Ferrari feiert Doppelsieg - Schumi 6.
Ferrari feiert Doppelsieg - Schumi 6.

GP von Bahrain

Ferrari feiert Doppelsieg - Schumi 6.

Vettel hatte Pech: Ein kaputter Auspuff warf ihn auf Rang vier zurück.

Fernando Alonso ist den hohen Erwartungen gerecht geworden. Der Doppel-Weltmeister gewann am Sonntag in Bahrain bereits seinen ersten Formel-1-Grand-Prix für Ferrari. Alonso profitierte dabei allerdings von einem gebrochenen Auspuff, der Red-Bull-Jungstar Sebastian Vettel seine Spitzenposition gekostet hatte. Der Deutsche rettete in der Schlussphase zumindest noch Platz vier.

Ferrari in Feierlaune
Ferrari landete zum Auftakt in der Wüste einen Doppelsieg. Felipe Massa fuhr bei seinem Comeback nach schwerem Unfall im Juli in Ungarn auf Rang zwei, McLaren-Star Lewis Hamilton wurde Dritter. Rekordweltmeister Michael Schumacher landete bei seiner mit Spannung erwarteten Rückkehr nach mehr als drei Jahren unmittelbar hinter seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg auf Platz sechs.

Feierstimmung herrschte dagegen im Ferrari-Lager, hatten die Italiener doch im Vorjahr nur ein einziges Rennen gewonnen. "Es ist ein sehr spezieller Tag. Einen besseren Start in die Zusammenarbeit hätten wir uns gar nicht vorstellen können", sagte Neuzugang Alonso. Der Spanier feierte vor den Augen von König Juan Carlos seinen insgesamt 22. GP-Sieg, den ersten seit Japan im Oktober 2008.

Vettel felhten 50 PS
Alonso hatte Massa bereits am Start überholt, vor ihm kontrollierte aber der aus Pole Position gestartete Vettel das Tempo - bis zur 32. von 49 Runden, als er über Funk einen dramatischen Leistungsverlust meldete. Mehr als 50 PS soll das Problem am Auspuff ausgemacht haben, der Vizeweltmeister verlor pro Umlauf knapp vier Sekunden, auf der Geraden fehlten 12 km/h Topspeed.

In Runde 34 war Alonso an Vettel vorbei, in Runde 35 Massa und schließlich in der 38. auch Hamilton. "Der Rest war nur noch Schadensbegrenzung", erklärte Vettel - eine sehr ordentliche allerdings. Trotz der Probleme hielt der 22-Jährige die beiden Mercedes, Weltmeister Jenson Button im McLaren (7.) und seinen Teamkollegen Mark Webber (8.) in Schach.

Unvergesslicher Tag für Alonso
"Vettel ist unglaublich gefahren, einfach sensationell", lobte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko. "Er hat nicht einen einzigen Fehler gemacht. Wenn wir nicht gewinnen können, dann wollten wir zumindest gute Punkte machen." In der WM fehlen Vettel nach dem ersten von 19 Saisonrennen gemäß neuem Punktesystem nun 13 Zähler auf Buchmacher-Favorit Alonso, der bei 25 hält.

Die Ferraris hatten bei 35 Grad im Schatten vor dem Rennen als Vorsichtsmaßnahme den Motor gewechselt - ein gelungener Schachzug. "Dieser Sieg bedeutet mit sehr viel, speziell mit Ferrari. Es wird schwer, den heutigen Tag zu vergessen", meinte Alonso, der auch die schnellste Rennrunde drehte. "Die Erwartungen an einen Ferrari-Fahrer sind sehr hoch. Es ist das beste Team der Welt."

Total-Ausfall für Neulinge
Schumacher hatte vor seinem Rücktritt 2006 fünf WM-Titel für dieses Team geholt, mit seinem Comeback im Mercedes war der Deutsche nicht unzufrieden. "Es hat sehr viel Spaß gemacht. Alles hat gut funktioniert", sagte Schumacher, der wie in seinem allerersten Grand Prix 1991 von Platz sieben gestartet war, nach einem unauffälligen Rennen. "Es war die erwartete Odyssee."

Erstmals war Nachtanken im Rennen verboten. Die durch die Spritmengen extrem schweren Autos waren auf der verlängerten Strecke in Sakhir in der Anfangsphase mehr als acht Sekunden langsamer als im Qualifying. Von den drei neuen Teams brachte lediglich Lotus seine beiden Autos ins Ziel, Heikki Kovalainen belegte als Bester Rang 15. Die Piloten von Virgin und Hispania schieden jeweils bereits in der ersten Rennhälfte mit Defekten aus.

Endstand:

1. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 01:39:20,396 186,273 km/h

2. Felipe Massa (BRA) Ferrari +16,099

3. Lewis Hamilton (GBR) McLaren +23,182

4. Sebastian Vettel (GER) Red Bull +38,799

5. Nico Rosberg (GER) Mercedes +40,213

6 Michael Schumacher (GER) Mercedes +44,163

7. Jenson Button (GBR) McLaren +45,280

8. Mark Webber (AUS) Red Bull +46,360

9. Vitantonio Liuzzi (ITA) Force India +53,008

10. Rubens Barrichello (BRA) Williams +01:02,489

11. Robert Kubica (POL) Renault +01:09,093

12. Adrian Sutil (GER) Force India +01:22,958

13. Jaime Alguersuari (ESP) Toro Rosso +01:32,656

14. Nico Hülkenberg (GER) Williams +1 Runde

15. Heikki Kovalainen (FIN) Lotus +1 Runde

16. Jarno Trulli (ITA) Lotus +1 Runde

17. Sebastien Buemi (SUI) Toro Rosso +4 Runden

Ausgeschieden: Karun Chandhok (IND) Hispania, Timo Glock (GER) Virgin, Kamui Kobayashi (JPN) Sauber, Witali Petrow (RUS) Renault, Bruno Senna (BRA) Hispania, Pedro de la Rosa (ESP) Sauber, Lucas di Grassi (BRA) Virgin

Schnellste Runde: Fernando Alonso (ESP) Ferrari 1:58,287 in der 45. Runde (Schnitt: 191,710 km/h)

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