Teamkader erstmals mit Okotie

Türkei-Match

Teamkader erstmals mit Okotie

Mit der Einberufung von Okotie war zu rechnen, überraschend hingegen das Teamdebüt für Gspurnig. Korkmaz fällt verletzt aus.

Österreichs Fußball-Teamchef Karel Brückner hat vor dem Testspiel am kommenden Mittwoch (20.30 Uhr/live ORF1) gegen die Türkei erwartungsgemäß auf einen großen Schnitt verzichtet, dennoch kam es im Kader zu einigen Personalrochaden. Gleich sieben Spieler sind im Vergleich zu den tristen Auftritten in der WM-Qualifikation gegen die Färöer (1:1) und Serbien (1:3) nicht mehr dabei, dafür erhalten vorläufig fünf zuletzt nicht einberufene Kicker eine Chance.

Zu ihnen zählen die beiden Neulinge, Xanthi-Goalie Michael Gspurning und Austria-Stürmer Rubin Okotie, außerdem stand erstmals seit dem Amtsantritt von Brückner der lange verletzt gewesene Ümit Korkmaz (Eintracht Frankfurt) im Aufgebot. Nach seinem neuerlichen Trainingsunfall dürfte sich das Thema Nationalteam für den Ex-Rapidler für heuer allerdings erledigt haben. Eine genaue Diagnose steht jedoch noch aus. Mehr dazu gibt's hier.

Salzburg-Mittelfeldspieler Christoph Leitgeb ist nach überstandenen Knieproblemen wieder mit von der Partie, auch der im Moment noch leicht angeschlagene Andreas Ibertsberger vom deutschen Sensations-Team Hoffenheim wurde erstmals nach seit fast drei Monaten berücksichtigt. Ein Comeback von Franz Schiemer scheiterte hingegen an dessen Fußsohlenblessur.

Prominente Namen fehlen
Keine Einberufung erhielten diesmal neben dem verletzten Martin Harnik auch Jürgen Macho, Andreas Schranz, Ronald Gercaliu, Roman Kienast sowie das Rapid-Sturmduo Stefan Maierhofer und Erwin Hoffer. Letzterer könnte zwar noch nachnominiert haben, bessere Chancen dürfte laut Brückner aber Sturm-Graz-Angreifer Marko Stankovic haben, der noch keine A-Team-Erfahrungen gesammelt hat.

Gleiches gilt für Okotie, den Brückner am liebsten schon im Oktober geholt hätte, den 21-Jährigen dann aber dem U21-Team für das EM-Play-off überließ. "An ihm haben wir schon lange Interesse. Er hat auch im Derby gut gespielt und sich seine Nominierung verdient", erklärte der Tscheche und bezeichnete den Austrianer als "Stürmer mit super Balldeckung. Er kann lange Bälle nützen und ist gefährlich im Strafraum".

Lob für Gspurnig
Brückners Assistent Andreas Herzog fand auch lobende Worte für den zweiten potenziellen Debütanten Gspurning, dessen Club Xanthi in Griechenland in neun Liga-Spielen erst drei Gegentreffer kassierte. "Er hat bis jetzt eine super Saison gespielt." Während der Ex-Pasching-Schlussmann bei seinem Arbeitgeber die Nummer eins ist, kostete Macho das Reservistendasein bei AEK Athen vorläufig seinen Nationalmannschafts-Platz. "Für ihn ist es jetzt wichtig, in Athen täglich den Kampf um die Nummer eins wieder aufzunehmen", sagte Herzog.

Experimente gegen Türkei
Sein Vorgesetzter will im letzten Länderspiel des Jahres nach eigenen Angaben "ein neues Spielsystem und neue Spielgrundsätze" ausprobieren, genauere Angaben dazu machte Brückner aber nicht. Möglich scheint eine Variante mit einem klassischen Mittelstürmer (Marc Janko oder Okotie) und einem auf die Seiten ausweichenden Angreifer (Marko Arnautovic oder Stankovic bzw. Hoffer).

Brückners Assistent Jan Kocian hofft nach der schon nach vier Partien so gut wie verpassten WM-Teilnahme auf einen versöhnlichen Jahresabschluss. "Uns erwartet ein schwerer Gegner, wir werden uns warm anziehen müssen. Aber wir haben einiges gutzumachen und wollen uns besser präsentieren als zuletzt."

Interne Besprechungen
In den zwei Tagen der Vorbereitung auf das Türkei-Match werden sich die Besprechungen nicht nur um sportliche Dinge drehen - laut Kocian wird auch die jüngste Kritik von Spielern an der Organisation der Abreise von den Färöern thematisiert. "Aber wir wollen das intern lösen", betonte der Slowake, der vom Rücktritt von ÖFB-Präsident Friedrich Stickler so wie seine Kollegen überrascht wurde. "Es ist klar, dass man sich jetzt Gedanken macht, wie es weitergehen soll, doch unsere erste Aufgabe ist es, die Mannschaft auf das Türkei-Match vorzubereiten."

Brückner gab sich trotz des Führungswechsels an der Verbandsspitze gelassen. "Das ist eine Frage der Verantwortlichen. Ich weiß sehr wenig über die Situation, habe aber ein Treffen mit Generalsekretär Alfred Ludwig nach dem Türkei-Match." Die Kritik von ÖFB-Interimschef Kurt Ehrenberger an seiner Person scheint den Tschechen nicht zu stören. "Das ist normal und gehört zu meinem Beruf", erklärte Brückner schmunzelnd.

Der komplette Kader
Tor: Michael Gspurning (Xanthi/0 Länderspiele), Alexander Manninger (Juventus/32/42 Gegentore)

Abwehr: György Garics (Atalanta/19/1 Tor), Andreas Ibertsberger (Hoffenheim/12/1), Emanuel Pogatetz (Middlesbrough/35/2), Sebastian Prödl (Werder Bremen/17/2), Joachim Standfest (Austria/33/2), Martin Stranzl (Spartak Moskau/53/3)

Mittelfeld: Rene Aufhauser (Salzburg/57/12), Christian Fuchs (Bochum/23/0), Andreas Hölzl (Sturm Graz/1/0), Andreas Ivanschitz (Panathinaikos/47/7), Ümit Korkmaz (Eintracht Frankfurt/5/0), Christoph Leitgeb (Salzburg/23/0), Jürgen Säumel (Torino/17/0), Paul Scharner (Wigan Athletic/20/0)

Angriff: Marko Arnautovic (Twente Enschede/2/0), Marc Janko (Salzburg/7/3), Rubin Okotie (Austria/0)

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