28. November 2018 17:37
Reform kommt
Formel-1-Beben: Dominanz der Top-Teams soll enden
Nur zwei von 123 Podestplatzierungen der vergangenen beiden Jahre gingen nicht an Top-3-Teams.
Formel-1-Beben: Dominanz der Top-Teams soll enden
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Formel-1-Direktor Ross Brawn hat am Mittwoch einmal mehr betont, dass das derzeitige Kräfteverhältnis in der Motorsport-Königsklasse für ihn absolut "inakzeptabel" sei. Denn von 123 möglichen Podestplatzierungen in den vergangenen beiden Jahren sind nur zwei nicht an die Serien-Weltmeister Mercedes, Ferrari oder Red Bull gegangen. Damit ist eine Reform in den nächsten zwei bis drei Jahren sehr wahrscheinlich.

Heuer schaffte es nur Force-India-Pilot Sergio Perez aus Mexiko als Dritter im Aserbaidschan-Grand-Prix auf das Podium. Im Vorjahr glückte dies dem Kanadier Lance Stroll im Williams ebenfalls mit Rang drei in Baku. "Zwei Podiums von insgesamt 123 ist inakzeptabel, speziell wenn es noch dazu eine immer größere technische und finanzielle Kluft gibt", erklärte Brawn. "Wir müssen dieses Problem gemeinsam mit der FIA und dem Teams bekämpfen, denn davon hängt die Zukunft der Formel 1 ab."

Laut Brawn gibt es verschiedene Lösungsansätze. Nun gehe es darum, dass alle Teams diese Reform mittragen. "Denn so können wir nicht weitermachen", stellte der 64-jährige Engländer klar. Für nächstes Jahr wurden bereits aerodynamische Änderungen beschlossen. Doch eine große Reform ist erst ab 2021 möglich.

Seit der Einführung der V6-Turbo-Hybrid-Motoren im Jahr 2014 haben nur Mercedes, Ferrari und Red Bull Formel-1-WM-Läufe gewonnen. In diesen 100 Rennen hieß 51-mal der Sieger Lewis Hamilton. Der 33-jährige Engländer holte in dieser Zeit vier seiner fünf Titel. Nur 2016 musste er sich seinem deutschen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg in der Endwertung knapp geschlagen geben.