Das österreichisch-englische Team in der Pole

Red Bull ist auch im Spanien-Grand-Prix Favorit

Für eine Vorentscheidung ist es noch zu früh. Die Formel-1-WM tritt mit dem Europa-Auftakt am Wochenende aber in eine richtungsweisende Phase. Alle Spitzenteams haben veränderte Autos nach Barcelona gebracht. Wer im fünften Saisonlauf den Anschluss verliert, scheint schlechte Karten zu haben. In der Pole Position dürfte sich nach wie vor das österreichisch-englische Team Red Bull befinden.

In WM-Punkte haben die Bullen ihre Überlegenheit bisher nur bedingt umgemünzt, die Qualifyings dieser Saison haben sie aber dominiert. Und die Startaufstellung hat in Spanien ganz besonderen Einfluss, zumal das Überholen auf dem Circuit de Catalunya praktisch unmöglich ist. Die vergangenen neun (!) Rennen in Montmelo waren allesamt aus der Pole Position gewonnen worden.

Dafür gilt es, den Sieger des Technologiewettlaufes zu ermitteln. Sämtliche Teams haben seit dem China-Grand-Prix vor drei Wochen beträchtlich weiterentwickelt. "Die Frage ist, wer den größten Schritt nach vorne gemacht hat", erklärte Red-Bull-Jungstar Sebastian Vettel. "Dafür ist Barcelona ein echter Gradmesser."

"Nachdem wir ein so tolles Paket haben, sind wir zuversichtlich, unser Ziel, die Weltmeisterschaft, zu erreichen", sagte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko. Derzeit fehlen Vettel 15 Punkte auf Titelverteidiger Jenson Button im McLaren. Teamkollege Mark Webber liegt 32 Zähler hinter dem zweifachen Saisonsieger. Auf einer Runde war Red Bull bisher nicht zu schlagen. In Katalonien soll der RB6 noch einmal drei Zehntelsekunden schneller sein.

Doch auch die Konkurrenz schläft nicht. Alle Augen sind auf einen Mann gerichtet, noch mehr als sonst. Fernando Alonso im Ferrari - das ist am Wochenende die große Attraktion. Der Lokalmatador kommt im Gegensatz zu den beiden vergangenen Jahren im Renault als ernstzunehmender Sieganwärter zu seinem Heimrennen nach Montmelo. "Es ist an der Zeit, zu beweisen, dass wir diese Weltmeisterschaft mehr wollen als alle anderen", erklärte der 28-jährige Spanier, der elf Punkte hinter Leader Jenson Button, aber noch vor dem Hauptkonkurrenten Vettel auf dem dritten WM-Rang liegt.

Die erste Ausfahrt von Christian Klien für sein neues Team Hispania im ersten freien Training für den Grand Prix von Spanien am Freitag ist indes noch nicht endgültig gesichert. Die nötige Superlizenz für den Vorarlberger sei noch nicht eingetroffen, bestätigte Hispania-Teamchef Colin Kolles am Donnerstag in Montmelo der APA. Klien war am Mittwoch als neuer Test- und Ersatzfahrer beim spanischen Rennstall präsentiert, das Engagement erst diese Woche fixiert worden.

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