Spionage-Affäre um Toni Giger

Olympia

Spionage-Affäre um Toni Giger

Anton Giger, der Entwicklungschef im Österreichischen Skiverband, ist auch bei den Olympischen Winterspielen eifrig mit seinem Fotoapparat unterwegs. Während des Normalschanzenbewerbs der Skispringer hielt er sich auf dem Schanzenturm auf - FIS-Kontrollor Sepp Gratzer wies ihn nach Hinweis des Schweizers Simon Ammann auf das geltende Verbot hin.

Ausnahmeregelung für Morgi-Physio
Die Schweizer witterten offenbar Spionage durch die Österreicher und Cheftrainer Martin Künzle machte den "Fall" auch bei der Mannschaftsführersitzung zum Thema. Denn der Aufwärmraum und der Bereich des Absprungs dürfen von Betreuern nicht betreten werden. Eine Ausnahme bildet der ÖSV-Physiotherapeut Herbert Leitner, der Thomas Morgenstern wegen dessen Fingerbruchs beim Schließen der Bindung unterstützen darf. Das genehmigten die Coaches nun auch für die Großschanzenbewerbe.

"Habe mich nirgends eingeschmuggelt"

Giger rechtfertigte sich gegenüber der APA - Austria Presse Agentur damit, dass er als Privatmann Fotos von zwei Athleten auf dem Balken geschossen habe. "Ich habe mich nirgends eingeschmuggelt. Da sind viele Leute gestanden und da haben mehrere Fotos gemacht. Dann hat Gratzer gesagt, dass ich weg muss und ich bin gegangen", erklärte Giger. Er habe sich auf die Stufen hinter die wartenden Vorspringer gesetzt und habe sicher niemanden behindert, beteuerte Giger.
 

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