Ein enttäuschter Vettel

Vettels Glanzstück glänzt nicht - Platz vier

Die Ursache war auch unmittelbar nach Rennende noch nicht geklärt. Ein technisches Problem hatte Red-Bull-Jungstar Sebastian Vettel am Sonntag beim Auftakt der Formel-1-WM in Bahrain um den Sieg gebracht. Ein Auspuffrohr hatte Schaden genommen, Vettel in der Schlussphase dramatisch an Leistung verloren.

Der Deutsche musste Fernando Alonso, Felipe Massa und Lewis Hamilton passieren lassen und sich selbst mit Rang vier begnügen. Der Speed des neuen RB6 stimmte das österreichisch-englische Team trotz allem zuversichtlich. Vettel war der Einzige, der den erwartet schnellen Ferraris von Alonso und Massa gewachsen war. "Ferrari und wir scheinen in einer eigenen Klasse zu sein", sagte Helmut Marko, der Motorsportbeauftragte von Red Bull. In der WM hielt Vettel den Auspuff-bedingten Schaden mit zwölf Punkten - gegenüber 25 für Alonso - mit einer Glanzleistung in Grenzen.

"Wenn man so problemlos in Führung liegt, ist es natürlich schade, wenn es nicht klappt", gestand Vettel schwer enttäuscht. Der vierte Platz sei Schadensbegrenzung gewesen, die Ursache nicht genau nachvollziehbar. "Ich habe alles gegeben, aber auf der Geraden ging nicht mehr viel", erklärte der 22-Jährige. Laut Marko waren es zumindest 50 PS, die Vettel fehlten. "Daher ist es unglaublich, was er geleistet hat", sagte der Red-Bull-Konsulent.

Vettel hielt im offensichtlich beeinträchtigten Red-Bull-Renault unter anderem die beiden voll funktionsfähigen Mercedes von Nico Rosberg und Michael Schumacher hinter sich. "Das war sensationell, er hat keinen einzigen Fehler gemacht", geriet Marko ins Schwärmen. Im Finish hatte Vettel sogar noch einmal eine beste Sektorzeit erzielt. "Er hat einen unglaublichen Job gemacht, trotzdem ist es sehr frustrierend", gestand Teamchef Christian Horner.

In der 32. Runde hatte sich sein Schützling über Funk bei ihm gemeldet. "Wir verlieren Leistung", sagte Vettel - zwei Runden später war Alonso vorbei. Weil Vettel schon zu Rennbeginn Benzin gespart hatte, limitierte er im Finish mit viel Risiko den Verlust. Der Auspuff war erst vor dem Qualifying neu montiert worden, umso rätselhafter die Natur des Defekts. "Ursächlich muss es nicht einmal der Auspuff gewesen sein", sagte Marko.

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