Formel 1: Mercedes-Boliden in dieser Saison in Schwarz

Zeichen gegen Rassismus

Formel 1: Mercedes-Boliden in dieser Saison in Schwarz

Als ein Zeichen gegen Rassismus haben die Mercedes-Silberpfeile die Lackierung ihrer Boliden für diese Saison geändert.

Die Autos des Formel-1-Weltmeisterteams Mercedes erhalten eine schwarze Lackierung. Damit will das Team des sechsfachen Champions Lewis Hamilton ein klares Zeichen im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung setzen. Bereits beim Corona-bedingten verspäteten Saisonauftakt am Wochenende in Spielberg werden die Silberpfeile in Schwarz erstrahlen.

Hamilton und Bottas wechseln nicht nur die Farben ihres Autos, sondern fahren im Jahr 2020 auch in schwarzen Overalls und beide Fahrer ihre Helmdesigns anpassen. Neben dem prominenten Auftritt auf der Strecke in Österreich wird der Ruf nach "End Racism" auf dem Halo der Mercedes-Fahrzeuge zu sehen sein, während die vereinte F1-Initiative #WeRaceAsOne die Spiegel des W11 zeigt.

 

 

Diese Kampagne hat mit den globalen Protesten im Kampf gegen Rassismus (#blacklivesmatter) zu tun, die Hamilton - als erster schwarze Superstar in der F1-Geschichte - lautstark unterstützt hat. Hamilton hat seitdem eine Kommission zur Verbesserung der Vielfalt im Motorsport angekündigt, während die Formel 1 die #WeRaceAsOne-Initiative ins Leben gerufen hat.

"Die Silberpfeile werden in der gesamten Saison 2020 in Schwarz antreten, um unser klares Engagement für mehr Vielfalt in unserem Team und unserem Sport zu demonstrieren", wurde Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff in einer Aussendung zitiert. Rassismus und Diskriminierung hätten "keinen Platz in unserer Gesellschaft, unserem Sport und unserem Team", betonte der 48-jährige Wiener. "Die richtigen Überzeugungen und die richtige Geisteshaltung sind nicht genug, wenn wir stumm bleiben. Wir möchten daher unsere Stimme und unsere weltweite Plattform nutzen, um uns für Respekt und Gleichberechtigung einzusetzen."

© Getty

In der Mercedes-Organisation identifizieren sich nur drei Prozent der Belegschaft als Angehörige ethnischer Minderheiten und nur 12 Prozent der Beschäftigten sind Frauen. Das Team rund um Hamilton, möchte mit diesem Schritt auch neue Talente aus allen Bereichen der Gesellschaft ansprechen.

 

 

 

 

 

 

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