Red Bull-Pilot war nicht zu schlagen

Webber gewann Spanien-GP vor Alonso

Red Bull hat zurückgeschlagen. Das österreichisch-englische Formel-1-Team hat sein überlegenes Auto am Sonntag in den zweiten Saisonsieg umgemünzt. Mark Webber gewann den Grand Prix von Spanien souverän. Dahinter folgten Lokalmatador Fernando Alonso im Ferrari, Red-Bull-Jungstar Sebastian Vettel und Rekordweltmeister Michael Schumacher, der das beste Ergebnis seit seinem Comeback herausfuhr.

Das Trio hatte von einem späten Ausfall von Lewis Hamilton profitiert. Der McLaren-Star war zwei Runden vor Schluss an zweiter Stelle liegend wegen eines Reifenschadens abgeflogen. Die WM schob sich damit noch einmal zusammen. Titelverteidiger Jenson Button führt nach Platz fünf mit 70 Punkten drei Zähler vor Alonso und zehn vor Vettel, der seinen RB6 mit schweren Bremsproblemen in der Schlussphase gerade noch ins Ziel gerettet hatte.

"Es war ein schreckliches Rennen. Für mich ist heute vieles falsch gelaufen", sagte Vettel, der immer wieder per Funk dazu angehalten worden war, langsamer zu fahren. Webber drehte unter dessen an der Spitze einsam seine Runden, fuhr den dritten Sieg seiner Karriere ein, den ersten in dieser Saison. "Es ist alles perfekt gelaufen, wir haben keinen Fehler gemacht. Das ist ein fantastisches Ergebnis", betonte der aus Pole Position gestartete Australier.

Der Spanien-Grand-Prix wurde damit bereits zum zehnten Mal in Folge aus der ersten Startposition gewonnen. Spektakuläre Manöver waren auf dem Circuit de Catalunya wieder einmal Mangelware, das Überholen beschränkte sich auf die Box. Hamilton ging nach einem verpatzten Reifenwechsel an Vettel vorbei, Schumacher an Button. Der 41-jährige Deutsche hielt sich den Rest des Rennens vor Button und Felipe Massa - war aber nur dem Ergebnis zufrieden.

"Vom Podest brauchen wir noch nicht zu reden. Unser Auto ist noch klar zurück", gestand Schumacher. Sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg kam nach völlig verpatztem Rennen nicht einmal über Platz 13 hinaus. Alonso dagegen strahlte vor 100.000 Zuschauern über Rang zwei. "Das ist ein großartiges Ergebnis, auch wenn unser Wochenende mittelmäßig war", sagte Alonso. "Wir haben gesehen, dass wir vor allem auf Red Bull noch sehr viel aufholen müssen."

An Vettel war Alonso nur wegen dessen Problemen vorbeigekommen. "15 Runden vor Schluss ist mir die Bremse links vorne flöten gegangen", erklärte der Deutsche, der mehrmals neben der Strecke war, zerknirscht. Webber hatte ihm bereits beim Start die Türe zugemacht. "Dort vorne zu bleiben, war entscheidend", meinte der Australier, der im Stallduell damit nach Siegen auf 1:1 stellte. In der WM-Wertung fehlen dem 33-Jährigen nur noch sieben Punkte auf seinen elf Jahre jüngeren Teamkollegen Vettel.

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