Rosberg schneller als Teamkollege Schumacher

Rosberg im Bahrain-Training Schnellster

Ausgerechnet der Teamkollege von Rekordweltmeister Michael Schumacher hat am Freitag bei dessen Rückkehr in die Formel 1 Bestzeit erzielt. Nico Rosberg drehte am Nachmittag im freien Training für den Grand Prix von Bahrain in 1:55,409 Minuten die schnellste Runde. Schumacher belegte mit knapp fünf Zehntel Rückstand hinter McLarens Lewis Hamilton Platz drei.

Die Show vermochte der um 17 Jahre jüngere und sieben WM-Titel ärmere Rosberg Schumacher natürlich trotzdem nicht zu stehlen. Das Gedränge um den 41-jährigen Rückkehrer in Sakhir war gigantisch. "Ich weiß genau, wo ich mich verbessern muss. Das bekomme ich hin. Auf längere Distanz sind wir identisch", versicherte Schumacher.

Die Freitagszeiten dürfen wegen unterschiedlicher Spritmengen - Nachtanken ist im Rennen künftig verboten - nicht überbewertet werden. Einen starken Eindruck hinterließ der Mercedes-Kunde McLaren mit den Plätzen zwei und vier durch Lewis Hamilton und Jenson Button.

Red-Bull-Jungstar Sebastian Vettel fuhr 1,05 Sekunden hinter Rosberg auf Platz fünf. Wirklich zufrieden wirkte der Vizeweltmeister aber nicht, hatte er doch mit anhaltenden Bremsproblemen zu kämpfen. "Das ist kein gutes Gefühl", gestand der 22-Jährige. Mark Webber kam mit mehr als fünf Sekunden Rückstand nicht über Rang 17 hinaus.

Mit Abstimmungsschwierigkeiten hatten auf der durch den Wüstensand sehr rutschigen Strecke fast alle Piloten zu kämpfen. WM-Favorit Fernando Alonso kam im Ferrari auf die Ränge zwei und neun, sein Teamkollege Felipe Massa beim Comeback nach schwerem Unfall auf vier und sieben. Am Vormittag war überraschend der Deutsche Adrian Sutil im Force India in 1:56,583 der Schnellste.

Unterschiedlich lief es für die neuen Teams. Während sich Lotus und Virgin mit knapp fünf bzw. sechs Sekunden Rückstand zumindest als standfest erwiesen, beendete Bruno Senna den ersten Tag nicht. Der Hispania-Bolide des Weltmeister-Neffen hatte kurz vor Schluss bei zwölf Sekunden Rückstand eine Radmutter verloren. Teamkollege Karun Chandhok war nicht einmal aus der Box gefahren.

Diese Website verwendet Cookies

Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer   Datenschutzerklärung .