Piratensender sorgt für Wirbel um Formel-1-TV-Rechte

beIN verzichtet auf Vertrag

Piratensender sorgt für Wirbel um Formel-1-TV-Rechte

Der katarische TV-Sender beIN Sports verzichtet in der kommenden Saison auf die Übertragung der Formel-1-Rennen. Wie beIN am Freitag bekanntgab, werde man den für den Nahen Osten und Nordafrika geltenden Vertrag, der mit dem Jahr 2018 ausgelaufen war, nicht erneuern. Grund seien anhaltende Probleme mit Piraterie.

Konkret geht es um den Piratensender BeoutQ, der seit rund 18 Monaten u.a. die Formel 1 aber auch internationale Fußballspiele aus der Champions League oder europäischen Topligen zeigt, ohne dafür die Rechte zu besitzen. Er stiehlt seine Inhalte vielmehr von beIN. Zahlreiche Hinweise legen den Schluss nahe, dass der Piratensender seinen Sitz in Saudi-Arabien hat. Das Königreich bestreitet aber diese Vorwürfe.

beIN agiert von Katar aus, wo die Fußball-WM 2022 stattfindet. Das kleine Emirat ist seit Sommer 2017 allerdings aus politischen Gründen von seinen Nachbarn wie Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten isoliert. Kurz nach der verhängten Blockade nahm der Piratensender seine Aktivitäten auf.

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