Causa Hinteregger

Nach Doping-Wirbel

Nagelsmann äußert sich zu Causa Hinteregger

RB-Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann hat das Vorgehen der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) im Fall Martin Hinteregger kritisiert. "Das offensive Umgehen der Doping-Agentur finde ich nicht gut, weil dadurch ein Spieler vorverurteilt wird. Es bleibt immer irgendwas hängen, was dem Spieler völlig zu Unrecht angeheftet wird", sagte Nagelsmann am Freitag.

RB Leipzig trifft am Sonntag (15.30 Uhr) in der deutschen Liga auf Eintracht Frankfurt mit dem Österreicher Hinteregger. "Solche Dinge sollten öffentlich werden, wenn wirklich etwas war und nicht der ganze Prozess dahin begleitet wird", kritisierte Nagelsmann bei der Pressekonferenz weiters.

Die deutsche NADA hatte öffentlich bestätigt, Ermittlungen aufgenommen zu haben, nachdem der ÖFB-Teamverteidiger Hinteregger am vergangenen Sonntag im Bundesligaspiel der Eintracht gegen die TSG 1899 Hoffenheim (1:0) nach einem Wadenkrampf eine Tablette eingenommen hatte. Nach Angaben des Vereins habe es sich dabei nicht um ein verbotenes Schmerzmittel, sondern um ein Kohlenhydrat-Gel gehandelt.

Kein Verstoß von Hinteregger

Inzwischen wurde offiziell bekannt, dass Hinteregger nicht gegen die Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen hat. Das teilte die deutsche Nationale Anti Doping Agentur (NADA) am Freitag mit. "Die NADA kommt zu dem Ergebnis, dass kein möglicher Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen vorliegt. Die Ermittlungen sind somit abgeschlossen", hieß es in der Mitteilung. Die Behandlungsmethode sei "mit dem aktuell gültigen Dopingreglement vereinbar".

Der 26-jährige ÖFB-Innenverteidiger und Torschütze hatte beim 1:0-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen die TSG 1899 Hoffenheim am vergangenen Sonntag eine Viertelstunde vor Spielende einen Wadenkrampf erlitten, spielte schließlich aber weiter. Bevor Hinteregger auf das Spielfeld zurückkehrte, drückte ihm ein Betreuer ein Präparat in die Hand, das er einnahm. Die NADA analysierte nach eigenen Angaben die TV-Aufnahmen und prüfte die von der Eintracht vorgelegten Unterlagen.

Zudem wies die Agentur den Vorwurf zurück, sie habe die Frankfurter oder Hinteregger in den Verdacht des Dopings oder Medikamentenmissbrauchs gebracht. Man habe "solche Äußerungen nicht in einen konkreten Zusammenhang" mit dem Club "und/oder dem Spieler Martin Hinteregger gestellt", teilte die NADA weiter mit.

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