Vettel triumphiert in Silverstone

Formel 1

Vettel triumphiert in Silverstone

Red Bull hat sich am Sonntag im Kampf um die Formel-1-WM eindrucksvoll zurückgemeldet. Sebastian Vettel und Mark Webber landeten in Silverstone einen überlegenen Doppelsieg für das österreichisch-englische Team. WM-Leader Jenson Button dagegen kam in seinem Heim-Grand-Prix nicht über Platz sechs hinaus. Vettel verkürzte seinen Rückstand auf den Engländer in der WM-Wertung nach 8 von 17 Rennen damit auf 25 Punkte.

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Jungstar Vettel fuhr den dritten Sieg seiner Karriere ein, den ersten auf trockener Strecke. Der 21-jährige Deutsche hatte schon im April in China für Red Bull gewonnen. Der Triumph in Silverstone war aber ein ganz besonderer. "Die Atmosphäre hier ist großartig. Ich habe immer davon geträumt, hier zu gewinnen. Jetzt kommt mir alles fast ein bisschen unecht vor", gestand Vettel. Mehr als 100.000 Zuschauer hatten die Piloten an der Strecke bejubelt.

Barichello rettet Rang 3
Vettel war aus der Pole Position gestartet, hatte bereits in der Anfangsphase die Vorentscheidung gesucht. Webber dagegen war bis zum ersten Boxenstopp hinter Buttons Brawn-Teamkollegen Rubens Barrichello festgehangen. "Damit war das Rennen praktisch entschieden", sagte der Australier. Barrichello rettete sich trotz Rückenproblemen mehr als 40 Sekunden hinter Vettel auf Platz drei, ist 23 Punkte hinter Button weiter WM-Zweiter.

In Silverstone, keine 30 Kilometer von der Fabrik in Milton Keynes entfernt, waren die Red Bulls aber unbesiegbar - zahlreichen Neuerungen am Auto sei Dank. "Der Kurs liegt uns, aber wir haben auch einen Schritt nach vorne gemacht. Wir sind auf dem richtigen Weg", versicherte Vettel, nachdem er praktisch einen Start-Ziel-Sieg eingefahren hatte. Lediglich im Zuge der zweiten Stopp-Serie war Webber kurz drei Runden vor dem Deutschen gelegen.

Überholen nur in den Boxen
Überholmanöver fanden sowieso hauptsächlich in den Boxen statt. So ging etwa Webber an Barrichello vorbei. Button kämpfte sich trotz Problemen mit der Reifentemperatur nach einem verpatzten Start noch von Zwischenrang neun auf sechs nach vorne. "Mehr war nicht möglich", meinte der WM-Leader, der erstmals in dieser Saison nicht auf dem Podest landete. Das WM-Rennen hat Vettel daher noch lange nicht aufgegeben. "Wir wollen jede einzelne Chance, die wir haben, nutzen", lautete seine Kampfansage. "Wir sind bereit."

Hamilton überrundet
Leicht verbessert zeigte sich auch Ferrari. Felipe Massa fuhr vom elften Startplatz auf Rang vier, Kimi Räikkönen dagegen landete nur auf Rang acht. Dem Weltmeister von 2007 ging es damit aber noch bedeutend besser als den beiden weiteren Ex-Champions im Feld. Sowohl Renault-Star Fernando Alonso (14.) als auch Titelverteidiger Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes waren bereits zur Hälfte des Rennens von Vettel überrundet - die Höchststrafe.

Hamilton drehte sich zudem auch noch nach einem Fahrfehler, kam vor seinen Heimfans als enttäuschender 16. ins Ziel. Die einzigen Ausfälle betrafen nach einer Kollision seinen Teamkollegen Heikki Kovalainen und Sebastien Bourdais im Toro Rosso. Sebastien Buemi kam für das Red-Bull-Zweitteam nicht über Platz 18 hinaus. Das Hauptteam dagegen feierte seinen vielbeachteten zweiten Sieg - diesmal sogar mit der österreichischen Bundeshymne.

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