Lauda tippt auf Vettel, hofft auf Schumi
Lauda tippt auf Vettel, hofft auf Schumi

In Australien

Lauda tippt auf Vettel, hofft auf Schumi

Wenn in Melbourne die F1-Motoren aufheulen, stehen 4 Fahrer im Blickpunkt.

Für Lewis Hamilton ist der zweite Grand Prix der Saison so gut wie gelaufen. Der britische Ex-Weltmeister wirkt leicht frustriert: „Die Red-Bull-Boliden sind so überlegen, dass sie alle anderen lächerlich machen werden.“ Das bedeutet: Sebastian Vettel, den beim WM-Auftakt in Bahrain nur eine defekte Zündkerze (um 75 PS weniger Leistung) stoppen konnte, geht als Top-Favorit ins Rennen.

Die 100.000 Fans im Albert Park drücken allerdings Mark Webber (33) im zweiten Red Bull die Daumen. Der Australier will sich in seinem wahrscheinlich letzten Heim-GP (er wird nach dieser Saison vermutlich aufhören) einen Lebenstraum erfüllen – bisher kam er über Platz fünf nicht hinaus. Allerdings hatte er heuer sowohl bei den Tests als auch am ersten Renn-Wochenende keine Chance gegen Vettel.

Lauda über Schumacher: „Neue Voraussetzungen“
Die große Frage vor dem Qualifying am Samstag (7 Uhr MEZ): Konnte die Konkurrenz gegenüber Red Bull entscheidend aufholen? Da auch die Bullen in den vergangenen Tagen nachgerüstet haben, könnte sie vermutlich nur ein Motordefekt stoppen.

Doch selbst ein aerodynamisch rundum-erneuerter Ferrari dürfte laut Experten-Meinung keine Chance haben. Jedenfalls gibt sich Bahrain-Sieger Fernando Alonso (Spanien) keinen Illusionen hin: „Red Bull scheint ein wenig besser als die anderen, ich bin ich schon froh, wenn wir einigermaßen mithalten.“

Das gilt auch für Michael Schumacher im Mercedes. Niki Lauda macht den Schumi-Fans jedenfalls Hoffnung: „In Melbourne wird auf einem Stadtkurs gefahren, da sind die Voraussetzungen völlig anders als in Bahrain, die Karten werden neu gemischt.“ Mercedes-Sportchef Norbert Haug verspricht zwar: „Wir werden uns steigern“, doch er weiß: „Seit Bahrain hatten wir noch nicht genug Zeit, alle technischen Veränderungen umzuse­tzen“.

Schumi will jedenfalls nichts dem Zufall überlassen: Um sich an die Zeitzone anzupassen, reiste er früher als alle anderen nach Australien. Die ersten Tage „down under“ entspannte der 41-Jährige bei seinem Freund Mick Doohan, dem Ex-Motorrad-Weltmeister.

Am Sonntag dürfen die Piloten länger schlafen: Um noch mehr Fans vor die TV-Schirme zu locken, startet der GP erst um 17 Uhr Ortszeit (= 8 Uhr bei uns). Die späte Startzeit und der Schumi-Comeback-Effekt werden absolute Australien-Rekordquoten bringen!

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